Viereck, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Vier-eck (computergeneriert)
Wortzerlegung  vier Eck
Wortbildung  mit ›Viereck‹ als Erstglied: Vierecktuch  ·  mit ›Viereck‹ als Letztglied: Drachenviereck  ·  mit ›Viereck‹ als Grundform: viereckig
eWDG

Bedeutung

Fläche, die von vier geraden Linien begrenzt wird
Beispiele:
ein gleichseitiges, schiefwinkliges, rechtwinkliges Viereck
die Diagonalen des Vierecks
umgangssprachlich Rechteck, Quadrat
Beispiele:
Papier in kleine Vierecke zerschneiden
der Stoff war mit roten und weißen Vierecken gemustert
der Hof bildete ein langgezogenes Viereck
die Soldaten, Schüler stellten sich in einem offenen Viereck auf
sie gingen nur einmal ums Viereck (= machten einen kleinen Rundgang durch vier das Haus umschließende Straßen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

vier · vierter · vierzehn · vierzig · Viertel · Viereck · viereckig
vier Num. ahd. fior (8. Jh.), mhd. vier, asächs. fi(u)war, fior, mnd. vēr, mnl. vier(e), nl. vier, aengl. fēower (nordhumbr. fēor), engl. four ‘vier’; daneben steht aengl. (in Zusammensetzungen) fyþer-, fiþer- ‘vier-’, anord. fjōrir m. (aus *fioðrir, *feðurēʀ), got. fidwōr, fidur-, krimgot. fyder, so daß von einer noch vor Beginn der germ. Lautverschiebung entstandenen Form *petu̯ōr (mit p- aus k‐ͧ-) auszugehen ist. Diese geht mit aind. catvā́raḥ, awest. čaθwar-, griech. téssares, (att.) téttares (τέσσαρες, τέτταρες), lat. quattuor, air. ceth(a)ir, lit. keturì, aslaw. četyre, russ. četýre (четыре) auf das Zahlwort ie. *ku̯etu̯ōr ‘vier’ (mit verschiedenen Ablautformen) zurück (s. acht). vierter Num. Ord. ahd. fiordo (8. Jh.), mhd. vierde, vierte. vierzehn Num. ahd. fiorzehan (9. Jh.), mhd. vierzehen. vierzig Num. ahd. fiorzug (8. Jh.), mhd. vierzec, -zic; s. -zig. Viertel n. ahd. fiorteil (10. Jh.), mhd. vierteil, viertel, mnd. vērdēl; s. Teil. Viereck n. ‘von vier geraden Linien begrenzte Fläche’ (16. Jh.), substantivierte Rückbildung aus dem untergegangenen Adjektiv ahd. fioreggi ‘viereckig’ (10. Jh.), mhd. vierecke, einer Wiedergabe von lat. quadr(i)angulus ‘viereckig’; dazu viereckig Adj. (15. Jh.), bis Mitte 19. Jh. häufig viereck(e)t, mhd. viereckeht, viereckot.

Thesaurus

Synonymgruppe
Viereck  ●  Geviert  veraltet · Tetragon  fachspr.
Oberbegriffe
  • Figur · geometrische Figur
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Viereck‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Viereck‹.

Verwendungsbeispiele für ›Viereck‹

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Wer genau hinguckt, erkennt das große "U" im blauen Viereck auf dem Dach.
Bild, 14.10.2005
Das könnte man heute gar nicht mehr machen, da springen dir die Spieler im Viereck.
Der Tagesspiegel, 20.05.2005
Nie hätte ich gewagt, von diesem weißen Viereck zu träumen!
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 390
Im großen Viereck sind die Herren aufgestellt, teils in Uniform, teils in feierlichem Schwarz.
o. A.: Einsetzung des Gauleiters Karl Kaufmann als Reichsstatthalter von Hamburg sowie Vereidigung des neuen Hamburger Senats, 20.05.1933
Und langsam erkannte ich viele dämmerige Vierecke - die großen Fenster.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18165
Zitationshilfe
„Viereck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Viereck>, abgerufen am 19.09.2021.

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