Verbalinjurie

GrammatikSubstantiv
WorttrennungVer-bal-in-ju-rie (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

veraltend in Worten ausgedrückte Beleidigung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Injurie · Verbalinjurie
Injurie f. ‘Beleidigung’. Lat. iniūria ‘Rechtsverletzung, Ungerechtigkeit, Gewalttätigkeit, Beleidigung’ (mit der Negationspartikel in-, s. ↗in-, zu lat. iūs ‘Recht’, s. ↗Jura; vgl. lat. iniūrius Adj. ‘ungerecht’) wird als geläufiger Ausdruck der Rechtssprache bereits im 16. Jh. eingedeutscht. Verbalinjurie f. ‘Beleidigung durch Worte’ (17. Jh.), in der lat. Wissenschaftssprache iniuria verbalis.

Thesaurus

Synonymgruppe
Beleidigung · ↗Beschimpfung · ↗Verhöhnung · böse Zungen (sagen o.ä.)  ●  ↗Injurie  geh., bildungssprachlich · ↗Invektive  geh., bildungssprachlich · ↗Schmähung  geh. · Verbalinjurie  geh., bildungssprachlich
Oberbegriffe
  • Ehrverletzung  ●  Ehrdelikt  fachspr., juristisch · Ehrverletzungsdelikt  fachspr., juristisch
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Affront · ↗Beleidigung · ↗Diskreditierung · ↗Erniedrigung · ↗Herabwürdigung · ↗Insult · ↗Kränkung · ↗Schimpf · Verbalinjurie · ↗Verletzung · ↗Verunglimpfung · schwere Beleidigung  ●  Schlag ins Gesicht  fig.
Oberbegriffe
  • Ehrverletzung  ●  Ehrdelikt  fachspr., juristisch · Ehrverletzungsdelikt  fachspr., juristisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

belegen derartig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verbalinjurie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann rutschten ihm Verbalinjurien heraus, das komme vor, und er bedauere das.
Die Zeit, 07.10.2004, Nr. 42
Das kommt auch dem Austausch von Verbalinjurien auf dem Heimweg zugute.
Die Welt, 28.06.2000
Das erste Stockwerk bedeutet nämlich nur eingedrücktes Blech, ein paar blaue Flecken und Verbalinjurien.
Spoerl, Alexander: Mit dem Auto auf Du, Berlin u. a.: Dt. Buchgemeinschaft 1961 [1953], S. 378
Ja du unterdrückst eine Verbalinjurie gegen den Kunstbuttermann, weil er deine ungeübte Zunge zu einer Kostprobe mißbraucht hat.
Völkischer Beobachter (Reichsausgabe), 02.03.1929
Zu den unentschuldbaren Formen des Redens gehören natürlich alle Arten persönlicher Beleidigung (»Verbalinjurien«), aber auch Fragen nach besonders schmerzhaften Mißerfolgen und Erfahrungen des Gesprächspartners.
Commer, Heinrich: Managerknigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1985], S. 9030
Zitationshilfe
„Verbalinjurie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verbalinjurie>, abgerufen am 21.03.2019.

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