Unwille, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Unwillens · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Unwillen
Worttrennung Un-wil-le ● Un-wil-len
Wortzerlegung  un- Wille
Wortbildung  mit ›Unwille‹ als Erstglied: unwillig
eWDG

Bedeutung

gehoben das Ungehaltensein, der Verdruss
Beispiele:
einen heftigen, heimlichen Unwillen gegen etw., jmdn. empfinden, spüren
ein Gefühl des Unwillens
sich [Dativ] jmds. Unwillen zuziehen
jmds. Unwillen hervorrufen, erregen
sein Benehmen erregte allgemein Unwillen
jmds. Unwillen besänftigen, beschwichtigen
seinen Unwillen nicht zurückhalten, nicht verbergen können
seinen Unwillen unterdrücken
unverhohlen seinen Unwillen äußern, zeigen
umgangssprachlichseinem Unwillen Luft machen
der wachsende Unwille über die Folgen der Koalitionspolitik [ Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung7,155]

Thesaurus

Synonymgruppe
Trotz · Unlust · Unwille · Widerwille
Assoziationen
  • schlapp sein  ●  (sich) nicht aufraffen können  ugs. · (sich) zu nichts aufraffen können  ugs. · einen Durchhänger haben  ugs.
Synonymgruppe
Abneigung (gegen) · Antipathie (gegen) · Aversion(en) · Unwille · ablehnende Haltung (gegenüber)
Unterbegriffe
  • Ablehnung des Islam · antiislamische Einstellung · antimuslimische Haltung
  • Transfeindlichkeit · Transphobie
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Unwille‹, ›Unwillen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Unwille‹.

Verwendungsbeispiele für ›Unwille‹, ›Unwillen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was dagegen sehr verwundert, ist ein Unwille gegenüber der Kunst.
Die Zeit, 29.09.2003, Nr. 39
Und irgendwie befällt einem bei so viel Political Correctness ein großer Unwille, weiter zu lesen.
Süddeutsche Zeitung, 04.09.1999
Der Unwille, wirtschaftlich für Frankreichs Interessen geopfert zu werden, regte sich im ganzen Empire.
Nürnberger, Richard: Das Zeitalter der französischen Revolution und Napoleons. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 16317
Die Opposition gegen den Rat wuchs, und der Unwille über die französischen Pastoren griff immer mehr um sich.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7514
Überhaupt gesellte sich zu seiner Beschämung mehr und mehr der Unwille.
Spitteler, Carl: Imago, Jena: Diederichs 1910 [1910], S. 51
Zitationshilfe
„Unwille“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Unwille>, abgerufen am 24.10.2021.

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