Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Vermerk, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Vermerk(e)s · Nominativ Plural: Vermerke
Aussprache 
Worttrennung Ver-merk (computergeneriert)
Grundformvermerken
eWDG

Bedeutung

Anmerkung, Notiz
Beispiel:
ein Aktenstück mit einem Vermerk versehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

merken · merklich · merkwürdig · Merkwürdigkeit · anmerken · Anmerkung · aufmerken · aufmerksam · Aufmerksamkeit · bemerken · Bemerkung · vermerken · Vermerk
merken Vb. ‘wahrnehmen, entdecken, spüren, mit dem Verstand auffassen und im Gedächtnis festhalten’, ahd. merken ‘bezeichnen, angeben, abgrenzen’ (11. Jh.), mhd. merken ‘beachten, beobachten, wahrnehmen, sich einprägen, mit einem Zeichen versehen’, asächs. merkian, mnd. mnl. nl. merken ‘markieren, bezeichnen, spüren’, anord. merkja ‘kenntlich machen, bezeichnen’, schwed. märka (germ. *markjan) sind abgeleitet von den unter Marke f. (s. d.) angeführten neutralen Substantiven. Ebenfalls dazu sind gebildet ahd. markōn ‘begrenzen, kennzeichnen’ (um 800), asächs. markon ‘bestimmen, bemerken’, aengl. mearcian ‘bezeichnen’, engl. to mark, anord. marka ‘kennzeichnen, bekanntmachen, verstehen’. Als Ausgangsbedeutung ist anzusetzen ‘mit einem Zeichen versehen’, woraus ‘das Gekennzeichnete wahrnehmen und beachten’. – merklich Adj. ‘deutlich, wahrnehmbar’, mhd. merklich ‘wohl zu beachten, bemerkbar, deutlich, bedeutend, wichtig’. merkwürdig Adj. ‘seltsam, verwunderlich’ (19. Jh.), ‘bemerkenswert, bedeutsam’ (17. Jh.); Merkwürdigkeit f. (18. Jh.). anmerken Vb. ‘eine (ergänzende) Bemerkung machen, anzeichnen, be-, vermerken’ (16. Jh.); vgl. ahd. anamerken (9./10. Jh.), mhd. anemerken ‘angrenzen’; Anmerkung f. ‘Vermerk, (kurze) Erläuterung’ (15. Jh.), auch ‘Fußnote’ (17. Jh.), nach lat. observātio ‘Wahrnehmung, Beobachtung’. aufmerken Vb. ‘seine Gedanken konzentriert auf etw. richten, aufpassen’ (15. Jh.); aufmerksam Adj. ‘gut aufpassend, konzentriert folgend, höflich’ (17. Jh.); Aufmerksamkeit f. (17. Jh.). bemerken Vb. ‘wahrnehmen, ergänzen, seine Meinung zu etw. äußern’, ahd. bimerken ‘aufzeichnen, kennzeichnen’ (11. Jh.), mhd. bemerken ‘beobachten, prüfen’; Bemerkung f. ‘kurze Meinungsäußerung zu etw., Wahrnehmung, Beobachtung’ (17. Jh.). vermerken Vb. ‘notieren, merken’, spätmhd. vermerken ‘(be)merken, gewahr werden’; Vermerk m. ‘Notiz, Eintragung’, älter ‘Bemerkung’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Vermerk · Zusatz
Assoziationen
Synonymgruppe
Aktennotiz · Vermerk  ●  Aktenvermerk  Hauptform · Memo  Anglizismus · Aide-mémoire  fachspr., franz.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Vermerk‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Vermerk‹.

Verwendungsbeispiele für ›Vermerk‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist ein mit Tinte geschriebener Vermerk auf dem Original. [o. A.: Siebzehnter Tag. Dienstag, 11. Dezember 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 20425]
Eigentlich wollte ich gegen so einen Vermerk klagen, aber was würde dann beim nächsten Mal dort zu lesen sein? [Die Zeit, 05.02.1998, Nr. 7]
Sogar einen internen Vermerk "Nicht sendefähig" soll es gegeben haben. [Die Zeit, 05.04.1996 (online)]
Der Brief kam zurück mit dem Vermerk, der Empfänger sei "unbekannt". [Der Spiegel, 07.05.1984]
Auch für einen handschriftlichen Vermerk "von Henn" hatte er keine Erklärung. [Die Zeit, 23.04.2013 (online)]
Zitationshilfe
„Vermerk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Vermerk>.

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