Usus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Usus · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Usus‹ als Erstglied: ↗usuell
eWDG, 1976

Bedeutung

Brauch, Gewohnheit, Sitte
Beispiele:
in den Abkürzungen hält sich der Verfasser an den internationalen Usus
im Gegensatz zum Usus der meisten Wörterbücher wird das Material hier nach Sachgebieten geboten
er fühlte sich dem Usus verpflichtet, nach seinem Urlaub alle Mitarbeiter persönlich zu begrüßen
etw. ist Usus
etw. ist üblich, entspricht den Gepflogenheiten
Beispiele:
das ist bei uns leider noch nicht Usus
das ist seit Generationen so Usus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Usus · usuell
Usus m. ‘Brauch, Herkommen, Gewohnheit, Sitte’; im 17. Jh. wird lat. ūsus ‘Benutzung, Anwendung, Gebrauch, Gewohnheit, Praxis’, Verbalabstraktum zu lat. ūtī (ūsus sum) ‘gebrauchen, anwenden, benutzen’, in dt. Texte aufgenommen und behält bis ins 18. Jh. lat. Flexion in den obliquen Kasus (z. B. in, ex ūsū, in, ad ūsum) bei. usuell Adj. ‘gebräuchlich, üblich’, Entlehnung (Anfang 18. Jh.) von gleichbed. frz. usuel; dieses nach spätlat. ūsuālis ‘zum Gebrauch dienlich, gewöhnlich’, das ebenfalls zu lat. ūtī (s. oben) gebildet ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Anstand · ↗Gepflogenheit · ↗Schicklichkeit  ●  Usus  ugs.
Synonymgruppe
Brauch · ↗Gepflogenheit · ↗Gewohnheit · ↗Konvention · ↗Regel · ↗Sitte · Usus  ●  ↗Usance  fachspr. · ↗Usanz  fachspr., schweiz.
Oberbegriffe
  • handlungsleitende Norm(en)
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

akademisch allgemein bisherig verbreitet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Usus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber es ist bei uns Usus, nicht über Zahlen zu sprechen.
Süddeutsche Zeitung, 26.06.2003
Es ist so fabelhaft Usus und innenpolitisch ungefährlich, auf die Kommunisten zu schimpfen.
Die Zeit, 15.02.1960, Nr. 07
Wie wenig interessieren die abstrakten Formen einer Verfassung und der Usus einer Verwaltung um ihrer selbst willen!
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Erster Teil: Das Altertum, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 663
Es ist in der Journalistik nicht Usus, sofort immer nach dem Gewährsmann zu fragen, da dieser doch zumeist verschwiegen wird.
Friedländer, Hugo: Prozeß Leckert-Lützow. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 9279
Nach dem bevorstehenden Usus wurde die Partitur den drei Kapellmeistern der Hofoper zur Begutachtung übergeben.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 29203
Zitationshilfe
„Usus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Usus>, abgerufen am 22.08.2019.

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Utensil
uterin