Wäsche, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wäsche · Nominativ Plural: Wäschen
Aussprache 
Worttrennung Wä-sche
Wortbildung  mit ›Wäsche‹ als Erstglied: Wäscheausfahrer · Wäscheballen · Wäschebatist · Wäscheberg · Wäschebeschließerin · Wäschebeutel · Wäschebleiche · Wäscheboden · Wäschebündel · Wäschefabrik · Wäschefach · Wäschegarnitur · Wäschegeschäft · Wäschegestell · Wäschekammer · Wäscheklammer · Wäscheknopf · Wäschekommode · Wäschekorb · Wäscheleine · Wäschemangel · Wäschepaket · Wäschepfahl · Wäscheplatz · Wäschepuff · Wäscherolle · Wäscheschleuder · Wäscheschneider · Wäscheschrank · Wäschespind · Wäschesprenger · Wäschestampfer · Wäschestange · Wäschestapel · Wäschestoff · Wäscheständer · Wäschestärke · Wäschestück · Wäschestütze · Wäschetinte · Wäschetrockner · Wäschetrommel · Wäschetruhe · Wäschewechsel · Wäschezeichen · Wäschezettel · Wäschezober · Wäschezuber
 ·  mit ›Wäsche‹ als Letztglied: Babywäsche · Badewäsche · Bettwäsche · Buntwäsche · Damenwäsche · Erstlingswäsche · Erzwäsche · Feinwäsche · Gehirnwäsche · Geldwäsche · Goldwäsche · Haushaltswäsche · Haushaltwäsche · Herrenwäsche · Hirnwäsche · Katzenwäsche · Kinderwäsche · Kochwäsche · Kohlenwäsche · Kopfwäsche · Leibwäsche · Leinenwäsche · Mangelwäsche · Mohrenwäsche · Nasswäsche · Nierenwäsche · Reizwäsche · Rheumawäsche · Schaumwäsche · Schmutzwäsche · Seidenwäsche · Sommerwäsche · Tischwäsche · Trockenwäsche · Unterwäsche · Wagenwäsche · Weißwäsche · Winterwäsche
eWDG

Bedeutungen

1.
Gesamtheit dessen, was aus Stoff verfertigt ist, unter der Oberbekleidung getragen oder im Haushalt verwendet wird und gewaschen werden kann
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
weiße, bunte, grobe, feine, seidene, neue, saubere, schrankfertige, nasse, trockene, getragene, schmutzige Wäsche
Wäsche aus synthetischem Gewebe, Leinen, Flanell
die Wäsche liegt im Schrank, hängt auf der Leine
die Wäsche waschen, einsprengen, einweichen, kochen, spülen, stärken, schleudern
die Wäsche bleichen, trocknen, aufhängen, abnehmen
die Wäsche legen (= ordentlich vorm Bügeln, Mangeln zusammenfalten)
die Wäsche mangeln, rollen, bügeln
norddeutsch, mitteldeutschdie Wäsche plätten
die Wäsche ausbessern, stopfen
sie räumte die Wäsche in den Schrank
frische Wäsche anziehen
warme Wäsche tragen
die Wäsche (= Unterwäsche) wechseln
seine Wäsche schonend behandeln
die Wäsche in die Wäscherei bringen
Flecke aus der Wäsche herauswaschen
bildlich
Beispiel:
saloppdumm aus der Wäsche gucken (= fassungslos, überrascht sein)
umgangssprachlich vor anderen seine schmutzige Wäsche waschenmissliche private Angelegenheiten vor anderen ausbreiten
Beispiel:
Die Gegenpartei hätte mit Drohungen begonnen, schmutzige Wäsche vor aller Öffentlichkeit waschen zu wollen [ KasackStadt160]
2.
das Waschen
a)
von 1
Beispiele:
wir haben heute Wäsche (= Waschtag)
die große Wäsche (= das Waschen einer großen Menge Haushaltswäsche)
die kleine Wäsche (= das Waschen einiger Bekleidungsstücke)
Hemden, Handtücher in die Wäsche (= zum Waschen) geben
die Betttücher sind alle in der Wäsche (= werden gewaschen)
die Strümpfe sind in der Wäsche (= durch das Waschen) eingelaufen
daß ein Stoff … auch nach mehreren Wäschen noch wie neu aussehen soll [ Sprachpflege1970]
b)
des Körpers
Beispiel:
die Körperpflege mit der täglichen Wäsche von Kopf bis Fuß [ SchweickertKnigge92]
c)
Beispiele:
Bergmannssprachedie Wäsche (= nasse Aufbereitung) der Kohle, des Erzes
Bergmannssprachedie Wäsche (= das Ausschwemmen) von Edelmetallen, Eisen und Edelsteinen
die Wäsche (= Säuberung der Karosserie) eines Autos
3.
Bergmannssprache Anlage zum Waschen von Kohle, Erz
Beispiel:
Wenn ich aus der Schule heraus bin, suche ich mir gleich Arbeit in einer Wäsche (= Kohlenwäsche) [ MarchwitzaJugend60]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

