Veto, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Vetos · Nominativ Plural: Vetos
Aussprache
WorttrennungVe-to
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Veto‹ als Erstglied: ↗Vetorecht
eWDG, 1977

Bedeutung

sein Veto gegen eine Entscheidung, Maßnahme einlegenals Mitglied einer Organisation, eines Gremiums Einspruch, Protest gegen eine Entscheidung, Maßnahme erheben und damit deren Durchführung verhindern
Beispiel:
er verzichtete auf ein Veto
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Veto n. ‘Einspruch, Einspruchsrecht’. Der im 18. Jh. aufkommende, dem politischen Bereich angehörende Ausdruck ist eine wohl zuerst im Engl. (17. Jh., dann frz. veto m. 18. Jh.) auftretende Substantivierung von lat. vetō ‘ich verbiete’ (1. Pers. Sing. Präs. von lat. vetāre ‘nicht zulassen, verbieten, nicht erlauben, verhindern’), einer Formel, mit der im römischen Staat die Volkstribunen von ihrem Einspruchsrecht gegen Beschlüsse der höchsten Beamten, auch des Senats, Gebrauch machten.

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Nein · ↗Neinstimme · Nichteinverständniserklärung · ↗Verweigerung  ●  Veto  geh., Hauptform, bildungssprachlich
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Androhung Bundeskartellamt EU-Beitritt Föderationsrat Irak-Resolution Kartellamt Kartellbehörde Resolution Resolutionsentwurf Sicherheitsrat Syrien-Resolution UN-Resolution UN-Sicherheitsrat Weltsicherheitsrat Wettbewerbshüter Zollunion androhen angedroht aufschiebend blockieren drohen eingelegt einlegen hinwegsetzen scheitern selektiv suspensiv verhindern Überstimmung überstimmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Veto‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Beim Regieren reicht schlechter Geschmack offensichtlich nicht als Begründung für harte Vetos.
Der Tagesspiegel, 13.10.2000
Nach dem Veto ist es nun wieder völlig offen, ob es zu einer europaweiten Regelung kommen wird.
Süddeutsche Zeitung, 03.02.1995
Aber nicht nur das habsburgische Veto stand einem so entschiedenen Vorgehen im Wege.
Lutz, Heinrich: Der politische und religiöse Aufbruch Europas im 16. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1480
Präsidentielle Vetos pflegten mit ausführlichen Erklärungen verbunden zu sein, wie sie noch heute sind.
Mann, Golo: Politische Entwicklung Europas und Amerikas 1815-1871. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17025
Allerdings war auch die Entlassung eines Arbeiters einem solchen Veto unterworfen.
Friedrich, Carl Joachim: Totalitäre Diktatur, Stuttgart: Kohlhammer 1957, S. 192
Zitationshilfe
„Veto“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Veto>, abgerufen am 23.04.2019.

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