Verpflegung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Verpflegung · Nominativ Plural: Verpflegungen
Aussprache
WorttrennungVer-pfle-gung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Verpflegung‹ als Erstglied: ↗Verpflegungsgaststätte · ↗Verpflegungskosten · ↗Verpflegungsmehraufwand · ↗Verpflegungsnachschub
 ·  mit ›Verpflegung‹ als Letztglied: ↗Gemeinschaftsverpflegung · ↗Kaltverpflegung · ↗Kantinenverpflegung · ↗Marschverpflegung · ↗Reiseverpflegung · ↗Selbstverpflegung · ↗Tagesverpflegung · ↗Vollverpflegung · ↗Warmverpflegung · ↗Werkverpflegung · ↗Zusatzverpflegung
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
das Versorgen mit Nahrung
Grammatik: nur im Singular
Beispiel:
die Verpflegung dieser Leute macht keine Schwierigkeiten
2.
Nahrung, Beköstigung
Beispiele:
gute, eintönige Verpflegung
Verpflegung ausgeben
Unterkunft und Verpflegung waren ausgezeichnet
ein Zimmer mit voller Verpflegung (= mit Frühstück, Mittag und Abendessen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pflegen · Gepflogenheit · Pflege · Pfleger · pfleglich · verpflegen · Verpflegung
pflegen Vb. ‘für jmdn., etw. sorgen, etw. anhaltend ausüben, betreiben, sich etw. angelegen sein lassen, die Gewohnheit haben, etw. zu tun’, ahd. phlegan (8. Jh.), mhd. phlegen ‘sich für etw. einsetzen, sorgen für, Verantwortung tragen für, Aufsicht führen, ausüben, betreiben, leiten’, asächs. plegan ‘sich verbürgen, für etw. verantwortlich sein’, mnd. plēgen, mnl. plēghen, nl. plegen und (entsprechend dem grammatischen Wechsel) aengl. plēon ‘sich einer Gefahr aussetzen’ führen auf eine Ausgangsbedeutung ‘sich einsetzen’. Die weitere Herkunft des nur im Westgerm. bezeugten Verbs (westgerm. *plegan) ist ungeklärt, sichere außergerm. Beziehungen fehlen; vgl. eine Zusammenstellung der Herleitungsversuche bei Trier in: PBB 67 (1945) 110 ff. Die ehemals starke Flexion ist teilweise noch erhalten für pflegen (pflog, gepflogen) in der Bedeutung ‘etw. anhaltend ausüben, betreiben’; dazu die Ableitung Gepflogenheit f. ‘Brauch, Gewohnheit’ (19. Jh.), in der öst. Kanzleisprache gebildet. Pflege f. ‘Fürsorge, Obhut, Versorgung’, ahd. phlega (11. Jh.), mhd. phlege ‘Fürsorge, Obhut, Vormundschaft, Umgang, Amt, Zins, Abgabe, Lebensart, Gewohnheit, Beschäftigung’. Pfleger m. ‘wer für jmdn., etw. sorgt’, ahd. phlegāri ‘Beschützer, Hüter, Aufseher, Vorsteher, Verwalter’ (um 1000), mhd. phlegære, phleger ‘Beschützer, Aufseher, Vormund, Verwalter, Oberer’. pfleglich Adj. ‘sorgsam’, mhd. phlegelich ‘gewöhnlich’. verpflegen Vb. ‘jmdn. verköstigen’, mhd. verphlegen; Verpflegung f. ‘Verköstigung, Nahrung’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Essen · ↗Kost · ↗Proviant · ↗Verköstigung · Verpflegung
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(requirierte) Einsatzverpflegung · (requirierte) Feldverpflegung · ↗Furage  ●  (requirierte) Verpflegung  militärisch
Assoziationen
  • (das) Stehlen · ...klau · ↗Dieberei(en) · ↗Entwendung · Griff in die Kasse · ↗Klau · ↗Plünderung  ●  ↗Diebstahl  Hauptform · (das) Klauen  ugs. · Klauerei  ugs. · ↗Selbstbedienung  ugs., ironisch
  • (das) Plündern erlauben · (den) Plünderern überlassen · zur Plünderung freigeben
Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Catering · Verpflegung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfahrt Anreise Ausrüstung Bekleidung Betreuung Fahrtkosten Flug Getränk Hafengebühr Hotelunterkunft Kleidung Kursgebühr Kurtaxe Logis Mehraufwendung Munition Reisekosten Reiseleitung Sold Taschengeld Transfer Transport Treibstoff Unterbringung Unterkunft einschließen inbegriffen karg kosen Übernachtung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verpflegung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei uns im Internat ist nicht einmal die Verpflegung richtig gesichert.
Der Tagesspiegel, 16.01.2004
Die Verpflegung besteht nur noch aus einer kleinen Portion, die man mit einem Male verzehren kann.
Bild, 25.11.2002
Wiederum gab es für uns alle nicht die geringste Verpflegung.
o. A.: Jahrestag des "Bromberger Blutsonntages" - Bericht eines deutschen Augenzeugen, 03.09.1940
Und mit der Verpflegung gebe ich mich möglichst immer zufrieden.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 15.02.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Ich hatte ganze Verpflegung im Hause, das Essen war auch gut, nur nicht allzu reichlich.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 22054
Zitationshilfe
„Verpflegung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verpflegung>, abgerufen am 06.12.2019.

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