Verdammung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Verdammung · Nominativ Plural: Verdammungen · wird selten im Plural verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ver-dam-mung
Wortzerlegung verdammen-ung
Wortbildung  mit ›Verdammung‹ als Erstglied: ↗verdammungswürdig
Wahrig und DWDS

Bedeutungen

1.
scharfes Verurteilen von jmdm., etw.
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: moralische, pauschale Verdammung
mit Genitivattribut: die Verdammung des Krieges, der Kunst
Beispiele:
[…] eine Verdammung der Gewaltakte gegen israelische Zivilisten oder gar den Aufruf zur Beendigung der Intifada blieb er [Arafat] dem israelischen und westlichen Publikum schuldig. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2001]
Handelt es sich bei Scorseses jüngstem Regie‑Ausflug ins kriminelle Milieu um eine Verdammung oder eine Glorifizierung der Geldgier und Korruption? [Neue Zürcher Zeitung, 12.01.2014]
Der hysterischen Verdammung seiner Kunst kann er nur ein Lächeln abgewinnen. [Der Tagesspiegel, 24.08.2003]
Das Christentum hat zum Beispiel mit der Verdammung, Entheiligung und Entwürdigung des Geschlechtslebens allein schon maßloses Unheil angerichtet. [Hauptmann, Gerhart: Der Narr in Christo Emanuel Quint, Berlin: Aufbau-Verl. 1962 [1910], S. 377]
Stilvorschriften, vermeintlich korrekte Botschaften, Verdikte des Nichtdarstellbaren, Verdammungen ganzer vergangener Epochen wie etwa des Historismus begleiteten […] alle Phasen des Moderne[…]. [Berliner Zeitung, 29.05.2004] ungewöhnl. Pl.
2.
Religion Verurteilung zur ewigen Höllenstrafe, Verdammnis
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ewige Verdammung
Beispiele:
Er [ein Prediger] erklärte auch, wer nicht den Islam annehme, dessen Bleibe sei »die ewige Verdammung in der Hölle«. [Der Standard, 15.11.2016]
Dem Frommen gilt sie [die Wollust] als Todsünde, die eine ewige Verdammung nach sich zieht, der Lebemann begrüßt sie als Anreiz, seiner Lust zu frönen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2005]
[…] Christus muß die Gnade »abverdienen«, nämlich »dem Gesetz genugtun« und die Schuld durch sein unschuldiges Leiden und Sterben »bezahlen«, wobei er alle Sünden auf sich nimmt und auch die ewige Verdammung schmecken muß. [Kettler, F. H.: Versöhnung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 34347]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausgrenzung · ↗Ausschluss · ↗Bann · ↗Bannfluch · ↗Untersagung · ↗Verbannung · ↗Verbot · Verdammung · ↗Verfemung · ↗Ächtung  ●  ↗Bannstrahl  fig.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Briand-Kellogg-Pakt · Kellogg-Briand-Pakt · Kellogg-Pakt · Pariser Vertrag
  • Scherbengericht  ●  Ostrakismos  griechisch · ↗Ostrazismus  lat., griechisch

Typische Verbindungen zu ›Verdammung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verdammung‹.

Zitationshilfe
„Verdammung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verdammung>, abgerufen am 17.05.2021.

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