Dieser Artikel ist nicht auf dem aktuellen Stand. Er wird von der Redaktion des DWDS in Kürze überarbeitet.

Verzeichnis, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Verzeichnisses · Nominativ Plural: Verzeichnisse
Aussprache
WorttrennungVer-zeich-nis (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

Zusammenstellung in Form einer Liste, Aufstellung, Register
Beispiele:
ein alphabetisches, amtliches, vollständiges, lückenhaftes Verzeichnis
ein Verzeichnis aufstellen, anfertigen, führen, ergänzen, vorlegen
er legte ein Verzeichnis seiner Bücher an
dieses Buch ist in dem Verzeichnis (nicht) aufgeführt, enthalten, wurde (nicht) in das Verzeichnis aufgenommen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zeichnen · Zeichner · zeichnerisch · Zeichnung · auszeichnen · ausgezeichnet · Auszeichnung · bezeichnen · Bezeichnung · unterzeichnen · Unterzeichnung · verzeichnen · Verzeichnis
zeichnen Vb. ‘mit einem Zeichen versehen, kenntlich machen, (durch Striche) bildlich wiedergeben’, ahd. zeihhanen ‘kennzeichnen, bezeichnen, anzeigen, Wunder tun’ (8. Jh.), mhd. zeichen(en) ‘mit einem Zeichen versehen, (be)zeichnen, aufschreiben, verzeichnen, anzeigen’, asächs. tēknian, mnd. tēken(en), mnl. tēkenen, teikenen, nl. tekenen ‘zeichnen’, aengl. tǣcnan ‘bezeichnen’ (daraus durch Schwund des stammhaften -n- aengl. tǣcan ‘zeigen, erklären, lehren’, engl. to teach ‘unterrichten’), anord. teikna ‘Zeichen geben, bezeichnen’, schwed. teckna ‘zeichnen’, got. taiknjan ‘zeigen’ und ahd. zeihhanōn ‘bezeichnen, bezeugen’ (9. Jh.), aengl. tācnian, tǣcnian ‘kennzeichnen, anzeigen’ sind jan- bzw. ōn-Ableitungen von dem unter ↗Zeichen (s. d.) behandelten germ. Substantiv. Als frühe Bedeutung ist anzusetzen ‘mit Zeichen versehen’; dazu tritt bald ‘mit einem Zeichen ausdrücken, anzeigen, nachbilden’, woraus (spätmhd.) ‘niederschreiben’ und ‘in Linien, Strichen (künstlerisch) gestalten’ (16. Jh.), dann auch ‘seine Unterschrift unter ein Schriftstück setzen, unterschreiben’ (seit dem 17. Jh. in der Kaufmannssprache, sonst meist unterzeichnen, s. unten). Zeichner m. ‘wer (künstlerische, technische) Zeichnungen anfertigt’ (um 1600), älter ‘wer etw. mit einem Zeichen versieht’ (16. Jh.); vom Substantiv mhd. zeichen ‘Wunder’ ist abgeleitet mhd. zeichenære ‘wer Zeichen und Wunder tut, Wundertäter’, an ahd. zeihhan schließt sich an ahd. zeihhanāri ‘Träger des Feldzeichens, Bannerträger’ (11. Jh.). zeichnerisch Adj. ‘das Zeichnen betreffend’ (17. Jh.). Zeichnung f. ‘vorwiegend in Strichen, Linien ausgeführte bildliche Darstellung, natürliche, in einem bestimmten Muster verteilte Färbung bei Tieren und Pflanzen’ (17. Jh.); vgl. ahd. zeihhanunga (um 800), mhd. zeichenunge ‘Bezeichnung, Kennzeichnung’. auszeichnen Vb. ‘mit einem Zeichen versehen, prämieren’, (reflexiv) ‘sich durch besondere Kennzeichen unterscheiden, sich (aus einer Menge) herausheben’, mhd. ūʒzeichenen ‘kennzeichnen, anmerken, auswählen’; ausgezeichnet Part.adj. ‘hervorragend, vorzüglich’ (18. Jh.); Auszeichnung f. ‘Preisangabe, Hervorhebung, Ehrung, Orden, Titel’ (18. Jh.), zuvor (vereinzelt) ‘das Auswählen’ (15. Jh.). bezeichnen Vb. ‘durch Zeichen kenntlich machen, markieren, (be)nennen, charakterisieren’, ahd. bizeihhanen, bizeihhanōn (9. Jh.), mhd. bezeichenen ‘bildlich vorstellen, mit einem Zeichen ausdrücken, bedeuten’; Bezeichnung f. ‘das Kenntlichmachen, Kennzeichnung, Benennung’, ahd. bizeihhanunga (11. Jh.), mhd. bezeichenunge ‘Vorzeichen, Symbol, Bedeutung’. unterzeichnen Vb. ‘(ein Schriftstück) mit seinem Namen unterschreiben’, eigentlich ‘sein (Namens)zeichen unter etw. setzen’; Unterzeichnung f. (beide 16. Jh.). verzeichnen Vb. ‘schriftlich festhalten, aufführen, falsch, in unzutreffenden Formen zeichnen’, übertragen ‘falsch oder übertrieben darstellen, entstellen’; Verzeichnis n. ‘Zusammenstellung in Form einer Liste, Aufstellung, Register’ (beide 15. Jh.).

Thesaurus

Computer
Synonymgruppe
Dateiverzeichnis · ↗Ordner · Verzeichnis
Oberbegriffe
  • Ordnerstruktur · Verzeichnisbaum · Verzeichnisstruktur
Assoziationen
  • Softlink · Symlink · symbolische Verknüpfung · symbolischer Link
Synonymgruppe
Auflistung · ↗Aufstellung · ↗Aufzählung · ↗Datenbank · ↗Gliederung · ↗Katalog · ↗Liste · ↗Register · ↗Tabelle · Verzeichnis  ●  ↗Syllabus  fachspr., selten
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Hinweis · ↗Index · ↗Kennziffer (z. B. bei einer Matrix) · ↗Tabelle · Verzeichnis · ↗Zeiger

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausbildungsberuf Bibliographie Datei Drucker Festplatte Laufwerk Partition Register Unterverzeichnis Verzeichnis WWW-Browser alphabetisch angegeben auflisten beifügen beliebig beschreibend chronologisch chronologisch-thematisch eintragen entpacken erstellen erstellt freigegeben geordnet kopieren löschen temporär thematisch übergeordnet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verzeichnis‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach erfolgter Reparatur spielen Sie einfach die Daten in die jeweiligen Verzeichnisse zurück.
Bild, 09.05.1997
Eng damit verbunden ist natürlich die Führung von Statistiken über die in den Verzeichnissen enthaltenen Daten.
Rechenberg, Peter: Was ist Informatik?, München: Hanser 1994 [1991], S. 232
Es ist nicht ungewöhnlich, in einem Buch das Verzeichnis seiner Bibliothek mitzuliefern.
Die Zeit, 19.05.1967, Nr. 20
Wertvoll ist auch das biographische Verzeichnis der Lehrer von 1450 bis 1699.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 612
Zum Schluß ist noch ein Verzeichnis beigegeben, das den Leser in den Stand setzt, sich über jedes Wort zu unterrichten.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 200
Zitationshilfe
„Verzeichnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Verzeichnis>, abgerufen am 18.02.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
verzeichnen
Verzehrzwang
Verzehrkarte
verzehren
Verzehrbon
Verzeichnisdienst
Verzeichnung
verzeihen
verzeihlich
Verzeihung