Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Volksverführer, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Volksverführers · Nominativ Plural: Volksverführer
Aussprache 
Worttrennung Volks-ver-füh-rer
Wortzerlegung Volk Verführer
eWDG

Bedeutung

abwertend jmd., der die Volksmassen irreführt, sie veranlassen will, gegen ihre eigenen Interessen zu handeln, Demagoge
Beispiele:
ein gefährlicher, heuchlerischer Volksverführer
der Kampf gegen die faschistischen Volksverführer

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Volksverführer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In den siebziger Jahren war der charismatische Mann Volkstribun und Volksverführer zugleich. [Die Zeit, 19.01.1996, Nr. 4]
Wieder einmal waren also linke Volksverführer und romantische Weltverbesserer am Werk. [Die Zeit, 19.11.1976, Nr. 48]
Er ist ein begnadeter Redner und Volksverführer, doch leider körperlich missgestaltet. [Süddeutsche Zeitung, 28.10.1999]
Es ist nicht wahr, was der Volksverführer spricht, er selbst glaubt es nicht, und der Fortgang der Handlung widerlegt es. [Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 3120]
Da tauchen sie wieder auf, die Volksverführer von draußen, ihre heimlichen Sympathisanten, die verantwortungslosen Journalisten mit ihrer Hetzschreibe. [Die Zeit, 13.05.1977, Nr. 20]
Zitationshilfe
„Volksverführer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Volksverf%C3%BChrer>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Volksverdummung
Volksverderber
Volksverbundenheit
Volkstümlichkeit
Volkstümelei
Volksverführung
Volksvergnügung
Volksverhetzer
Volksverhetzung
Volksvermögen