Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.
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Bedeutungen

1.
das Verletzen
entsprechend der Bedeutung von verletzen (3, 4)
Beispiele:
die Verletzung einer Pflicht, Regel, Bestimmung, eines Gesetzes, Statuts, des Völkerrechts
eine krasse, grobe, gröbliche Verletzung der Verkehrsbestimmungen
2.
gesundheitliche Schädigung durch gewaltsame Einwirkung, Wunde
Beispiele:
eine frische Verletzung
innere, lebensgefährliche, leichte Verletzungen
sich [Dativ] eine Verletzung zuziehen
Verletzungen erleiden
er ist seinen schweren Verletzungen erlegen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verletzen · Verletzung
verletzen Vb. ‘verwunden, beschädigen, kränken, wogegen verstoßen’, mhd. verletzen ‘verwunden, schädigen’, verstärkende Präfixbildung zu heute veraltetem letzen (s. d.). Verletzung f. ‘das Verletzen, verletzte Stelle am, im Körper, Wunde’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Nichteinhaltung · Ordnungswidrigkeit · Verletzung · Verstoß · Zuwiderhandlung · Überschreitung · Übertretung  ●  unerlaubte Handlung  juristisch
Oberbegriffe
Assoziationen
Medizin
Synonymgruppe
Körperverletzung · Läsion · Trauma · Verletzung · Verwundung  ●  Blessur  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Affront · Beleidigung · Diskreditierung · Erniedrigung · Herabwürdigung · Insult · Kränkung · Schimpf · Verbalinjurie · Verletzung · Verunglimpfung · schwere Beleidigung  ●  Schlag ins Gesicht  fig.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Verletzung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verletzung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Verletzung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich war aufgrund meiner Verletzungen nicht mehr in der Lage, genau zu zielen. [Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1975 - 1995, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1999], S. 49]
Doch das beruhigt mich nicht, Verletzungen schmerzen stets erst später. [Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 62]
Ihre Verletzung schien jedenfalls geeignet, den Zorn des Gottes zu reizen. [Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. III, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 269]
Zwei Monate später schon führte jedoch eine geringfügige Verletzung bei dem schwer zuckerkranken Künstler überraschend schnell zum Tode. [Hadamowsky, Franz: Girardi. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 31980]
Sie kritisieren ihre Regierungen wegen der Verletzung individueller Rechte heftig. [Die Zeit, 21.11.1997, Nr. 48]
Zitationshilfe
„Verletzung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verletzung>.

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