Verdienst, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Verdienstes · Nominativ Plural: Verdienste
Aussprache
WorttrennungVer-dienst (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Verdienst‹ als Erstglied: ↗Verdienstausfall · ↗Verdienstfest · ↗Verdienstminderung · ↗Verdienstmöglichkeit · ↗Verdienstnachweis · ↗Verdienstquelle · ↗Verdienstspanne · ↗verdienstlos
 ·  mit ›Verdienst‹ als Letztglied: ↗Arbeitsverdienst · ↗Bruttoverdienst · ↗Doppelverdienst · ↗Durchschnittsverdienst · ↗Jahresverdienst · ↗Monatsverdienst · ↗Nebenverdienst · ↗Nettoverdienst · ↗Reinverdienst · ↗Stundenverdienst · ↗Zusatzverdienst
eWDG, 1977

Bedeutung

durch Arbeit verdientes Geld, Lohn, Gehalt, Einkommen
Beispiele:
einen hohen, guten, geringen, schmalen Verdienst haben
umgangssprachlich einen schönen Verdienst haben
einen Teil seines Verdienstes sparen, zurücklegen, abgeben
ohne Verdienst sein
sein monatlicher Verdienst ist ausreichend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dienen · Diener · dienern · dienlich · Dienst · Dienstmann · verdienen · Verdienst · verdienstlich
dienen Vb. ‘für jmdn. etw. tun, ihm helfen, abhängig sein’, ahd. thionōn (8. Jh.), mhd. dienen, asächs. thionon, mnd. dēnen, mnl. nl. dienen, anord. (aus dem Mnd.?) þjōna, schwed. tjäna (germ. *þewanōn) ist eine mit -n- erweiterte Ableitung von germ. *þewa- ‘Sklave, Knecht’, das in got. þius ‘Knecht’, urnord. þewaʀ ‘Diener, Lehnsmann’, aengl. þēo(w) ‘Diener, Knecht, Unfreier’ bezeugt ist (s. auch ↗Demut). Verbindet man germ. *þewa- mit aind. takti ‘eilt’, lit. tekė́ti ‘laufen, fließen, rinnen’, aslaw. tešti ‘laufen, rennen’, russ. teč’ (течь) ‘fließen’, so ist Anschluß an die Wurzel ie. *teku̯- ‘laufen, fließen’ möglich. Für das Subst. ergäbe sich eine Bedeutungsentwicklung von ‘Läufer’ zu ‘Knecht’ und für das abgeleitete Verb eine Ausgangsbedeutung ‘Knecht sein’, die schließlich den Sinn ‘behilflich sein’ und (bei Sachen) ‘nützlich, geeignet sein’ annimmt. Diener m. ‘Aufwärter, Hausangestellter’, auch ‘wer im Auftrage einer Institution, in der Bindung an eine Aufgabe seine Pflicht erfüllt’, ahd. thionāri (11. Jh.), mhd. dienære; danach (Ende 17. Jh.) ‘Verbeugung’ (nach der Art eines Bediensteten, eines Untertans), wozu dienern Vb. ‘sich (mehrmals) verbeugen’ (19. Jh.). dienlich Adj. ‘nützlich, förderlich’ (14. Jh.). Dienst m. ‘Arbeitsverhältnis im Haushalt’, allgemeiner ‘Berufs-, Amtspflicht’; das mit dem ie. Suffix -st- zum Verb gebildete Abstraktum (germ. *þewanōst-) bezeichnet die Tätigkeit des Dienens, ahd. thionōst (8. Jh.), mhd. dienest ‘Ergebenheit, Ausübung religiöser Pflichten, Aufwartung, Erfüllung standesrechtlicher Verpflichtungen innerhalb des Feudalsystems’, asächs. thionost und (erweitert zum fem. n-Stamm) anord. þjōnusta f. Dienstmann m. ‘Besorger von Botengängen’ (19. Jh.), ahd. thionōstman (8. Jh.), mhd. dienestman ‘Knecht, Helfer’, dann auch (in der Übersetzung von mlat. ministerialis) ‘niederer Lehnsmann’. verdienen Vb. ‘durch Arbeit erwerben’ (z. B. Lohn), ‘für seine Bemühungen wert sein’ (z. B. Lob, Tadel), ahd. firthionōn (um 1000), mhd. verdienen. Verdienst m. ‘Erwerb, Lohn, Gewinn’, n. ‘anerkennenswerte (oder auch schuldhafte) Tat’, frühnhd. verdienst, mnd. vordēnst. verdienstlich Adj. ‘anerkennungswürdig’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Einkommen · ↗Einkommensquelle · Einkünfte · Einnahmen · Verdienst  ●  ↗Broterwerb  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Errungenschaft · ↗Leistung · ↗Meriten · Verdienst · Verdienste
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Arbeitsentgelt · ↗Aufwandsentschädigung · ↗Besoldung · ↗Bezahlung · Bezüge · Einkünfte · ↗Entgelt · ↗Entlohnung · ↗Gage · ↗Gehalt · ↗Gratifikation · ↗Heuer · ↗Honorar · ↗Kostenerstattung · ↗Löhnung · Salair · ↗Tantieme · Verdienst · ↗Vergütung  ●  ↗Abgeltung  österr., schweiz. · ↗Einkommen  Hauptform · ↗Entlöhnung  schweiz. · ↗Lohn  Hauptform · ↗Salär  schweiz. · ↗Lohntüte  ugs.
Oberbegriffe
  • Geld  ●  klingende Münze  fig. · ↗Asche  ugs. · Bares  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Flöhe  ugs. · ↗Heu  ugs. · ↗Kies  ugs. · ↗Knete  ugs. · ↗Kohle  ugs. · ↗Kröten  ugs. · ↗Mammon  ugs. · ↗Moneten  ugs. · ↗Moos  ugs. · Mäuse  ugs. · Ocken  ugs. · ↗Patte  ugs. · ↗Penunze  ugs. · ↗Piepen  ugs. · ↗Pulver  ugs. · ↗Rubel  ugs. · ↗Schotter  ugs. · Steine  ugs. · ↗Taler  ugs. · ↗Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anerkennung Auszeichnung Orden Vaterland Verständigung Würdigung anrechnen ausgezeichnet außerordentlichen besondere bleibende erworben gebührt geehrt geringste große herausragende hervorhob hervorragende historischen rühmte schmälern unbestreitbare unbestritten unschätzbare verliehen würdigte zugeschrieben zukommt zweifelhafte

