Videokunst, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Videokunst · Nominativ Plural: Videokünste · Verwendung im Plural ungebräuchlich
Aussprache  [ˈviːdeoˌkʊnst]
Worttrennung Vi-deo-kunst
Wortzerlegung VideoKunst
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2020

Bedeutung

moderne Kunstrichtung, bei der die Videotechnik zur Anwendung kommt
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: experimentelle, zeitgenössische, moderne Videokunst
in Koordination: Fotografie, Performance, Installation und Videokunst
Beispiele:
Videokunst ist gegenwärtig[,] immens dynamisch, insbesondere in Asien, etwa in Südkorea[…]. Das Medium begeistert aktuell eine Fülle junger Kunstschaffender, eben auch weil sie ständig mit Video und Bewegtbild, etwa über ihre Smartphones, in Kontakt sind. Es ist Teil ihres Lebens. Die Videokunst der Gegenwart zielt dabei stark auf soziale Themen ab, schlichtweg auch deshalb, weil man mittels Video mehr erzählen kann als mit einer Fotografie, einer Installation oder einer Skulptur, die allesamt ihre Grenzen haben. [Die Welt, 04.05.2019]
Videokunst kann sehr langweilig sein, hier ist sie es nicht. In »Human Mirror« hat Charlie Todd eineiige Zwillinge mit gleichem Haarschnitt und gleicher Kleidung ausgestattet und in einer U‑Bahn auf gegenüberliegenden Bänken oder an Haltegriffen dieselbe Haltung einnehmen lassen: eine Realverdoppelung, die auf die Passanten […] wie ein Spiegeleffekt wirkt. [Süddeutsche Zeitung, 11.12.2015]
Die erste Videokunst überhaupt, ein mit einem Fußschalter zu verändernder Fernseher, zeigte er [der Künstler Nam June Paik] im März 1963 in seiner Wuppertaler Ausstellung. [Die Zeit, 01.02.2006, Nr. 06]
Man nannte ihn den »Vater der Videokunst«: Nam June Paik sei gestern Abend in seiner Wohnung in Miami, Florida gestorben, hieß es […] auf der Website des aus Korea stammenden Künstlers. Paik war 73 Jahre alt. […] Der Allroundkünstler Paik, der einem weltweiten Publikum vor allem durch Installationen und Videoskulpturen bekannt wurde, begann seine Laufbahn eigentlich als Komponist. [Spiegel, 30.01.2006 (online)]
Videokunst, hervorgegangen aus dem weiten Umfeld von Performance, Fluxus und Happening, aus den Versuchen, Kunst von ihrem statischen Dasein zu befreien, aus dem Museum, von den Sockeln und aus den Bilderrahmen, Video hat sich inzwischen auch zu gekonnt inszeniertem Entertainment gemausert. [Die Zeit, 21.04.1989, Nr. 17]
In bezug auf die Gestaltung, wie etwas auf immer neue, frappierende Weise dargeboten wird, haben die Videokunst und die elektronischen Mittel ihre große Chance. Man kann Welten entstehen lassen, phantastisch und neu, die lediglich eine Kombination elektronischer Möglichkeiten sind. Im gewissen Sinn ist das momentan oft noch ein künstlerisches Computerspiel. [Berliner Zeitung, 12.11.1988]

Typische Verbindungen zu ›Videokunst‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Videokunst‹.

Zitationshilfe
„Videokunst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Videokunst>, abgerufen am 04.12.2020.

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