Verbändestaat, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungVer-bän-de-staat
WortzerlegungVerband2Staat1
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Soziologie, (meist) abwertend Staat, in dem mächtige Interessenverbände allzu großen Einfluss haben

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darüber hinaus sprach er sich für ein Ende des "zersplitterten" Verbändestaates aus.
Süddeutsche Zeitung, 01.04.1999
Kommende Woche feiert der Verbändestaat wieder einmal ein paar tolle Tage.
Die Zeit, 15.11.1999, Nr. 46
Dabei ist das System Hartz alles andere als ein Kompliment an die Ministerialbürokratie und den deutschen Verbändestaat.
Der Tagesspiegel, 30.09.2002
Allerdings gelangt das Volk daneben auch durch die unorganisierte öffentliche Meinung und durch eine Vielzahl sozialer Gruppenmächte (»Verbändestaat«) zu politischer Geltung.
Zülch, W.: Verfassungen in der BRD und DDR. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 35043
Eschenburg prägte Begriffe wie die der "Kanzlerdemokratie", "Ämterpatronage", "Gefälligkeitsstaat" oder "Verbändestaat".
Die Welt, 13.07.1999
Zitationshilfe
„Verbändestaat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verbändestaat>, abgerufen am 23.03.2019.

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