Verbum, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Verbums · Nominativ Plural: Verba
WorttrennungVer-bum (computergeneriert)
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

selten
Synonym zu Verb
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Verbum · Verb · verbal · verbalisieren
Verbum Verb n. einen Vorgang oder Zustand schilderndes Aussagewort, ‘Tätigkeits-, Zeitwort’. Der grammatische Terminus lat. verbum wird in dem genannten Sinne im 15. Jh. in dt. grammatische Schriften aufgenommen; ohne lat. Endung auftretendes Verb begegnet in der 1. Hälfte des 18. Jhs., setzt sich aber erst gegen Ende des 19. Jhs. durch. Als dt. Ausdrücke finden sich Zeitwort (15. Jh.), Sagwort, Sprechwort (17. Jh.), thätiges Zeitwort, Thätigkeitswort (19. Jh.). Für lat. verbum, eigentlich ‘Wort, Ausdruck, (zusammenhängende) Rede, (Sinn)spruch’, steht außerhalb der grammatischen Fachsprache als dt. Äquivalent Wort (seit ahd. Zeit). verbal Adj. ‘auf sprachlicher, mündlicher Aussage beruhend, mit Worten, wörtlich’ (um 1700), in der Grammatik ‘auf dem Verb beruhend, von ihm abgeleitet, das Verb betreffend, als Verb gebraucht’ (1. Hälfte 19. Jh.), aus spätlat. verbālis ‘zum Wort, zum Verb, Zeitwort gehörig’. verbalisieren Vb. ‘mündlich verhandeln, Aussagen zu Protokoll geben’, auch ‘unnütze Worte machen’ (1. Hälfte 19. Jh.), vielleicht unter Einwirkung von frz. verbaliser ‘mündlich verhandeln, ein Protokoll aufnehmen, viele Worte machen’. Allgemein ‘in Worte fassen, mit Worten ausdrücken’, in der Sprachwissenschaft ‘in Sprache umsetzen, zu einem Wort, Nomen ein Verb bilden, daraus ableiten’ (20. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Adjektiv Beugung Gebrauch Konjugation Nomen Objekt Substantiv Tempus Verwendung Zweck aktiv ausdrücken gebrauchen intransitiv lateinisch passiv transitiv unregelmäßig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verbum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es gibt einen Verlust, vor allem einen Verlust an Verben.
Der Tagesspiegel, 23.01.2000
Der Mann, der den Tisch nicht mehr Tisch nannte, fand es irgendwann lustig, auch die Verben auszutauschen.
Süddeutsche Zeitung, 22.01.2000
Er spielt nämlich gegen sie die christliche Lehre vom Verbum aus.
Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 410
Das Verbum läßt sich gar nicht ohne diese vervollständigenden Nebenbestimmungen nach Mexikanischer Vorstellungsweise denken.
Cassirer, Ernst: Philosophie der symbolischen Formen, Darmstadt: Wiss. Buchges. 1994 [1923], S. 236
Die vier letzten Kategorien tasten noch unklarer um die Formen des Verbums herum.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26842
Zitationshilfe
„Verbum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verbum>, abgerufen am 06.12.2019.

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