Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Vorliebe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Vorliebe · Nominativ Plural: Vorlieben · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Vor-lie-be
eWDG

Bedeutung

besondere Neigung, Hang
Beispiele:
er hat eine (ausgesprochene, merkwürdige, heimliche) Vorliebe für klassische Musik, heitere Gedichte, ausgedehnte Spaziergänge, neue Bekanntschaften
seine Äußerung zeigt, verrät eine Vorliebe für gewagte Unternehmungen
ich kenne deine Vorliebe für diesen jungen Mann
seine besondere Vorliebe gehört den Zierfischen
gewisse romantische Vorlieben meines Vaters [ KaschnitzHaus97]
etw. mit (großer, besonderer) Vorliebe tunetw. besonders gern tun
Beispiel:
er hört mit Vorliebe Schlagersendungen, isst mit Vorliebe Erdbeeren, liest solche Bücher mit großer Vorliebe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fürliebnehmen · Vorliebe
vor-, fürliebnehmen Vb. ‘etw. für gut halten, sich damit begnügen, zufrieden geben’, Zusammenrückung der Präposition vor (16. Jh.), für (17. Jh.) mit lieb (Adj., Akkusativ n.) und nehmen. Vorliebe f. ‘Neigung, Interesse’ (Anfang 19. Jh.), mit Vorliebe ‘vorzugsweise’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geneigtheit · Hang · Sympathie · Vorliebe · Wohlwollen · Zuneigung
Assoziationen
Synonymgruppe
Bevorzugung · Hang (zu) · Neigung · Schwäche (für) · Vorliebe  ●  Faible (für)  franz. · Prädilektion  geh., veraltet · Präferenz  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Vorliebe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Vorliebe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Vorliebe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als etwas barbarisch galt auch seine Vorliebe für rohes Obst. [Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 395]
Und die, mit denen ich hinging, pflegten sich über meine Vorliebe für dieses mesquine Lokal zu wundern. [Reventlow, Franziska Gräfin zu: Von Paul zu Pedro. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 10969]
Die Kinder aber in der Schule ließ der Lehrer mit besonderer Vorliebe patriotische Lieder singen. [Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 1882]
Die Vorliebe für prunkvolle Szenen mit Musik ist für solche Darstellungen entscheidend. [Lipphardt, Walther u. a.: Liturgische Dramen. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1960], S. 44984]
Höchstens alt zu sein, dazu bekennen sie sich mit Vorliebe. [Die Zeit, 29.12.1999, Nr. 1]
Zitationshilfe
„Vorliebe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Vorliebe>.

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