Volksetymologie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungVolks-ety-mo-lo-gie
WortzerlegungVolkEtymologie
Wortbildung mit ›Volksetymologie‹ als Grundform: ↗volksetymologisch
eWDG, 1977

Bedeutung

Sprachwissenschaft Angleichung eines der Mehrzahl der Sprecher unverständlichen Wortes an ein ähnlich lautendes bekanntes Wort
Beispiel:
›Felleisen‹ ist durch Volksetymologie aus dem französischen Wort ›valise‹ entstanden

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Paretymologie · Volksetymologie
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

gelehrt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Volksetymologie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und die Umbildung von Namen durch Volksetymologie ist zu häufig, um erst bewiesen werden zu müssen.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26743
Aber solche Scheinverwandtschaften, Volksetymologien genannt, kannte auch die alte Schreibung.
Die Zeit, 04.08.2004, Nr. 32
In der Volksetymologie tritt das Substantiv Wind an seine Stelle.
Röhrich, Lutz: schief. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 8993
Die Herkunft der Wörter wurde vergessen, die Volksetymologie gab ihnen einen neuen Stammbaum.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 5
So etwas nennt man Volksetymologie, und ihre Regeln sind häufig besser als die der Sprachwissenschaftler.
Süddeutsche Zeitung, 04.06.1997
Zitationshilfe
„Volksetymologie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Volksetymologie>, abgerufen am 21.10.2019.

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