Verbrauch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Verbrauch(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungVer-brauch (computergeneriert)
Grundformverbrauchen
Wortbildung mit ›Verbrauch‹ als Erstglied: ↗Verbrauchsabrechnung · ↗Verbrauchsangabe · ↗Verbrauchsgegenstand · ↗Verbrauchsgut
 ·  mit ›Verbrauch‹ als Letztglied: ↗Benzinverbrauch · ↗Bierverbrauch · ↗Brennstoffverbrauch · ↗Durchschnittsverbrauch · ↗Eigenverbrauch · ↗Endverbrauch · ↗Energieverbrauch · ↗Flottenverbrauch · ↗Flächenverbrauch · ↗Gasverbrauch · ↗Gesamtverbrauch · ↗Großverbrauch · ↗Holzverbrauch · ↗Höchstverbrauch · ↗Kraftstoffverbrauch · ↗Letztverbrauch · ↗Massenverbrauch · ↗Materialverbrauch · ↗Mehrverbrauch · ↗Minderverbrauch · ↗Normalverbrauch · ↗Normverbrauch · ↗Primärenergieverbrauch · ↗Pro-Kopf-Verbrauch · ↗Ressourcenverbrauch · ↗Schnapsverbrauch · ↗Sofortverbrauch · ↗Spritverbrauch · ↗Staatsverbrauch · ↗Stromverbrauch · ↗Tagesverbrauch · ↗Treibstoffverbrauch · ↗Wasserverbrauch · ↗Wurstverbrauch · ↗Ölverbrauch
eWDG, 1977

Bedeutung

das Verbrauchen
Beispiele:
der Verbrauch an Nahrungsmitteln ist gestiegen
einen großen Verbrauch an Schuhen, Papier haben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

brauchen · Brauch · Brauchtum · brauchbar · Brauchbarkeit · gebrauchen · Gebrauch · mißbrauchen · Mißbrauch · verbrauchen · Verbrauch · Verbraucher
brauchen Vb. ‘nötig haben’, ahd. brūhhan, brūhhen ‘genießen, nutzen, ausüben’ (8. Jh.), mhd. brūchen, asächs. brūkan, mnl. brūken ‘brauchen, genießen’, afries. brūka ‘nötig haben’, aengl. brūcan ‘nützlichen Anteil haben’, engl. to brook ‘gebrauchen’, got. brūkjan ‘genießen, sich erfreuen, gebrauchen’ (germ. *brūk-) zeigen unterschiedliche Flexionsweisen (stark im Aengl., schwach im Got., sonst starke Präsens- und schwache Präteritalformen). Verwandtschaftlich nahe steht wohl lat. fruī ‘genießen, Nutzen ziehen’ und frūx, frūctus (s. ↗Frucht). Das nur aus dem Germ. und Ital. zu erschließende ie. *bhrūg- ‘Frucht, genießen, gebrauchen’ ist vielleicht Gutturalerweiterung des in ↗Brosame (s. d.) und seinen Verwandten mit s-Erweiterung vorliegenden ie. *bhrē̌u-, *bhrū̌- ‘abschaben, abstreifen, zerschlagen, zerbrechen’ (zur Wurzel ie. *bher- ‘mit einem scharfen oder spitzen Werkzeug bearbeiten, schneiden’). Für ie. *bhrūg- könnte daher eine älteste Bedeutung ‘sich Früchte zum Genuß abbrechen oder abstreifen’ erschlossen werden. Die semantische Entwicklung des dt. Verbs führt von ‘nützlichen Anteil haben, genießen’ über ‘nutzen, gebrauchen’ zu seit dem 17. Jh. üblichem ‘nötig haben’. Brauch m. ‘Gewohnheit, Sitte’, ahd. brūh (10./11. Jh.), mhd. brūch. Brauchtum n. ‘volkstümliche Sitten und Gebräuche’ (20. Jh.). brauchbar Adj. ‘geeignet’, spätmhd. brūchbar; dazu Brauchbarkeit f. (18. Jh.). gebrauchen Vb. ‘benutzen, verwenden’, ahd. gibrūhhan, gibrūhhen (11. Jh.), mhd. gebrūchen; Gebrauch m. ‘Verwendung’, mhd. gebrūch. mißbrauchen Vb. ‘in unstatthafter Weise gebrauchen’, ahd. missabrūhhan (9. Jh.), mhd. missebrūchen (s. ↗miß-); Mißbrauch m. (16. Jh.; vgl. ahd. missibrūhhida, 9. Jh.). verbrauchen Vb. ‘völlig verwenden, abnutzen, verschleißen’, ahd. firbrūhhen (10./11. Jh.), mhd. verbrūchen; Verbrauch m. (18. Jh.); Verbraucher m. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Konsum · Verbrauch  ●  ↗Konsumption  fachspr. · ↗Konsumtion  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Genuss · Verbrauch
  • multipler Substanzgebrauch  ●  Mischkonsum  ugs.
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
Genuss · Verbrauch
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Abnutzung · Verbrauch · ↗Verschleiß
Unterbegriffe
  • Reaktionsschichtverschleiß · Tribooxidation
  • Erosionsverschleiß · Furchverschleiß · abrasiver Verschleiß
  • False Brinelling · Muldenbildung · Riffelbildung · Stillstandsmarkierung
Assoziationen
  • Coulombsche Reibung · Festkörperreibung · Äußere Reibung
  • Obsoleszenz · Veralterung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brennstoff Embryo Emission Energie Erzeugung Fahrleistung Heizöl Kilowattstunde Km Kohle Liter Primärenergie Ressource Rohstoff Zunahme alsbaldig angeben drosseln durchschnittlich gering geschätzt inländisch niedrig privat rückläufig senken sinkend sparsam spezifisch steigend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verbrauch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Tatsächlich ist der Verbrauch von Butter zugunsten der gesünderen pflanzlichen Fette zurückgegangen.
Die Welt, 24.01.2005
Ebenso hat der Verbrauch von Gemüse in den letzten Jahren erheblich zugenommen.
Der Tagesspiegel, 19.12.2000
Der Verbrauch vor der Blockade lag bei etwa 3000 t täglich.
o. A.: 1948. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 19680
Weil der Kaffee angeblich knapp werden sollte, hatten sie sich rasch auf seinen Verbrauch umgestellt.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 27
Er repräsentiert prachtvoll, er verbraucht und lädt zum Verbrauch ein.
Mann, Golo: Politische Entwicklung Europas und Amerikas 1815-1871. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17176
Zitationshilfe
„Verbrauch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verbrauch>, abgerufen am 16.10.2019.

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