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber ihr werde auch das Verdienst zuteil, in ihm die Energien freigesetzt zu haben, ohne die seine letzten Werke nicht mehr entstanden wären.
Die Zeit, 12.12.2011, Nr. 50
Dass 1860 letztlich abgestiegen ist, war somit auch der Verdienst von Götz, aber nicht nur natürlich.
Süddeutsche Zeitung, 30.12.2004
Daß ich mich heute von ihnen frei weiß, ist gewiß nicht allein mein Verdienst.
Hermlin, Stephan: Abendlicht, Leipzig: Reclam 1981 [1979], S. 40
Kaufen konnte man sie unmöglich alle bei dem geringen Verdienst.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Dieser Verdienst war zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 22044
Zitationshilfe
„Verdienst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verdienst#1>, abgerufen am 23.02.2018.

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Verdienst, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Verdienstes · Nominativ Plural: Verdienste
Aussprache
WorttrennungVer-dienst (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Verdienst‹ als Erstglied: ↗Verdienstkreuz · ↗Verdienstmedaille · ↗Verdienstorden · ↗verdienstlich · ↗verdienstvoll
 ·  mit ›Verdienst‹ als Letztglied: ↗Hauptverdienst
eWDG, 1977

Bedeutung

Tat, Leistung, die Anerkennung, Dank verdient
Beispiele:
seine Verdienste als Ingenieur, Arzt sind bekannt, sollen durch diese Auszeichnung gewürdigt werden
sein besonderes, bleibendes, persönliches Verdienst besteht darin, dass ...
das außerordentliche, historische, weltgeschichtliche Verdienst eines Staatsmannes
es ist (nicht) dein Verdienst, dass alles so gut verlaufen ist
jmdn. nach seinen Verdiensten behandeln, belohnen
jmds. Verdienste schmälern, herabsetzen, überbetonen
sich [Dativ] ein Verdienst, Verdienste erwerbenetw. leisten, das Anerkennung, Dank verdient
Beispiele:
er hat sich bedeutende, außergewöhnliche Verdienste um die Wissenschaft, den Wiederaufbau der Stadt, den Sport erworben
er hat große Verdienste auf diesem Gebiet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dienen · Diener · dienern · dienlich · Dienst · Dienstmann · verdienen · Verdienst · verdienstlich
dienen Vb. ‘für jmdn. etw. tun, ihm helfen, abhängig sein’, ahd. thionōn (8. Jh.), mhd. dienen, asächs. thionon, mnd. dēnen, mnl. nl. dienen, anord. (aus dem Mnd.?) þjōna, schwed. tjäna (germ. *þewanōn) ist eine mit -n- erweiterte Ableitung von germ. *þewa- ‘Sklave, Knecht’, das in got. þius ‘Knecht’, urnord. þewaʀ ‘Diener, Lehnsmann’, aengl. þēo(w) ‘Diener, Knecht, Unfreier’ bezeugt ist (s. auch ↗Demut). Verbindet man germ. *þewa- mit aind. takti ‘eilt’, lit. tekė́ti ‘laufen, fließen, rinnen’, aslaw. tešti ‘laufen, rennen’, russ. teč’ (течь) ‘fließen’, so ist Anschluß an die Wurzel ie. *teku̯- ‘laufen, fließen’ möglich. Für das Subst. ergäbe sich eine Bedeutungsentwicklung von ‘Läufer’ zu ‘Knecht’ und für das abgeleitete Verb eine Ausgangsbedeutung ‘Knecht sein’, die schließlich den Sinn ‘behilflich sein’ und (bei Sachen) ‘nützlich, geeignet sein’ annimmt. Diener m. ‘Aufwärter, Hausangestellter’, auch ‘wer im Auftrage einer Institution, in der Bindung an eine Aufgabe seine Pflicht erfüllt’, ahd. thionāri (11. Jh.), mhd. dienære; danach (Ende 17. Jh.) ‘Verbeugung’ (nach der Art eines Bediensteten, eines Untertans), wozu dienern Vb. ‘sich (mehrmals) verbeugen’ (19. Jh.). dienlich Adj. ‘nützlich, förderlich’ (14. Jh.). Dienst m. ‘Arbeitsverhältnis im Haushalt’, allgemeiner ‘Berufs-, Amtspflicht’; das mit dem ie. Suffix -st- zum Verb gebildete Abstraktum (germ. *þewanōst-) bezeichnet die Tätigkeit des Dienens, ahd. thionōst (8. Jh.), mhd. dienest ‘Ergebenheit, Ausübung religiöser Pflichten, Aufwartung, Erfüllung standesrechtlicher Verpflichtungen innerhalb des Feudalsystems’, asächs. thionost und (erweitert zum fem. n-Stamm) anord. þjōnusta f. Dienstmann m. ‘Besorger von Botengängen’ (19. Jh.), ahd. thionōstman (8. Jh.), mhd. dienestman ‘Knecht, Helfer’, dann auch (in der Übersetzung von mlat. ministerialis) ‘niederer Lehnsmann’. verdienen Vb. ‘durch Arbeit erwerben’ (z. B. Lohn), ‘für seine Bemühungen wert sein’ (z. B. Lob, Tadel), ahd. firthionōn (um 1000), mhd. verdienen. Verdienst m. ‘Erwerb, Lohn, Gewinn’, n. ‘anerkennenswerte (oder auch schuldhafte) Tat’, frühnhd. verdienst, mnd. vordēnst. verdienstlich Adj. ‘anerkennungswürdig’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Einkommen · ↗Einkommensquelle · Einkünfte · Einnahmen · Verdienst  ●  ↗Broterwerb  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Errungenschaft · ↗Leistung · ↗Meriten · Verdienst · Verdienste
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Arbeitsentgelt · ↗Aufwandsentschädigung · ↗Besoldung · ↗Bezahlung · Bezüge · Einkünfte · ↗Entgelt · ↗Entlohnung · ↗Gage · ↗Gehalt · ↗Gratifikation · ↗Heuer · ↗Honorar · ↗Kostenerstattung · ↗Löhnung · Salair · ↗Tantieme · Verdienst · ↗Vergütung  ●  ↗Abgeltung  österr., schweiz. · ↗Einkommen  Hauptform · ↗Entlöhnung  schweiz. · ↗Lohn  Hauptform · ↗Salär  schweiz. · ↗Lohntüte  ugs.
Oberbegriffe
  • Geld  ●  klingende Münze  fig. · ↗Asche  ugs. · Bares  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Flöhe  ugs. · ↗Heu  ugs. · ↗Kies  ugs. · ↗Knete  ugs. · ↗Kohle  ugs. · ↗Kröten  ugs. · ↗Mammon  ugs. · ↗Moneten  ugs. · ↗Moos  ugs. · Mäuse  ugs. · Ocken  ugs. · ↗Patte  ugs. · ↗Penunze  ugs. · ↗Piepen  ugs. · ↗Pulver  ugs. · ↗Rubel  ugs. · ↗Schotter  ugs. · Steine  ugs. · ↗Taler  ugs. · ↗Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anerkennung Auszeichnung Orden Vaterland Verständigung Würdigung anrechnen ausgezeichnet außerordentlichen besondere bleibende erworben gebührt geehrt geringste große herausragende hervorhob hervorragende historischen rühmte schmälern unbestreitbare unbestritten unschätzbare verliehen würdigte zugeschrieben zukommt zweifelhafte

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verdienst‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber ihr werde auch das Verdienst zuteil, in ihm die Energien freigesetzt zu haben, ohne die seine letzten Werke nicht mehr entstanden wären.
Die Zeit, 12.12.2011, Nr. 50
Dass 1860 letztlich abgestiegen ist, war somit auch der Verdienst von Götz, aber nicht nur natürlich.
Süddeutsche Zeitung, 30.12.2004
Daß ich mich heute von ihnen frei weiß, ist gewiß nicht allein mein Verdienst.
Hermlin, Stephan: Abendlicht, Leipzig: Reclam 1981 [1979], S. 40
Kaufen konnte man sie unmöglich alle bei dem geringen Verdienst.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Dieser Verdienst war zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 22044
Zitationshilfe
„Verdienst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verdienst#2>, abgerufen am 23.02.2018.

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