Versessenheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungVer-ses-sen-heit (computergeneriert)
Grundformversessen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

versessen · Versessenheit
versessen Part.adj. in der Wendung auf etw. versessen sein ‘hartnäckig, eigensinnig auf etw. bedacht sein, auf etw. erpicht sein’ (Anfang 18. Jh.), zu (heute kaum noch üblichem) sich versitzen ‘hartnäckig auf etw. bestehen’, auch ‘zu lange sitzen, so daß man steif wird’ (Anfang 18. Jh.), in nicht reflexiver Verwendung noch heute ‘die Zeit sitzend hinbringen’; vgl. mhd. versitzen ‘durch Sitzenbleiben etw. übersehen, versäumen’, reflexiv ‘zu seinem Schaden zu lange sitzen’, ahd. furisizzan ‘versäumen’ (9. Jh.). S. ↗sitzen. Versessenheit f. (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei der Versessenheit dieses Autors ist tatsächlich damit zu rechnen.
Die Zeit, 13.04.1973, Nr. 16
Von seiner Versessenheit auf artikulatorische Präzision hat er nichts eingebüßt.
Die Zeit, 25.02.1999, Nr. 9
Und Hans Baumgartner rätselte mit einer Spur Versessenheit, wann Rot-Weiß in einer Feldsaison zum letzten Mal beim MSC gewonnen hatte.
Süddeutsche Zeitung, 28.08.2001
Doch die zur Bundestagswahl unvermeidliche Orientierung auf Rot-Grün reicht ihnen nun nicht mehr, ihre Versessenheit auf Regierungsbeteiligung umzusetzen.
konkret, 1994
Daneben gibt es Hintergründe über mediale Schlachten und die Versessenheit der Zuschauer.
Süddeutsche Zeitung, 09.06.2004
Zitationshilfe
„Versessenheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Versessenheit>, abgerufen am 22.08.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
versessen
Verseschmied
Verserzählung
Versepos
Versepik
Versetto
versetzen
Versetzung
versetzungsgefährdet
Versetzungsprüfung