Vormacht, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Vormacht · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Vor-macht
Wortbildung  mit ›Vormacht‹ als Erstglied: ↗Vormachtstellung
eWDG, 1977

Bedeutung

beherrschende Rolle, Vorherrschaft
Beispiel:
dieser Staat kämpft um die politische Vormacht, sucht die militärische Vormacht zu erlangen, hat die Vormacht auf dem Gebiete der Schwerindustrie, Erdölförderung

Typische Verbindungen zu ›Vormacht‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Vormacht‹.

Verwendungsbeispiele für ›Vormacht‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie waren die treibende Kraft im Kampf gegen die Vormacht der Militärs.
Die Zeit, 05.12.2011, Nr. 49
Soziale Vormächte, die sich fortsetzen wollen, erweisen sich in der Defensive, wenn alles andere nicht hilft, als lernfähig.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 57
Damit war der Irak entgegen den Interessen fast aller äußeren und regionalen Mächte zur Vormacht am Golf geworden.
konkret, 1990
Aber sie sind im Kampf um die Vormacht nicht mehr Akteure erster Ordnung.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 2, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 183
In der Po-Ebene geht die etruskische Vormacht zugrunde, und Rom steht vor seinen ersten schweren Erschütterungen.
Pittioni, Richard: Der urgeschichtliche Horizont der historischen Zeit. In: Mann, Golo u. a. (Hgg.) Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 673
Zitationshilfe
„Vormacht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Vormacht>, abgerufen am 26.10.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
vormachen
vorm
vorlügen
vorliterarisch
vorlings
Vormachtstellung
Vormagen
vormagnetisieren
vormalig
vormals