Wäsche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wäsche · Nominativ Plural: Wäschen
Aussprache
WorttrennungWä-sche
Wortbildung mit ›Wäsche‹ als Erstglied: ↗Wäscheballen · ↗Wäscheberg · ↗Wäschebeschließerin · ↗Wäschebeutel · ↗Wäscheboden · ↗Wäschebündel · ↗Wäschefabrik · ↗Wäschefach · ↗Wäschegarnitur · ↗Wäschegeschäft · ↗Wäschekammer · ↗Wäscheklammer · ↗Wäscheknopf · ↗Wäschekommode · ↗Wäschekorb · ↗Wäscheleine · ↗Wäschemangel · ↗Wäschepaket · ↗Wäschepfahl · ↗Wäscheplatz · ↗Wäschepuff · ↗Wäscherolle · ↗Wäscheschleuder · ↗Wäscheschneider · ↗Wäscheschrank · ↗Wäschespind · ↗Wäschestampfer · ↗Wäschestoff · ↗Wäschestärke · ↗Wäschestück · ↗Wäschetinte · ↗Wäschetrommel · ↗Wäschetruhe · ↗Wäschewechsel · ↗Wäschezeichen · ↗Wäschezettel
 ·  mit ›Wäsche‹ als Letztglied: ↗Babywäsche · ↗Bettwäsche · ↗Buntwäsche · ↗Damenwäsche · ↗Erstlingswäsche · ↗Erzwäsche · ↗Feinwäsche · ↗Gehirnwäsche · ↗Geldwäsche · ↗Goldwäsche · ↗Haushaltswäsche · ↗Haushaltwäsche · ↗Herrenwäsche · ↗Hirnwäsche · ↗Katzenwäsche · ↗Kinderwäsche · ↗Kochwäsche · ↗Kohlenwäsche · ↗Kopfwäsche · ↗Leibwäsche · ↗Leinenwäsche · ↗Mangelwäsche · ↗Mohrenwäsche · ↗Nasswäsche · ↗Reizwäsche · ↗Rheumawäsche · ↗Schaumwäsche · ↗Schmutzwäsche · ↗Seidenwäsche · ↗Sommerwäsche · ↗Tischwäsche · ↗Trockenwäsche · ↗Unterwäsche · ↗Wagenwäsche · ↗Weißwäsche · ↗Winterwäsche
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
Gesamtheit dessen, was aus Stoff verfertigt ist, unter der Oberbekleidung getragen oder im Haushalt verwendet wird und gewaschen werden kann
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
weiße, bunte, grobe, feine, seidene, neue, saubere, schrankfertige, nasse, trockene, getragene, schmutzige Wäsche
Wäsche aus synthetischem Gewebe, Leinen, Flanell
die Wäsche liegt im Schrank, hängt auf der Leine
die Wäsche waschen, einsprengen, einweichen, kochen, spülen, stärken, schleudern
die Wäsche bleichen, trocknen, aufhängen, abnehmen
die Wäsche legen (= ordentlich vorm Bügeln, Mangeln zusammenfalten)
die Wäsche mangeln, rollen, bügeln
norddeutsch, mitteldeutschdie Wäsche plätten
die Wäsche ausbessern, stopfen
sie räumte die Wäsche in den Schrank
frische Wäsche anziehen
warme Wäsche tragen
die Wäsche (= Unterwäsche) wechseln
seine Wäsche schonend behandeln
die Wäsche in die Wäscherei bringen
Flecke aus der Wäsche herauswaschen
bildlich
Beispiel:
saloppdumm aus der Wäsche gucken (= fassungslos, überrascht sein)
umgangssprachlich vor anderen seine schmutzige Wäsche waschenmissliche private Angelegenheiten vor anderen ausbreiten
Beispiel:
Die Gegenpartei hätte mit Drohungen begonnen, schmutzige Wäsche vor aller Öffentlichkeit waschen zu wollen [KasackStadt160]
2.
