Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Verschwendung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Verschwendung · Nominativ Plural: Verschwendungen · Verwendung im Plural ungebräuchlich
Aussprache  [fɛɐ̯ˈʃvɛndʊŋ]
Worttrennung Ver-schwen-dung
Wortzerlegung verschwenden -ung
Wortbildung  mit ›Verschwendung‹ als Erstglied: Verschwendungssucht · verschwendungssüchtig  ·  mit ›Verschwendung‹ als Letztglied: Energieverschwendung · Platzverschwendung · Ressourcenverschwendung · Wasserverschwendung
Wahrig und ZDL

Bedeutung

unnötiger, nutzloser, unwirtschaftlicher Verbrauch von etw.
Synonym zu Vergeudung
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine reine, sinnlose, ungeheure, pure Verschwendung
als Akkusativobjekt: die Verschwendung [von etw.] anprangern, kritisieren, vermeiden
in Präpositionalgruppe/-objekt: zu(r) Verschwendung [von etw.] führen; ein Beispiel für die Verschwendung [von etw.]
mit Genitivattribut: die Verschwendung öffentlicher Gelder, wertvoller Ressourcen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Verschwendung von Steuergeldern, Ressourcen, Lebensmitteln; die Verschwendung von Zeit, Energie
Beispiele:
Der Landesrechnungshof Hamburg hat Senat und Bürgerschaft erneut Verschwendung von Steuergeldern in Millionenhöhe vorgeworfen. [Die Zeit, 26.01.2015 (online)]
Selbst die Parteichefs und Verhandlungsführer[…] hätten bei ihren Treffen erst einmal lange darüber diskutiert, ob das Protokoll des letzten Treffens korrekt sei und wann man sich am nächsten Morgen treffen werde – eine unfassbare Verschwendung von Zeit. [Die Zeit, 23.11.2017]
Papst Franziskus hat sich erstmals direkt zu den neuesten Enthüllungen von maßloser Verschwendung im Vatikan geäußert. [Süddeutsche Zeitung, 09.11.2015]
Die Verschwendung von Lebensmitteln, an der Privathaushalte in den westlichen Ländern den grössten Anteil haben, ist nur eines von unzähligen Beispielen für die Sorglosigkeit im Umgang mit den begrenzten Ressourcen der Erde. [Neue Zürcher Zeitung, 20.06.2013]
Nicht allein weg von Kohle, Öl und Gas und hin zu erneuerbaren Energien, lautet die Generationen‑Herausforderung, sondern viel umfassender: Effizienz und Nachhaltigkeit statt Verschwendung und Raubbau. [Der Spiegel, 05.06.2000]
Zeitverschwendung ist die leichteste aller Verschwendungen. [Bild, 08.11.2016] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verschwenden · Verschwender · Verschwendung · verschwenderisch
verschwenden Vb. ‘unnötig verbrauchen, vergeuden’, ahd. firswenten (um 1000), mhd. verswenden ‘aufbrauchen, verzehren, vernichten, beseitigen’ ist Kausativum (eigentlich ‘verschwinden machen’) zu dem unter verschwinden behandelten Verb (s. schwinden). Daraus entwickelt sich im 15. Jh. ‘leichtsinnig und nutzlos vertun’, in gehobener Sprache auch ‘in überreicher Fülle austeilen, freigebig opfern, spenden’ (17. Jh.). – Verschwender m. (15. Jh.). Verschwendung f. ‘unnötiger Verbrauch, Vergeudung’ (15. Jh.); vgl. ahd. firswentī f. ‘Vernichtung’ (11. Jh.). verschwenderisch Adj. ‘leichtsinnig, unbedacht beim Ausgeben (besonders von Geld), in großen Mengen vorhanden, üppig, überreich’ (Mitte 17. Jh.), älter verschwendig und verschwendisch (beide Ende 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gepränge · Luxus · Maßlosigkeit · Prasserei · Prunk · Unmäßigkeit · Vergeudung · Verschwendung  ●  Geaase  ugs. · Verschleuderung  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Verschwendung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verschwendung‹.

Zitationshilfe
„Verschwendung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verschwendung>.

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