Wähler, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Wählers · Nominativ Plural: Wähler
Aussprache 
Worttrennung Wäh-ler
Wortbildung  mit ›Wähler‹ als Erstglied: Wählerauftrag · Wählerbeschimpfung · Wählergruppe · Wählergunst · Wählerin · Wählerinitiative · Wählerliste · Wählerschicht · Wählerstimme · Wählerverband · Wählervereinigung · Wählerverhalten · Wählervertreter · Wählervertreterkonferenz · Wählerverzeichnis · Wählerwanderung · Wählerwille · Wählerwillen · wählerisch
 ·  mit ›Wähler‹ als Letztglied: Durchschnittswähler · Erstwähler · Jungwähler · Kanalwähler · Nichtwähler · Protestwähler · Stammwähler · Unionswähler · Wechselwähler
 ·  mit ›Wähler‹ als Grundform: Wählerschaft
eWDG

Bedeutungen

1.
Teilnehmer an einer Wahl, Abstimmung
Beispiel:
die Mehrheit, Entscheidung der Wähler
2.
Wahlberechtigter
Beispiel:
eine Diskussion der Wähler mit den Kandidaten ihres Wahlkreises
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wählen · Wahl · Wahlverwandtschaft · Wahlspruch · erwählen · Wähler · wählerisch
wählen Vb. ‘(unter mehreren Möglichkeiten) aussuchen, nach eigenem Ermessen bestimmen’, ahd. wellen (8. Jh.), mhd. weln, wel(l)en, anord. velja, schwed. välja, got. waljan ist zu der unter wollen2 (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *u̯el- ‘wollen, wählen’ gebildet. Ahd. wellen (aus germ. *waljan) tritt auch als Infinitiv in das Paradigma des unter wollen2 behandelten Verbs ein. Wahl f. ‘Möglichkeit, unter mehreren auszusuchen, Bestimmung nach eigenem Ermessen, nach freiem Entschluß’, ahd. wala (9. Jh.), mhd. wal(e), im Genus abweichend anord. val n., schwed. val n.; Bildung zum Verb. Wahlverwandtschaft f. das Bestreben chemischer Stoffe, eine Verbindung einzugehen, ein Übersetzungswort, zuerst (Weigel 1779) für attractio electiva, dann für lat. affīnitas (s. Affinität). Seit Goethe (Die Wahlverwandtschaften 1809) in übertragenem Sinne ‘Verbundenheit in innerer Übereinstimmung’. Wahlspruch m. ‘Motto, Devise’ (1648, Zesen). erwählen Vb. ‘aussuchen, durch Wahl bestimmen’, ahd. irwellen (um 800), mhd. erweln, erwellen. Wähler m. mhd. welære, wel(l)er ‘wer jmdn. in ein Amt wählt’, zuerst von den den König wählenden Kurfürsten. wählerisch Adj. ‘sorgfältig auswählend, schwer zufriedenzustellen, verwöhnt’ (Ende 17. Jh.).

Thesaurus

Politik
Synonymgruppe
Urnengänger · Wahlberechtigte · Wahlvolk · Wähler · Wählerschaft  ●  Stimmbürger  schweiz. · Stimmvolk  schweiz. · Elektorat  fachspr. · Stimmvieh  derb · Urnenpöbel (meist selbstironisch)  derb · Wahlvieh  derb
Politik
Synonymgruppe
Teilnehmer an der Wahl · Wähler

Typische Verbindungen zu ›Wähler‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wähler‹.

Verwendungsbeispiele für ›Wähler‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Morgen treten die Wähler zur entscheidenden Tat auf den Plan. [Leipziger Volkszeitung, 17.10.1910]
Allerdings können die Wähler die Abberufung nur in Übereinstimmung mit dem zuständigen Ausschuß der Nationalen Front verlangen. [Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - W. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 21552]
Er hat seine Chance vom Wähler bekommen, jetzt muß er sie nutzen. [Der Spiegel, 27.06.1994]
Sie haben Ihren Wählern versprochen, es gebe eine "Rotation nach zwei Jahren". [Der Spiegel, 11.03.1985]
Den Wählern dagegen waren die Veränderungen schon damals zu groß. [Die Zeit, 28.10.1999, Nr. 44]
Zitationshilfe
„Wähler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/W%C3%A4hler>.

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