Volksglaube, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Nebenform Volksglauben · Substantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungVolks-glau-be ● Volks-glau-ben
WortzerlegungVolkGlaube
eWDG, 1977

Bedeutung

früher im Volke verbreiteter, auf Mangel an Kenntnissen über die Vorgänge in der Natur beruhender Glaube an übernatürliche Kräfte
Beispiel:
Nach dem Volksglauben tut man gut daran, zwischen Weihnachten und Neujahr weder Leinen zu spannen noch Wäsche zu hängen [A. ZweigBeil357]

Typische Verbindungen
computergeneriert

alt griechisch zuschreiben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Volksglaube‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der islamische Glaube, auch der Volksglaube, ist nicht fatalistisch, denn er glaubt nicht an ein blindes, unerbittliches Schicksal.
Khoury, Adel Theodor: Freiheit/Willensfreiheit. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 606
Sie ist keine Setzung der Kirche, sondern übernommener, meist umgeformter oder gar tolerierter Volksglaube.
Holtz, G.: Volksfrömmigkeit. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 28035
Solche Steine sollen die Hühner zur verstärkten Eierproduktion anspornen, munkelt der Volksglaube.
Der Tagesspiegel, 26.09.2000
Bis heute hat sich der Volksglaube erhalten, daß es gefährlich sei, jemandem spitze Gegenstände zu schenken.
Röhrich, Lutz: Nadel. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 4208
Daneben bestand der Volksglaube, ein Himmelhund versuche die Sonne aufzufressen.
Die Welt, 03.08.1999
Zitationshilfe
„Volksglaube“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Volksglaube>, abgerufen am 18.10.2019.

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