Vokal, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Vokals · Nominativ Plural: Vokale
Aussprache
WorttrennungVo-kal (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Vokal‹ als Erstglied: ↗vokalisch  ·  mit ›Vokal‹ als Letztglied: ↗Doppelvokal · ↗Halbvokal  ·  mit ›Vokal‹ als Grundform: ↗Vokalismus
eWDG, 1977

Bedeutung

Laut, bei dessen Bildung die ausgeatmete Luft ungehindert durch den Mund entweichen kann, Selbstlaut
Beispiele:
die Vokale a, e, i, o, u
ein heller, dunkler, kurzer, langer, gedehnter, geschlossener Vokal
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Vokal · vokal · vokalisch
Vokal m. ‘Selbstlaut’, entlehnt (2. Hälfte 15. Jh.) aus gleichbed. lat. vōcālis (littera) f., eigentlich ‘stimmreicher, tönender Buchstabe’. Zugrunde liegt das Adjektiv lat. vōcālis ‘mit Stimme begabt, stimmhaft, klangvoll, tönend’, abgeleitet von lat. vōx (Genitiv vōcis) ‘Laut, Ton, Schall, Stimme, Wort, Rede’. Bis gegen Ende des 17. Jhs. auch im Dt. in der lat. Form Vocalis. vokal Adj. in der Musik ‘durch die menschliche Singstimme hervorgebracht, die Singstimme betreffend, für Singstimme geschrieben’ (Ende 16. Jh.; im Unterschied zu instrumental), aus lat. vōcālis (s. oben). Zuerst in der Fügung lat. Musica Vocalis ‘Vokalmusik’; seit Mitte des 17. Jhs. meist Bestimmungswort in Zusammensetzungen wie Vokalmusik, -satz, -konzert, in jüngster Zeit wieder adjektivisch bezeugt in der Bedeutung ‘stimmlich, gesanglich’. vokalisch Adj. ‘stimmlich, gesanglich’ (Mitte 18. Jh.), heute vornehmlich ‘den Vokal betreffend, damit gebildet, selbstlautend’ (19. Jh.).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Selbstlaut · Vokal
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Antonyme
  • Vokal

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alphabet Aneinanderreihung Aussprache Betonung Dehnung Farbe Färbung Instrumental Klang Konsonant Kürze Länge Melodie Silbe Umlaut Wortanfang abtrennen artikulieren betont dehnen dunkel gedehnt gesprochen gezogen hell kurz langgezogen unbetont vorausgehend vorhergehend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Vokal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vokal mischen sie sich formidabel, darstellerisch kommen sie nicht zusammen.
Die Welt, 05.04.2004
Man hat es in der Tat nicht leicht mit fünf Vokalen, die fünfmal verschieden gesprochen werden.
Der Tagesspiegel, 08.11.2001
Der Vokal im Wort Bär war dem englischen Bear näher.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 456
Die unnatürlich verstärkten Vokale verdecken darum einen großen Teil der Konsonanten.
Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 1912, Nr. 16, Bd. 64
Bei rein lyrischen Stellen dagegen ließ sie stets die Konsonanten weich nehmen und hinter den Vokalen zurücktreten.
Wagner, Siegfried: Erinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1923], S. 21674
Zitationshilfe
„Vokal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Vokal>, abgerufen am 17.10.2019.

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