Versponnenheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungVer-spon-nen-heit (computergeneriert)
Grundformverspinnen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

versponnen · Versponnenheit
versponnen Part.adj. ‘zurückgezogen, wunderlich, verträumt’ (19. Jh.), zu sich verspinnen ‘sich in ein Gespinst verwickeln, sich einspinnend abkapseln’ (17. Jh.); s. ↗spinnen. Versponnenheit f. (um 1900).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wiederum liebte ihre Versponnenheit, behütete sie, fast bis zur Grenze der Verzärtelung.
Der Tagesspiegel, 19.09.2003
In die Versponnenheit der Mondnacht klingt rauh der Gesang der wartenden Freunde.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 402
Verstörende Momente, wie die plötzlichen Einsätze des Klaviers im langsamen Satz oder der großen Trommel nach innigster Versponnenheit, kamen so noch stärker zur Geltung.
Süddeutsche Zeitung, 14.05.2001
Zwischen den Feldern verlaufen gedrungene Hecken, deren Versponnenheit die ländlichen Einschnitte vedutenhaft polstert, verschattet und rhythmisiert.
Süddeutsche Zeitung, 31.10.2003
Sein Ziel war es, das Christentum aus aller sektiererischen und asketischen Enge, aus apokalyptischer Schwärmerei und theologischer Versponnenheit zu befreien.
Schneider, Carl: Das Christentum. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 28355
Zitationshilfe
„Versponnenheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Versponnenheit>, abgerufen am 18.08.2019.

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