Verfechter, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Verfechters · Nominativ Plural: Verfechter
Aussprache  [fɛɐ̯ˈfɛçtɐ]
Worttrennung Ver-fech-ter
Wortzerlegung verfechten-er
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Person oder Organisation, Gruppierung o. Ä., die energisch für etw. eintritt, etw. verteidigt, unterstützt
siehe auch Befürworter, Gegenwort zu Gegner (a)
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein eifriger, energischer, engagierter, entschiedener, glühender, hartnäckiger, leidenschaftlicher, überzeugter, vehementer Verfechter
mit Genitivattribut: ein Verfechter einer Idee, einer Lehre, einer Theorie, einer These; ein Verfechter eines Ideals, eines Kurses, einer Linie, eines Prinzips; ein Verfechter des Freihandels, der Marktwirtschaft, der Menschenrechte, der Netzneutralität, der Pressefreiheit, der Todesstrafe, der Unabhängigkeit
in Präpositionalgruppe/-objekt: sich als Verfechter [einer Sache] aufspielen, gerieren, hervortun, profilieren
Beispiele:
Der BDI (= Bundesverband der Deutschen Industrie) gehört zu den vehementesten Verfechtern einer transatlantischen Freihandelszone. [Spiegel, 26.10.2013 (online)]
Verfechter der Digitalisierung behaupten, Bibliotheken hätten ausgedient. [Süddeutsche Zeitung, 06.10.2018]
Schweden gehörte zu den konsequentesten Verfechtern einer Änderung der ursprünglichen, stark umstrittenen Form der EU‑Dienstleistungsinitiative. [Der Standard, 31.07.2006]
Die selbst gemachten Erfahrungen während der Nazizeit haben ihn zu einem glühenden Verfechter von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gemacht. [Der Tagesspiegel, 08.11.2002]
Nur ehrlichen, aufrechten Verfechtern friedlicher Aufbaupolitik werden auch die ausländischen Staatsmänner vertrauen. [Neues Deutschland, 11.10.1946]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Protektionist · Verfechter
Synonymgruppe
Apologet · ↗Befürworter · ↗Fürsprecher · Verfechter · ↗Verteidiger · ↗Vertreter  ●  ↗Anwalt (einer Sache)  fig.
Assoziationen
  • (eine) Begründung abgeben · ↗(etw.) argumentieren · ↗(etwas) legitimieren · Argumente aufzählen · Argumente darlegen · Argumente finden (für) · Argumente liefern · Argumente vorbringen · Gründe anführen · Gründe finden · Gründe liefern · Gründe nennen · Gründe vorbringen · ↗erklären · etw. begründen · etw. rechtfertigen  ●  etw. verargumentieren  bundesdeutsch · Gründe beibringen  fachspr., juristisch · etw. argumentativ untermauern  geh.
  • (ein) gutes Wort einlegen (für) · (etwas) tun für · (sich) bemühen (um) · ↗(sich) engagieren · (sich) starkmachen (für) · Partei ergreifen (für, gegen) · ↗agitieren (für, gegen) · eintreten für · ↗kämpfen (für, um) · ↗propagieren · ↗streiten (für) · ↗werben (für)  ●  (eine) Lanze brechen für  fig. · (sich) einsetzen (für)  Hauptform · (sich) aus dem Fenster hängen (für)  ugs., fig.
  • (jemandes) Sprachrohr  fig. · ↗Mietmaul  derb, abwertend, scherzhaft

Typische Verbindungen zu ›Verfechter‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verfechter‹.

Zitationshilfe
„Verfechter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verfechter>, abgerufen am 27.02.2021.

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