das Waschen
a)
von 1
Beispiele:
wir haben heute Wäsche (= Waschtag)
die große Wäsche (= das Waschen einer großen Menge Haushaltswäsche)
die kleine Wäsche (= das Waschen einiger Bekleidungsstücke)
Hemden, Handtücher in die Wäsche (= zum Waschen) geben
die Betttücher sind alle in der Wäsche (= werden gewaschen)
die Strümpfe sind in der Wäsche (= durch das Waschen) eingelaufen
daß ein Stoff ... auch nach mehreren Wäschen noch wie neu aussehen soll [Sprachpflege1970]
b)
des Körpers
Beispiel:
die Körperpflege mit der täglichen Wäsche von Kopf bis Fuß [SchweickertKnigge92]
c)
Beispiele:
Bergmannssprachedie Wäsche (= nasse Aufbereitung) der Kohle, des Erzes
Bergmannssprachedie Wäsche (= das Ausschwemmen) von Edelmetallen, Eisen und Edelsteinen
die Wäsche (= Säuberung der Karosserie) eines Autos
3.
Bergmannssprache Anlage zum Waschen von Kohle, Erz
Beispiel:
Wenn ich aus der Schule heraus bin, suche ich mir gleich Arbeit in einer Wäsche (= Kohlenwäsche) [MarchwitzaJugend60]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

waschen · Wäsche · Waschlappen · Waschzettel
waschen Vb. ‘mit Wasser reinigen’, ahd. wascan (8. Jh.), mhd. waschen, weschen, asächs. waskan, mnd. waschen, mnl. wasscen, nl. wassen, aengl. wæscan, wascan, waxan, engl. to wash (germ. *waskan). Herkunft nicht eindeutig geklärt. Im Sinne von ‘im Wasser hin und her bewegen’ mit sk-Suffix zu der unter ↗Wasser (s. d.) angegebenen Wurzelerweiterung (germ. *watsk-) und nachfolgender Erleichterung der dreifachen Konsonanz? Oder (Seebold 539) zu kelt. *wāsk- ‘drücken’, vgl. mir. fáiscid ‘drückt, drückt aus, wringt’, kymr. gwasgu ‘pressen, drücken’? Wäsche f. ‘Vorgang, Tätigkeit des Waschens, Gesamtheit der zu waschenden Stücke’, ahd. wesca ‘Waschung, Waschmittel’ (11. Jh.), mhd. wesche ‘das Waschen, zu waschende Stücke’; vgl. ahd. wasca ‘Waschung’ (9. Jh.), ‘Waschmittel’ (11. Jh.). Waschlappen m. ‘zur Reinigung (des Körpers) dienender Lappen’ (17. Jh.), ‘schwacher, energie- und charakterloser Mensch’ (19. Jh.). Waschzettel m. ‘beigegebenes Verzeichnis der zur Wäsche bestimmten Stücke’ (Anfang 18. Jh.), übertragen (ironisierend) ‘Veröffentlichung literarischer Nichtigkeiten’ (1830, besonders auf die Kleinarbeit der Goetheforschung bezogen), dann ‘einem Schriftwerk beigegebener zusammenfassender und erläuternder Text’, besonders ‘Begleitreklame im Buchhandel’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dessous · ↗Unterbekleidung · ↗Weißwäsche · Wäsche  ●  ↗Leibwäsche  veraltend · Trikotagen  veraltend · ↗Unterwäsche  Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufhängen Bademode Bekleidung Geschirr Kleid Kleidung Korb Lein Leine Reinigung Strumpf Trocknen Waschen aufgehängt aufhängen bügeln dreckig flattern flatternd frisch gewaschen gucken nass reinigen sauber schmutzig trocknen trocknend verschmutzt waschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wäsche‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der junge Mann holte sich frische Wäsche aus seinem voll gelaufenen Haus.
Bild, 05.05.2001
Mit dem Liefern der Wäsche ist es bei der 70-jährigen Frau K. nicht getan.
Der Tagesspiegel, 01.09.2000
Vor einem Monat nahm man ihr die wöchentlich eingelieferte Wäsche nicht mehr ab.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 84
Die Zuteilung zur Wäsche ist so knapp, daß man nicht einmal wechseln kann.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 05.12.1939, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Die Verwaltung der Wäsche, die vielleicht noch wichtiger ist, führte sie während der ganzen Zeit durch.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„Wäsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wäsche>, abgerufen am 15.11.2019.

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