Vorkommen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Vorkommens · Nominativ Plural: Vorkommen
WorttrennungVor-kom-men
Wortbildung mit ›Vorkommen‹ als Letztglied: ↗Erdölvorkommen · ↗Erzvorkommen · ↗Gasvorkommen · ↗Kohlenvorkommen · ↗Kohlevorkommen · ↗Rohstoffvorkommen · ↗Uranvorkommen · ↗Zinnvorkommen · ↗Ölvorkommen
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
nur im Singular
das Vorhandensein (an einem bestimmten Ort)
Beispiele:
das Vorkommen solcher Pflanzen, Gesteinsarten, Bauwerke in dieser Gegend ist überraschend
er suchte nach Ursachen für das häufige Vorkommen dieser Krankheit
[ich] frage ... nach dem Namen des Fisches, nach seinem Vorkommen in venezianischen Gewässern [FrischGantenbein265]
2.
Geologie Fundstätte, Vorrat von Mineralien, Gesteinen oder organischen Verbindungen in der Erdkruste
Beispiele:
dort wurde ein neues, großes, beachtliches Vorkommen von Eisenerz entdeckt
umfangreiche Vorkommen von Kohle, Uran

Thesaurus

Geologie
Synonymgruppe
Lagerstätte · ↗Quelle · Vorkommen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausbeutung Blei Bodenschatz Diamant Eisenerz Erdgas Erdöl Erschließung Erz Exploration Goldgehalt Häufigkeit Kohlenwasserstoff Kupfer Mineral Nordsee Schiefergas Zink abbauwürdig ausbeuten entdeckt ergiebig erschließen erschlossen gehäuft massenhaft reichhaltig unerschlossen Ölsand Ölschiefer

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Vorkommen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Je höher der Preis steigt, desto interessanter wird es, auch Vorkommen auszubeuten, die derzeit nicht wirtschaftlich zu nutzen sind.
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2000
Das vermehrte Vorkommen der Keime auf der Haut hält ungefähr zwei Stunden nach dem Bad an.
Die Zeit, 23.04.1965, Nr. 17
Das ungeheure utopische Vorkommen in der Welt ist explizite fast unerhellt.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 13
Trotz ihres massenhaften Vorkommens kann man monatelang vergeblich nach einem Männchen fahnden.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 231
In solchem »Vorkommen« aber ist die jeweilige Welt erst eigentlich zuhanden.
Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Tübingen: Niemeyer 1986 [1927], S. 99
Zitationshilfe
„Vorkommen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Vorkommen>, abgerufen am 18.10.2019.

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