Verlobung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Verlobung · Nominativ Plural: Verlobungen
Aussprache
WorttrennungVer-lo-bung
Wortbildung mit ›Verlobung‹ als Erstglied: ↗Verlobungsanzeige · ↗Verlobungsfeier · ↗Verlobungsring
eWDG, 1977

Bedeutung

gegenseitiges Versprechen einander zu heiraten
Beispiele:
sie haben ihre Verlobung bekanntgegeben
die Verlobung feiern
sie hat die Verlobung gelöst, rückgängig gemacht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

loben · Lob · geloben · Gelöbnis · verloben · Verlöbnis · Verlobung · löblich · belobigen
loben Vb. ‘(vor anderen) anerkennend hervorheben, rühmen’, ahd. lobōn, lobēn ‘anerkennen, rühmen, verherrlichen, preisen’ (8. Jh.), mhd. loben, auch ‘feierlich versprechen, geloben’, asächs. loƀon ‘preisen’, mnd. mnl. lōven, nl. loven, aengl. lofian, anord. lofa, schwed. lova, germ. *lubōn ‘preisen, rühmen’. Weitere Beziehugen sind ungewiß. Lob n. ‘Anerkennung’, ahd. lob (um 800), mhd. lop ‘Preis, Lobpreisung’, asächs. mnd. mnl. nl. aengl. anord. lof, schwed. lov. geloben Vb. ‘feierlich versprechen’, ahd. gilobōn ‘preisen, billigen’ (9. Jh.), mhd. geloben ‘preisen, versprechen’, mnd. gelōven; Gelöbnis n. ‘feierliches Versprechen’ (15. Jh.). verloben Vb. ‘zur Ehe versprechen’, mhd. verloben ‘übermäßig loben, feierlich versprechen, zur Ehe versprechen, geloben, etw. nicht zu tun, aufgeben, verzichten’; Verlöbnis n. ‘Eheversprechen’ (15. Jh.); Verlobung f. ‘Eheversprechen’ (17. Jh.), zuvor allgemein ‘Versprechen, Gelöbnis’ (16. Jh.). löblich Adj. ‘lobenswert’, ahd. lob(a)līh (9. Jh.), mhd. lobelich ‘rühmlich, feierlich, zum Lob gereichend’. belobigen Vb. ‘eine Anerkennung aussprechen, auszeichnen’ (19. Jh.), Weiterbildung zu mhd. nhd. beloben.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ehegelöbnis · ↗Ehegelübde · ↗Eheversprechen · Verlobung · ↗Verlöbnis
Assoziationen
  • (die) Ehe versprochen haben · (jemandem) versprochen · (sich) verlobt haben · verlobt (sein)
  • Band der Ehe · ↗Ehebeziehung · ↗Ehebund · ↗Ehebündnis · ↗Ehegemeinschaft · ↗Ehestand · eheliche Verbindung  ●  ↗Ehe  Hauptform · Bund fürs Leben  ugs. · ↗Ehejoch  ugs.
  • (eine) Verlobung auflösen · ↗(sich) entloben
  • (ein) Liebespaar (sein) · (ein) Paar sein · (jetzt) zusammen sein (mit) · fest zusammen sein (mit) · liiert sein · verpartnert sein · wie Mann und Frau (zusammen)leben  ●  Tisch und Bett teilen  veraltend · das junge Glück  veraltend, scherzhaft · ↗zusammen sein (mit)  ugs., Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auflösung Bekanntgabe Braut Entlobung Fräulein Glückwunsch Heirat Hochzeit Kloster Kronprinz Laterne Prinzessin Taufe Thronfolger Vermählung arrangieren aufgelöst auflösen baldig bekanntgeben besiegeln bevorstehend elft feiern geplatzt gratulieren heimlich lösen platzen schenken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verlobung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es kam zur Verlobung, die er aber geheim halten wollte.
Die Zeit, 23.09.2002, Nr. 38
Um sich die lästigen Herren vom Hals zu halten, fingiert sie eine Verlobung und flüchtet entnervt auf ihr Landgut.
Süddeutsche Zeitung, 08.08.2002
Aber in Ihrer Hand war damals kein Zeichen von Verlobung.
Bieler, Manfred: Der Bär, Hamburg: Hoffmann und Campe 1983, S. 413
Und es wird sicher in diesen Tagen zu einer Verlobung kommen.
Courths-Mahler, Hedwig: Ich lasse dich nicht, Augsburg: Weltbild Verl. 1992 [1912], S. 59
Alles in ihm lehnte sich gegen diese schroffe Art der Lösung ihrer Verlobung auf.
Duncker, Dora: Jugend. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1905], S. 9529
Zitationshilfe
„Verlobung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verlobung>, abgerufen am 18.03.2019.

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