Veranlassung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Veranlassung · Nominativ Plural: Veranlassungen
Aussprache
WorttrennungVer-an-las-sung (computergeneriert)
Wortzerlegungveranlassen-ung
Wortbildung mit ›Veranlassung‹ als Erstglied: ↗Veranlassungswort
eWDG, 1977

Bedeutung

Anlass, Beweggrund
Beispiele:
sie gab nie die geringste Veranlassung zu einem Streit
die Bemerkung gab ihm Veranlassung zu einer langen Erklärung
er sah, fand wenig Veranlassung einzugreifen
auf Veranlassung des Arztes das Rauchen einstellen
auf seine Veranlassung hin haben wir den Tisch gedeckt

Thesaurus

Synonymgruppe
Anlass · ↗Anregung · ↗Anreiz · ↗Anstoß · ↗Auslöser · ↗Beweggrund · ↗Grund · ↗Hintergrund · ↗Impuls · ↗Initialzündung · ↗Motiv · ↗Quelle · Stein des Anstoßes · ↗Stimulans · ↗Ursache · Veranlassung · ↗Wirkursache · der tiefere Sinn · im Hintergrund stehen
Assoziationen
  • Fehler im System · ↗Störquelle · systematischer Fehler  ●  ↗Konstruktionsfehler  fig. · ↗Webfehler  fig. · ↗Erbsünde  geh., fig. · ↗Geburtsfehler  geh., fig. · Quelle allen Übels  geh. · da liegt der Hase im Pfeffer  ugs., fig. · da liegt der Hund begraben  ugs., fig.
  • (Krankheit) ohne bekannte Ursache  ●  ↗idiopathisch  fachspr.
  • Entlastung · ↗Rechtfertigung · Schuldbefreiung  ●  ↗Exkulpation  fachspr., lat.
  • (auf etwas) zurückgehen · (auf etwas) zurückzuführen sein · (die) Gründe (dafür) sind in (...) zu suchen · (durch etwas / jemanden) verursacht sein · (einer Sache) geschuldet sein · (einer Sache) zuzuschreiben sein · (in etwas / jemandem) begründet sein · (seine) Ursache haben in · (seinen) Ursprung haben in · ↗(sich einer Sache) verdanken · (sich) erklären (aus / durch) · (sich) herleiten von · Grund dafür ist · Ursache dafür ist · ausgehen von · basieren auf · beruhen auf · die Ursachen (dafür) sind in (...) zu sehen · ↗entstammen · herrühren von · kommen von · liegen an · resultieren aus

Typische Verbindungen
computergeneriert

Annahme Besatzungsmacht Bundesanwaltschaft EM-sicherheitnsmaßnahme Generalbundesanwalt Herzog Jugendamt Kriminalpolizei Militärregierung Reichsregierung Staatsanwaltschaft Untersuchungsrichter Zinserhöhung beruflich beschlagnahmen bestehen betrieblich dazugeben dienstlich durchsuchen einberufen gegeben gehaben geheimhalten gering mindest sehen verhaften vorliegen zwingend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Veranlassung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich habe keine Veranlassung, meine bisherigen Erklärungen ständig zu wiederholen.
Der Tagesspiegel, 10.03.2001
Ich habe überhaupt keine Veranlassung, negativ auf diese vergangenen vier Jahre zurückzublicken.
Süddeutsche Zeitung, 01.12.1994
Es besteht meistens keine Veranlassung, mit diesen Gästen, wie man es so oft sieht, gleich eine Unterhaltung anzufangen.
Oheim, Gertrud: Einmaleins des guten Tons, Gütersloh: Bertelsmann 1957 [1955], S. 280
Es liegt hier nur keine Veranlassung vor, sich so unqualifizierbar zu benehmen.
Tucholsky, Kurt: An Hedwig Müller, 29.03.1934. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1934], S. 9676
Ich hatte keine Veranlassung, ihm seinen Glauben nehmen zu wollen.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 5125
Zitationshilfe
„Veranlassung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Veranlassung>, abgerufen am 23.10.2019.

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