Versöhnung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungVer-söh-nung (computergeneriert)
Wortzerlegungversöhnen-ung
Wortbildung mit ›Versöhnung‹ als Erstglied: ↗Versöhnungsfest
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

versöhnen · versöhnlich · Versöhnung
versöhnen Vb. älter versühnen ‘einen Streit zwischen Gegnern schlichten, Frieden zwischen jmdm. (sich) und anderen stiften’, ahd. firsuonen ‘sühnen, ausgleichen’ (9. Jh.), mhd. versüenen, versuonen, (md.) versūnen ‘sühnen, gutmachen, ausgleichen, stillen’, mnd. vorsȫnen, versoenen, vorsuͤnen, mnl. versoenen, versuenen, nl. verzoenen sind verstärkende Präfixbildungen zu dem unter ↗Sühne (s. d.) behandelten Verb sühnen. Der Wandel des Tonvokals von üe zu ö (vor n) vollzieht sich zufrühst im Obd. (14. Jh.); in anderen Fällen dürfte ö (z. B. bei Luther, neben ü) auf nd. Einfluß zurückgehen. Poetische Sprache bewahrt versühnen bis ins 19. Jh. versöhnlich Adj. ‘bereit, sich zu versöhnen, nicht nachtragend, vermittelnd’ (Ende 15. Jh., versünlich). Versöhnung f. mhd. versüenunge.

Thesaurus

Synonymgruppe
Aussöhnung · ↗Verständigung · Versöhnung  ●  ↗Konziliation  geh., lat.
Assoziationen
Antonyme
  • Versöhnung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akt Aufruf Friede Frieden Geist Gerechtigkeit Geste Grab Kapelle Kriegsgegner Symbol Toleranz Tscheche Vergebung Verständigung Volksgruppe Zeichen aufrufen ausstrecken besiegeln deutsch-französisch deutsch-polnisch deutsch-tschechisch erpreßt herbeiführen national predigen stiften Ökologie Ökonomie

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Versöhnung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich achte den Mut dieser Personen, die versuchen, einen Weg für Versöhnung zu finden.
Die Welt, 20.04.2005
Er glaubt noch an die große Versöhnung, und er weiß auch schon, wie er sie zustande bringen wird.
Der Tagesspiegel, 31.07.2003
Die Versöhnung mit ihm ist schon eingetreten, es gilt nicht, sie erst herbeizuführen.
Plessner, Helmuth: Die verspätete Nation, Stuttgart: Kohlhammer 1962 [1935], S. 89
Die allgemeine innere Versöhnung mit dem einstigen Gegner beginnt bereits im August bemerkbar zu werden.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1929, S. 972
Du hast mich damals gewonnen, damit ich dich zu den Führern bringe, für die Versöhnung.
Rubiner, Ludwig: Die Gewaltlosen. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 16614
Zitationshilfe
„Versöhnung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Versöhnung>, abgerufen am 21.08.2019.

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