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Urlaub, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Urlaub(e)s · Nominativ Plural: Urlaube
Aussprache
WorttrennungUr-laub
Wortbildung mit ›Urlaub‹ als Erstglied: ↗Urlaubsanschrift · ↗Urlaubsanspruch · ↗Urlaubsantrag · ↗Urlaubsdomizil · ↗Urlaubsfoto · ↗Urlaubsgast · ↗Urlaubsgesuch · ↗Urlaubsinsel · ↗Urlaubskarte · ↗Urlaubsliste · ↗Urlaubsort · ↗Urlaubsparadies · ↗Urlaubsplan · ↗Urlaubsplatz · ↗Urlaubsreise · ↗Urlaubsreisende · ↗Urlaubsresort · ↗Urlaubsschein · ↗Urlaubssperre · ↗Urlaubstag · ↗Urlaubsverlängerung · ↗Urlaubsvertretung · ↗Urlaubsvideo · ↗Urlaubszeit · ↗Urlaubszentrum · ↗urlaubshalber · ↗urlaubsreif
 ·  mit ›Urlaub‹ als Letztglied: ↗Abenteuerurlaub · ↗Arbeitsurlaub · ↗Badeurlaub · ↗Betriebsurlaub · ↗Billigurlaub · ↗Campingurlaub · ↗Elternurlaub · ↗Erziehungsurlaub · ↗Familienurlaub · ↗Grundurlaub · ↗Hafturlaub · ↗Heimaturlaub · ↗Karenzurlaub · ↗Kurzurlaub · ↗Langzeiturlaub · ↗Mindesturlaub · ↗Mutterschaftsurlaub · ↗Prämienurlaub · ↗Schiurlaub · ↗Seeurlaub · ↗Skiurlaub · ↗Sonderurlaub · ↗Sonntagsurlaub · ↗Stadturlaub · ↗Studienurlaub · ↗Weihnachtsurlaub · ↗Werksurlaub · ↗Werkurlaub · ↗Zusatzurlaub
eWDG, 1976

Bedeutung

Zeitspanne, in der jmd. von der Arbeit oder vom Dienst freigestellt ist, besonders Zeit der tariflich festgelegten Freistellung des Werktätigen von der Arbeit bei fortdauernder Vergütung
Beispiele:
bezahlter, unbezahlter Urlaub
ein kurzer, dreiwöchiger, erholsamer Urlaub
Urlaub beantragen, nehmen
umgangssprachlich Urlaub machen
am 1. 6. trete ich meinen Urlaub an
als er von H nach B umzog, bekam er zwei Tage Urlaub
er bewilligte, genehmigte ihm den Urlaub
in, auf Urlaub gehen, fahren
ihr Sohn war vergangenes Wochenende von der Armee auf Urlaub gekommen
papierdeutsch um Urlaub, um einen Urlaub einkommen
die von ihm [Grillparzer] erbetenen Urlaube wurden ihm immer ... gewährt [Wirk. Wort1958]
Obwohl der Urlaub gesperrt war, bekam Hans eine Möglichkeit heimzufahren [SeghersDie Toten6,588]
Ich habe meinen Urlaub überschritten [Borchert268]
im Frühling, wenn ich bei Muttern auf Urlaub bin und Kuchen esse [FrischNun singen sie wieder1]
papierdeutsch H ... entschließt sich eines Tages, bei seiner vorgesetzten Behörde um Urlaub einzukommen [JensMann152]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Urlaub · beurlauben · Beurlaubung · Urlauber
Urlaub m. ‘dienst-, arbeitsfreie Zeit, Ferien’, ahd. urloub (8. Jh.), ablautend oder mit Vokalabschwächung urlub (9. Jh.) ‘Erlaubnis’, mhd. urloup, urlop, urlob ‘Erlaubnis fortzugehen, Verabschiedung, Abschied’, asächs. orlō̌f, mnd. ōrlof(t), ōrlef, ōrleve, mnl. o(o)rlof, nl. (älter) oorlof stehen neben dem unter ↗erlauben (s. d.) behandelten Verb. Die alte Bedeutung ‘Erlaubnis’ wird bereits im Mhd. verengt auf die ‘Erlaubnis, sich zu entfernen’ (die ein Höherstehender gewährt) und in neuerer Zeit auf die ‘zeitweilige Freistellung vom Dienst’. beurlauben Vb. ‘jmdm. Urlaub geben, jmdn. vorübergehend von seinen Pflichten entbinden’ (15. Jh.), präfigierte Bildung zu in frühnhd. Zeit untergegangenem urlauben, mhd. urlouben ‘erlauben, gestatten, Erlaubnis geben, sich zu entfernen, jmdn. verabschieden, entlassen’, (reflexiv) ‘sich verabschieden’; Beurlaubung f. (Mitte 16. Jh.). Urlauber m. ‘Soldat auf Urlaub’ (19. Jh.), wahrscheinlich in Österreich aufgekommen, dann allgemein ‘wer Urlaub hat’ (1. Hälfte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ferien · Urlaub
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitszeit Bauernhof Freizeit Karibik Krankheit Ostsee Rückkehr abbrechen bezahlt buchen dreiwöchig einwöchig erholsam fahren fliegen gebucht gönnen opfern schicken unbezahlt unterbrechen verbringen verleben verlängert vierwöchig weilen wohlverdient zurückkehren zurückkommen zweiwöchig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Urlaub‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In drei mal drei Meter kleinen Zimmern in zehnstöckigen Häusern möchte heute keiner mehr Urlaub machen.
Die Zeit, 19.12.1997, Nr. 52
Ihr machtet uns den Urlaub schön - noch schöner, ohne Frage.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 301
Und daß Du Filme hast, das freut mich riesig, ich hätte tatsächlich nicht einen Film für den kommenden Urlaub.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 03.03.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Ich sehe diesem Urlaub etwas mißtrauisch entgegen. Wenn Du schon schreibst, es läge etwas in der Luft.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 28.02.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
An einem Abend wie diesem hatte er sich vor sechzehn oder siebzehn Jahren auf seinen ersten eigenen Urlaub vorbereitet.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 103
Zitationshilfe
„Urlaub“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Urlaub>, abgerufen am 21.08.2018.

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