Vorbehalt, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Vorbehalt(e)s · Nominativ Plural: Vorbehalte
Aussprache 
Worttrennung Vor-be-halt
Wortbildung  mit ›Vorbehalt‹ als Erstglied: ↗Vorbehaltsgut · ↗Vorbehaltsklausel · ↗vorbehaltlich · ↗vorbehaltlos
 ·  mit ›Vorbehalt‹ als Letztglied: ↗Eigentumsvorbehalt · ↗Finanzierungsvorbehalt · ↗Gesetzesvorbehalt
eWDG, 1977

Bedeutung

unter bestimmten Umständen geltend gemachte Einschränkung, auf Bedenken, teilweise abweichenden Auffassungen beruhende innere Zurückhaltung
Beispiele:
ein stiller, heimlicher, leiser, innerer Vorbehalt
er hatte weitgehende, kritische, moralische Vorbehalte
wir haben ihm gegenüber (im Geheimen) unsere Vorbehalte, müssen einige Vorbehalte dagegen anmelden
ich hatte die Arbeit nur unter Vorbehalt angenommen, mit vielen Vorbehalten übernommen
mit einigen Vorbehalten stimmte er dem Vorhaben zu
er war ohne Vorbehalt damit einverstanden, erkannte das ohne Vorbehalt an

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Aber · ↗Beanstandung · ↗Einspruch · ↗Einwendung · ↗Entgegnung · ↗Gegenargument · ↗Gegenstimme · ↗Protest · ↗Reklamation · Vorbehalt · ↗Widerrede · ↗Widerspruch  ●  ↗Einsprache  österr., schweiz. · ↗Einwand  Hauptform · ↗Rekurs  österr., schweiz. · ↗Intervention  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Vorbehalt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Vorbehalt‹.

Verwendungsbeispiele für ›Vorbehalt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vorbehalte gegen das Impfen sind so alt wie das Impfen selbst.
Süddeutsche Zeitung, 08.05.2003
Viele Unternehmen könnten hier Vorbehalte haben, weil sie wichtige interne Informationen preisgeben müssten.
Der Tagesspiegel, 25.06.2002
An den »geistlichen Vorbehalt« fühlten sich die protestantischen Stände nicht gebunden.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7324
Auch mit dem geistlichen Vorbehalt fand er sich notgedrungen ab.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1937, S. 232
Übrigens liegt sie auch nicht ohne Vorbehalt in der Richtung der kapitalistischen Interessen.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 607
Zitationshilfe
„Vorbehalt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Vorbehalt>, abgerufen am 25.10.2020.

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