Votum, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Votums · Nominativ Plural: Voten
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Votums · Nominativ Plural: Vota
Aussprache
WorttrennungVo-tum (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Votum‹ als Letztglied: Minderheitenvotum · Minderheitsvotum · Misstrauensvotum · Sondervotum · Vertrauensvotum · Wählervotum
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich
1.
Stimme
2.
Entscheidung durch Stimmabgabe
3.
(besonders) schweizerisch Diskussionsbeitrag im Parlament, in einer Versammlung o. Ä.
4.
Urteil, Stellungnahme
5.
veraltet feierliches Gelübde
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Votum n. in der Kirchensprache ‘Gelübde’ der Keuschheit, der Armut, des Gehorsams (1. Hälfte 16. Jh.), in der Rechtssprache ‘Entscheidung, Meinungsäußerung, Gutachten, Stimme (bei einer Abstimmung oder Wahl)’ (Ende 16. Jh.), Übernahme von lat. vōtum ‘feierliches (religiöses) Versprechen, Gelübde, Gelöbnis bei Ehebündnissen, Wunsch, Verlangen’; zu lat. vovēre (vōtum) ‘geloben, feierlich versprechen, erflehen, wünschen’.
OpenThesaurus (09/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Stimme · Wählerstimme · Wahlstimme
Synonymgruppe
Unterbegriffe
Assoziationen
Assoziationen
Synonymgruppe
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber ein Votum für einen von beiden gebe ich nicht ab.
Die Welt, 10.06.2005
Tatsächlich hatte sich das rechtsextreme Votum schon lange schleichend angekündigt.
Der Tagesspiegel, 30.04.2002
Niemand in Ost und West wird ein Votum aller Deutschen für die Einheit ihres Landes ignorieren oder als nicht berechtigt in Frage stellen können.
Nr. 106: Schreiben Kohl an Shamir vom 1. Dezember 1989. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 22389
Das Gutachten schließt mit dem Votum, Bieling, der Drucker und Verleger, solle das Buch ruhig verkaufen.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1909], S. 27666
Wo sich der einzelne Direktor streng an das Votum seiner Kommission hielt, war es oft schwer, rechtzeitig zum Ziele zu kommen.
Bode, Wilhelm von: Mein Leben, 2 Bde. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 1765
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bundesrates Delegierten Ethikrates Jury Parlaments Parteitags Wissenschaftsrates Wähler abgeben abgegebenen ablehnenden abschließendes abweichenden ausfiel beugen bindend eindeutiges einheitliches einhelligen einmütige einstimmiges gespaltenes gewertet hinwegsetzen klares negativen positives respektieren zustimmendes überwältigenden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Votum‹.