Vorbehalt, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Vorbehalt(e)s · Nominativ Plural: Vorbehalte
Aussprache
WorttrennungVor-be-halt (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Vorbehalt‹ als Erstglied: ↗Vorbehaltsgut · ↗vorbehaltlich · ↗vorbehaltlos
 ·  mit ›Vorbehalt‹ als Letztglied: ↗Eigentumsvorbehalt · ↗Finanzierungsvorbehalt · ↗Gesetzesvorbehalt
eWDG, 1977

Bedeutung

unter bestimmten Umständen geltend gemachte Einschränkung, auf Bedenken, teilweise abweichenden Auffassungen beruhende innere Zurückhaltung
Beispiele:
ein stiller, heimlicher, leiser, innerer Vorbehalt
er hatte weitgehende, kritische, moralische Vorbehalte
wir haben ihm gegenüber (im Geheimen) unsere Vorbehalte, müssen einige Vorbehalte dagegen anmelden
ich hatte die Arbeit nur unter Vorbehalt angenommen, mit vielen Vorbehalten übernommen
mit einigen Vorbehalten stimmte er dem Vorhaben zu
er war ohne Vorbehalt damit einverstanden, erkannte das ohne Vorbehalt an

Thesaurus

Synonymgruppe
Befangenheit · ↗Ressentiment · Vorbehalt · ↗Voreingenommenheit · ↗Vorurteil · vorgefasste Meinung
Unterbegriffe
  • Bevölkerungsmeinung · ↗Meinung · Stimmung in der Öffentlichkeit · Urteil der Öffentlichkeit · Volkes Stimme · das öffentliche Klima · öffentliche Meinung  ●  Vox populi  lat. · veröffentlichte Meinung  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) Aber · ↗Beanstandung · ↗Einspruch · ↗Einwendung · ↗Entgegnung · ↗Gegenargument · ↗Gegenstimme · ↗Protest · ↗Reklamation · Vorbehalt · ↗Widerrede · ↗Widerspruch  ●  ↗Einsprache  österr., schweiz. · ↗Einwand  Hauptform · ↗Rekurs  österr., schweiz. · ↗Intervention  fachspr.
Assoziationen
Jura
Synonymgruppe
Artikel · ↗Beschränkung · ↗Einschränkung · ↗Kautel · ↗Verpflichtung · ↗Versteckspiel · Vorbehalt

Typische Verbindungen
computergeneriert

Finanzierbarkeit Genehmigung Kartellbehörde Nachprüfung Vorurteil Widerruf Zustimmung abbauen alliiert anfänglich anmelden aufgeben ausdrücklich ausräumen entkräften erheblich gewiss geäußert grundsätzlich hegen ideologisch kartellrechtlich massiv stoßen versehen vorbringen zerstreuen zustimmen äußern überwinden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Vorbehalt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vorbehalte gegen das Impfen sind so alt wie das Impfen selbst.
Süddeutsche Zeitung, 08.05.2003
Viele Unternehmen könnten hier Vorbehalte haben, weil sie wichtige interne Informationen preisgeben müssten.
Der Tagesspiegel, 25.06.2002
An den »geistlichen Vorbehalt« fühlten sich die protestantischen Stände nicht gebunden.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7324
Auch mit dem geistlichen Vorbehalt fand er sich notgedrungen ab.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1937, S. 232
Übrigens liegt sie auch nicht ohne Vorbehalt in der Richtung der kapitalistischen Interessen.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 607
Zitationshilfe
„Vorbehalt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Vorbehalt>, abgerufen am 18.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Vorbedingung
Vorbedeutung
vorbedeuten
vorbedenken
Vorbedacht
vorbehalten
vorbehaltlich
vorbehaltlos
Vorbehaltseigentum
Vorbehaltsgut