Videorekorder, der

Alternative Schreibung Videorecorder
Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Videorekorders · Nominativ Plural: Videorekorder
Aussprache  [ˈviːdeoʀeˌkɔʁdɐ]
Worttrennung Vi-deo-re-kor-der ● Vi-deo-re-cor-der
Wortzerlegung VideoRekorder
Rechtschreibregeln § 32 (2)
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2020

Bedeutung

Rekorder zur Aufzeichnung von Fernsehsendungen und zum Abspielen von Videokassetten
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein analoger, digitaler, herkömmlicher Videorecorder
als Akkusativobjekt: einen Videorecorder anbieten, kaufen, besitzen, programmieren
in Präpositionalgruppe/-objekt: eine Kassette in den Videorekorder [schieben]; ein Fernseher mit Videorecorder
in Koordination: Fernseher, DVD-Player, Stereoanlage und Videorecorder
als Genitivattribut: die Programmierung des Videorekorders
Beispiele:
Mehr und mehr Zuschauer warten nicht, was kommt, sondern wollen selbst bestimmen, wann sie was gucken wollen. Bei Kabel Deutschland nutzen bereits einen Million Kunden einen digitalen Videorekorder und machen dabei auch regen Gebrauch von der Pausentaste. Ruft jemand an, drückt man auf Pause, danach geht es da weiter, wo man aufgehört hat. [Süddeutsche Zeitung, 03.09.2014]
Wenn man es ihnen einfach erklärt, können die Menschen sogar einen Videorekorder programmieren. Eine Erkenntnis, für die der Verfasser mit dem Doku‑Preis ausgezeichnet wurde. […] Die Gesellschaft für Technische Kommunikation […] prämiert einmal im Jahr die wegweisendsten Bedienungsanleitungen mit einem eigenen Preis. [Welt am Sonntag, 10.04.2016, Nr. 15]
Die Strategie, Produkte gezielt in einer Sendung zu platzieren, ist so alt wie die Fernsehindustrie selbst. Aber in den vergangenen Jahren hat sich solche Schleichwerbung verstärkt, weil Zuschauer Werbeblöcke auf ihren Videorekordern einfach vorspulen konnten. Das zwang Werbende, sich von den vorgegebenen Werbeunterbrechungen zu lösen. [Der Standard, 04.03.2014]
Der Hammer war, dass das [Rock-]Konzert im Fernsehen übertragen wurde. Damit stellten sich uns zwei Probleme, die in der heutigen YouTube‑Zeit natürlich trivial erscheinen. Erstens: Unsere Eltern hatten keinen Videorecorder, um das Ereignis aufzunehmen. Zweitens: Unsere Eltern empfingen nur NDR 3. Das Konzert wurde aber auf WDR 3 übertragen[…]. [Spiegel, 25.01.2010 (online)]
Auch die Bildplatte, die als Träger für Filme dienen sollte, war ein teurer Mißerfolg. Die amerikanische Firma RCA wollte damit in den siebziger Jahren den Markt erobern. Doch während die Forscher von RCA jahrelang wie verbohrt an der Platte tüftelten, brachten die japanischen Firmen Sony und Matsushita den praktischen Videorecorder mit Kassetten auf den Markt. [Die Zeit, 30.12.1998, Nr. 1]
Den [TV-Krimi] Tatort schon dreimal gesehen? Der Western auch nicht mehr neu? Ein Glück: Der Videorecorder – jeder dritte Deutsche benutzt ihn – schafft Alternativen, ohne sich aus dem Fernsehsessel erheben zu müssen. Kino dagegen ist out. Mit 850 Millionen Mark haben im vergangenen Jahr die etwa 5.000 Videotheken hierzulande den Kartenumsatz der bundesdeutschen Kinos (785 Millionen Mark) erstmals übertroffen. [konkret, 2000 [1987]]

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Videokassettenrekorder · Videorecorder · Videorekorder
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Videorekorder‹, ›Videorecorder‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Videorecorder‹.

Zitationshilfe
„Videorekorder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Videorekorder>, abgerufen am 01.12.2020.

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