Würfel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Würfels · Nominativ Plural: Würfel
Aussprache 
Worttrennung Wür-fel
Wortbildung  mit ›Würfel‹ als Erstglied: ↗Würfelauge · ↗Würfelbecher · ↗Würfelbrett · ↗Würfelbude · ↗Würfelkapitell · ