Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Verein, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Verein(e)s · Nominativ Plural: Vereine
Aussprache 
Worttrennung Ver-ein
Wortbildung  mit ›Verein‹ als Erstglied: Vereinsabend · Vereinsabzeichen · Vereinsarbeit · Vereinsbeitrag · Vereinsbruder · Vereinself · Vereinsfahne · Vereinsfarbe · Vereinsfreund · Vereinsfunktionär · Vereinsfußball · Vereinsführung · Vereinsgelände · Vereinsgeschichte · Vereinsgesetz · Vereinsgruppe · Vereinshaus · Vereinsheim · Vereinsjahr · Vereinskamerad · Vereinskasse · Vereinskollege · Vereinskosten · Vereinsleben · Vereinsleitung · Vereinslokal · Vereinsmannschaft · Vereinsmeierei · Vereinsmitglied · Vereinsnadel · Vereinsobmann · Vereinspräsident · Vereinsregister · Vereinssatzung · Vereinssport · Vereinsstatut · Vereinstag · Vereinstätigkeit · Vereinsvermögen · Vereinsvorsitzende · Vereinsvorstand · Vereinswechsel · Vereinswesen · Vereinszimmer · vereinseigen · vereinsintern · vereinslos
 ·  mit ›Verein‹ als Letztglied: Abmahnverein · Abstinenzverein · Alpenverein · Anwaltsverein · Anwaltverein · Arbeiterbildungsverein · Arbeiterverein · Bauverein · Behindertenverein · Betreuungsverein · Bezirksverein · Bildungsverein · Blindenverein · Börsenverein · Bühnenverein · Bürgerverein · Debattierverein · Elternverein · Erstligaverein · Fachverein · Frauenverein · Fremdenverkehrsverein · Fußballverein · Förderverein · Gebirgsverein · Gesamtverein · Gesangsverein · Gesangverein · Geschichtsverein · Gesellenverein · Gewerbeverein · Gewerkverein · Großverein · Grundbesitzerverein · Heimatverein · Hilfsverein · Idealverein · Jahrgängerverein · Jugendverein · Karnevalsverein · Kleingartenverein · Konsumverein · Kriegerverein · Kulturverein · Kunstverein · Künstlerverein · Landesverein · Landfrauenverein · Lehrerverein · Leseverein · Mieterverein · Moscheeverein · Museumsverein · Musikverein · Männerverein · Nachbarschaftsverein · Ortsverein · Partnerschaftsverein · Partnerverein · Profiverein · Quartiersverein · Quartierverein · Reiterverein · Rennverein · Ringverein · Ruderverein · Schulverein · Schwimmverein · Schützenverein · Siedlerverein · Spitzenverein · Sportverein · Sprachverein · Temperenzverein · Tierschutzverein · Trachtenverein · Traditionsverein · Trägerverein · Turnverein · Vergnügungsverein · Verkehrsverein · Verschönerungsverein · Versicherungsverein · Wahlverein · Wanderverein · Weltpostverein · Wohltätigkeitsverein · Zentralverein · Zweigverein · Zweitligaverein
eWDG

Bedeutungen

1.
Zusammenschluss, Vereinigung von Personen zu dem Zweck, sich auf einem bestimmten Gebiet gemeinsam zu betätigen, gemeinsame Interessen zu pflegen
Beispiele:
einen Verein gründen
einem Verein beitreten, angehören
in einen Verein eintreten
in einem Verein sein
aus einem Verein austreten, ausgeschlossen werden
ein eingetragener Verein (= Verein, der durch Eintragung in das Vereinsregister Rechtsfähigkeit erlangt hat)
die Satzungen eines Vereins
ein literarischer Verein
ein Verein für die Zucht von Rassehunden
in ihrer Jugend war sie Mitglied eines Vereins für …
umgangssprachlich, spöttisch, übertragen Gruppe von Menschen, an deren Verhalten Kritik geübt wird
Beispiele:
ihr seid mir ja ein lahmer Verein (= ihr seid nicht aktiv)
das ist ja, ihr seid ein schöner, müder, lustiger Verein!
2.
im Verein mitzusammen mit, im Zusammenwirken mit
Beispiele:
die Feuerwehr führte im Verein mit dem Roten Kreuz die Rettungsaktion durch
hohe Schnürstiefel gaben ihm im Verein mit einer kleinen Krimmermütze einen sportgerechten Aufzug [ A. ZweigRegenbogen144]
gehoben, spöttisch im trauten Vereinin nicht erwartetem Miteinander, Einvernehmen
Beispiel:
dort saß Peter in trautem Verein mit seinem Widersacher
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

vereinen · Verein
vereinen Vb. ‘zu einer Einheit, einem Ganzen zusammenfassen, in Übereinstimmung bringen’, reflexiv ‘sich (zu gemeinsamem Tun) zusammenfinden, zusammenschließen’, ahd. fireinen ‘mit sich eins werden, sich entschließen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. vereinen ‘einigen, verbinden, mit sich eins werden, sich entschließen’, auch ‘sich vereinsamen, absondern, allein sein’, mnd. vorēnen, voreinen, mnl. verēnen, nl. verenen ist eine verstärkende Präfixbildung zu dem unter einen (s. d.) behandelten Verb. Entsprechend vereinigen Vb. (s. einig1 Adj.). – Verein m. ‘Zusammenschluß, Vereinigung von Personen mit gemeinsamen Zielen’ (18. Jh.), älter frühnhd. Vereine f. ‘Vereinigung, Übereinkommen’ (16. Jh.). Aus dem Gebrauch ‘Zustand des Vereintseins, der Gemeinsamkeit’ (18. Jh.), vgl. im Verein (mit) ‘gemeinsam, im Zusammenwirken mit’ (19. Jh.), entwickelt sich das Substantiv zur Bezeichnung einer zusammengeschlossenen Gruppe von Personen (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Club · Klub · Verein
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Verein‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verein‹.

Verwendungsbeispiele für ›Verein‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur wenige Sammler besitzen sie, jedoch jeder größere philatelistische Verein. [Kühne, Heinz: Wir sammeln Briefmarken, Gütersloh u. a.: Bertelsmann Ratgeberverl. [1969] [1959], S. 155]
Der Sitz des Vereins ist gewöhnlich am Ort der Tätigkeit. [Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 144]
Im Sinne der G. arbeitet auch der Deutsche Verein fürs Blaue Kreuz. [Brandenburg, H.: Gemeinschaftsbewegung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2242]
Wenn jemand nicht mehr konkurrenzfähig ist, wird der Verein versuchen, ihn loszuwerden. [Der Spiegel, 09.11.1992]
Fast ein Jahrzehnt lang spielten die beiden Vereine in derselben Liga. [Die Zeit, 07.10.1999, Nr. 41]
Zitationshilfe
„Verein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verein>.

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