Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Versfuß, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Vers-fuß
Wortzerlegung Vers Fuß
eWDG

Bedeutung

aus mindestens je einer Hebung und Senkung bestehende kleinste rhythmische Einheit des Verses
Beispiele:
Jambus und Daktylus sind Versfüße
ein steigender, fallender Versfuß
der Jambus ist ein steigender Versfuß, weil bei ihm auf eine unbetonte eine betonte Silbe folgt

Typische Verbindungen zu ›Versfuß‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Versfuß‹.

Verwendungsbeispiele für ›Versfuß‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Jahrtausend schleppt sich dem Ende entgegen; auf lahmenden Versfüßen folgt der Dichter. [Süddeutsche Zeitung, 04.04.1998]
Seine Sprache ist frisch und munter, und doch lässt er niemals fünf Versfüße gerade sein. [Die Welt, 10.04.2004]
Hier hat wohl der Hang zur Systematisierung, besonders auch der Wunsch, an die antiken Versfüße anzuknüpfen, das Bild etwas verzerrt. [Besseler, Heinrich: Ars antiqua. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 21856]
Am natürlichsten ist die Ableitung der musikalischen Metren von den Versfüßen der Dichtung in den metrisch starren Tanzformen. [Mann, Michael u. Heartz, Daniel: Die europäische Musik von den Anfängen bis zu Beethoven. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 16059]
Und dann spaziert mit Alexander Puschkin auf eleganten erotischen Versfüßen in die große Dichtung hinein. [Die Zeit, 27.11.1992, Nr. 49]
Zitationshilfe
„Versfuß“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Versfu%C3%9F>.

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