Veilchen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Veilchens · Nominativ Plural: Veilchen
Aussprache 
Worttrennung Veil-chen
Wortbildung  mit ›Veilchen‹ als Erstglied: ↗Veilchenduft · ↗Veilchenstrauß · ↗veilchenblau · ↗veilchenfarben
 ·  mit ›Veilchen‹ als Letztglied: ↗Alpenveilchen · ↗Hundsveilchen · ↗Märzenveilchen · ↗Märzveilchen
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
kleine, wild oder im Garten wachsende Pflanze mit gespornten, meist dunkelvioletten, stark duftenden Blüten
Beispiele:
im März blühen die ersten Veilchen
Veilchen suchen, pflücken
ein Strauß Veilchen
salopp, scherzhafter ist blau wie ein Veilchen (= sehr betrunken)
Ein Veilchen auf der Wiese stand, / Gebückt in sich und unbekannt [ GoetheVeilchen1,119]
Darüber blutete mein Herz, und zwei Monate lebte ich wie ein Veilchen im Verborgenen [ WelkGrambauer108]
2.
salopp, scherzhaft durch Schlag, Stoß blau verfärbte Haut in der Gegend des Auges
Beispiel:
der hatte ein ganz schönes Veilchen!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Veilchen n. Der Name der stark duftenden Frühlingsblume lautet ahd. fīol n. (11. Jh.), mhd. vīol m., vīole f. (mit Nebenformen wie vīal, vīel, veial), frühnhd. veil m., veil(e) f., nhd. Veiel m. (poetisch bis ins 19. Jh.). Er ist wie mnd. mnl. viōle, nl. viool, schwed. viol entlehnt aus lat. viola f. ‘Veilchen’, auch ‘Levkoje’, wahrscheinlich aus einer nicht-ie. Mittelmeersprache stammend. Die zuerst 1570 bezeugte Deminutivform Veilchen setzt sich im 17. Jh. durch; nur in poetischer Sprache begegnet danach gelegentlich Viole.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
blaues Auge  ●  Veilchen  ugs.
Assoziationen
Botanik
Synonymgruppe
Veilchen · ↗Viola (dt. Plural Violen)
Oberbegriffe
  • Blume  ●  Blühtrieb  fachspr. · blühender Trieb  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Veilchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Veilchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Veilchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch nach der Pause wurden die "Veilchen" nicht viel besser.
Die Zeit, 13.08.2006 (online)
Zuhause geblieben ist die Mutter einer achtjährigen Tochter aber wegen eines Veilchens noch nie.
Süddeutsche Zeitung, 26.02.2002
Aber noch einmal und noch auf dem Wege zur Linie "Veilchen" triumphierte die Ordnung.
Plievier, Theodor: Stalingrad, München u. a.: Desch 1973 [1946], S. 91
Hast Du in den fremden Gärten so ab und zu mal Veilchen entdecken können?
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 22.04.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Doch das spröde Veilchen verschmähte mich und floh vor mir.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 12.04.1942, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Veilchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Veilchen>, abgerufen am 20.09.2020.

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