waschen · Wäsche · Waschlappen · Waschzettel
waschen Vb. ‘mit Wasser reinigen’, ahd. wascan (8. Jh.), mhd. waschen, weschen, asächs. waskan, mnd. waschen, mnl. wasscen, nl. wassen, aengl. wæscan, wascan, waxan, engl. to wash (germ. *waskan). Herkunft nicht eindeutig geklärt. Im Sinne von ‘im Wasser hin und her bewegen’ mit sk-Suffix zu der unter Wasser (s. d.) angegebenen Wurzelerweiterung (germ. *watsk-) und nachfolgender Erleichterung der dreifachen Konsonanz? Oder (Seebold 539) zu kelt. *wāsk- ‘drücken’, vgl. mir. fáiscid ‘drückt, drückt aus, wringt’, kymr. gwasgu ‘pressen, drücken’? Wäsche f. ‘Vorgang, Tätigkeit des Waschens, Gesamtheit der zu waschenden Stücke’, ahd. wesca ‘Waschung, Waschmittel’ (11. Jh.), mhd. wesche ‘das Waschen, zu waschende Stücke’; vgl. ahd. wasca ‘Waschung’ (9. Jh.), ‘Waschmittel’ (11. Jh.). Waschlappen m. ‘zur Reinigung (des Körpers) dienender Lappen’ (17. Jh.), ‘schwacher, energie- und charakterloser Mensch’ (19. Jh.). Waschzettel m. ‘beigegebenes Verzeichnis der zur Wäsche bestimmten Stücke’ (Anfang 18. Jh.), übertragen (ironisierend) ‘Veröffentlichung literarischer Nichtigkeiten’ (1830, besonders auf die Kleinarbeit der Goetheforschung bezogen), dann ‘einem Schriftwerk beigegebener zusammenfassender und erläuternder Text’, besonders ‘Begleitreklame im Buchhandel’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dessous · Unterbekleidung · Weißwäsche · Wäsche  ●  Leibwäsche  veraltend · Trikotagen  veraltend · Unterwäsche  Hauptform
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Wäsche‹ (berechnet)

aufgehängt aufhängen beschmutzt blütenweiß bügeln dreckig einweichen flattern flatternd frisch frischgewaschen gebügelt gestärkt getrocknet gewaschen hängen naß reinigen sauber schmutzig sortieren trocknen trocknend verschmutzt waschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wäsche‹.

Verwendungsbeispiele für ›Wäsche‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn durch richtiges Aufhängen kann man das spätere Aussehen der Wäsche sehr beeinflussen. [Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 297]
Kurz vor Mittag noch konnten wir die ganze Wäsche schon aufhängen. [Reklame-Praxis, 1927, Nr. 3, Bd. 4]
Wie schichtet man die Wäsche in den Korb, um sie dann unbeschadet in einen Schrank stapeln zu können? [Die Zeit, 04.10.1996, Nr. 41]
Seit ein paar Tagen hängen wir über seinem Kabel unsere Wäsche auf. [Die Zeit, 02.02.1996, Nr. 6]
Wie gern hat sie einst, bevor sie sie wusch, ihre Nase in deine Wäsche gesteckt. [Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 177]
Zitationshilfe
„Wäsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/W%C3%A4sche>.

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