Vorwerk, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Vorwerk(e)s · Nominativ Plural: Vorwerke
Aussprache
WorttrennungVor-werk
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
veraltend zu einem landwirtschaftlichen Großbetrieb gehörender, abseits liegender Hof
Beispiele:
das ehemalige, verlassene Vorwerk
[er] wird Schweineställe bauen vom Hauptdorf bis zum Vorwerk [SeegerFernsehspiele164]
2.
historisch Außenwerk einer Festung
Beispiel:
eine Festung mit Wällen und Gräben, Vorwerken und bedeckten Wegen [RaabeII 1,224]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich lief einmal um das Vorwerk herum und ging dann in den Wald.
Hein, Christoph: Horns Ende, Hamburg: Luchterhand 1987 [1985], S. 220
Im Dorf und auf seinem Vorwerk wohnen zusammen fünfhundertelf Personen.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 46
Sie war ursprünglich eine befestigte Anlage und eine Zeitlang ein Vorwerk.
Pfannenschmidt, Helmut: Pössneck-Neustadt(orla) Ranis Triptis, Berlin-Leipzig: VEB Tourist Verlag 1977, S. 48
Schon gab er den Auftrag, Vorwerke für die Anlage von Mustergütern aufzukaufen.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 386
Als sie im Vorwerk anlangten, stand die Sonne schon tief.
Keyserling, Eduard von: Beate und Mareile, Berlin: Fischer [1903], S. 101
Zitationshilfe
„Vorwerk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Vorwerk>, abgerufen am 26.06.2019.

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