Völkerkunde, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungVöl-ker-kun-de
WortzerlegungVolk-kunde
Wortbildung mit ›Völkerkunde‹ als Erstglied: ↗völkerkundlich
eWDG, 1977

Bedeutung

Wissenschaft, die die Besonderheiten der Völker, besonders Geschichte und Kultur der in Urgemeinschaft lebenden Völker erforscht, Ethnographie, Ethnologie
Beispiele:
die beschreibende, vergleichende Völkerkunde
ein Museum für Völkerkunde

Thesaurus

Synonymgruppe
Ethnologie · Völkerkunde
Unterbegriffe
  • Ethnomusikologie · Musikethnologie  ●  vergleichende Musikwissenschaft  veraltet

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ist den Politikern das Wort Völkerkunde zu altmodisch, zu wenig werbewirksam?
Die Zeit, 15.09.1989, Nr. 38
Allerdings glich die Völkerkunde noch eher einem kolonialen Raritätenkabinett als nüchterner Wissenschaft.
Süddeutsche Zeitung, 20.06.2000
Auch die Abgrenzung der Völkerkunde, insbesondere gegen die Kulturgeschichte und die Gesellschaftswissenschaft, wird viel umstritten.
Scheidt, Walter: Kulturbiologie, Jena: Fischer 1930, S. 58
Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Fächern Kunst, Geschichte, Erziehung, Politik, Ökologie, Völkerkunde, Medizin und Psychiatrie.
o. A. [ah]: Seniorenstudium. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]
Die neuzeitliche Völkerkunde umkreist bekanntlich mit Leidenschaft den Seelenzustand der Primitiven.
Klages, Ludwig: Der Geist als Widersacher der Seele, 3. Band, Teil 1: Die Lehre von der Wirklichkeit der Bilder, Leipzig: Barth 1932, S. 6277
Zitationshilfe
„Völkerkunde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Völkerkunde>, abgerufen am 20.10.2019.

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