Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Verpflegung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Verpflegung · Nominativ Plural: Verpflegungen
Aussprache  [fɛɐ̯ˈpfleːgʊŋ]
Worttrennung Ver-pfle-gung
Wortzerlegung verpflegen -ung
eWDG und ZDL

Bedeutungen

1.
das Versorgen mit Nahrung
Grammatik: nur im Singular
Beispiel:
die Verpflegung dieser Leute macht keine Schwierigkeiten
2.
Nahrung, Beköstigung
siehe auch Speis und TrankZDL
Beispiele:
gute, eintönige Verpflegung
Verpflegung ausgeben
Unterkunft und Verpflegung waren ausgezeichnet
ein Zimmer mit voller Verpflegung (= mit Frühstück, Mittag und Abendessen)

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pflegen · Gepflogenheit · Pflege · Pfleger · pfleglich · verpflegen · Verpflegung
pflegen Vb. ‘für jmdn., etw. sorgen, etw. anhaltend ausüben, betreiben, sich etw. angelegen sein lassen, die Gewohnheit haben, etw. zu tun’, ahd. phlegan (8. Jh.), mhd. phlegen ‘sich für etw. einsetzen, sorgen für, Verantwortung tragen für, Aufsicht führen, ausüben, betreiben, leiten’, asächs. plegan ‘sich verbürgen, für etw. verantwortlich sein’, mnd. plēgen, mnl. plēghen, nl. plegen und (entsprechend dem grammatischen Wechsel) aengl. plēon ‘sich einer Gefahr aussetzen’ führen auf eine Ausgangsbedeutung ‘sich einsetzen’. Die weitere Herkunft des nur im Westgerm. bezeugten Verbs (westgerm. *plegan) ist ungeklärt, sichere außergerm. Beziehungen fehlen; vgl. eine Zusammenstellung der Herleitungsversuche bei Trier in: PBB 67 (1945) 110 ff. Die ehemals starke Flexion ist teilweise noch erhalten für pflegen (pflog, gepflogen) in der Bedeutung ‘etw. anhaltend ausüben, betreiben’; dazu die Ableitung Gepflogenheit f. ‘Brauch, Gewohnheit’ (19. Jh.), in der öst. Kanzleisprache gebildet. – Pflege f. ‘Fürsorge, Obhut, Versorgung’, ahd. phlega (11. Jh.), mhd. phlege ‘Fürsorge, Obhut, Vormundschaft, Umgang, Amt, Zins, Abgabe, Lebensart, Gewohnheit, Beschäftigung’. Pfleger m. ‘wer für jmdn., etw. sorgt’, ahd. phlegāri ‘Beschützer, Hüter, Aufseher, Vorsteher, Verwalter’ (um 1000), mhd. phlegære, phleger ‘Beschützer, Aufseher, Vormund, Verwalter, Oberer’. pfleglich Adj. ‘sorgsam’, mhd. phlegelich ‘gewöhnlich’. verpflegen Vb. ‘jmdn. verköstigen’, mhd. verphlegen; Verpflegung f. ‘Verköstigung, Nahrung’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Essen · Kost · Proviant · Verköstigung · Verpflegung
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(requirierte) Einsatzverpflegung · (requirierte) Feldverpflegung · Furage  ●  (requirierte) Verpflegung  militärisch
Assoziationen
Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Catering · Verpflegung
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Verpflegung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verpflegung‹.

Zitationshilfe
„Verpflegung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verpflegung>.

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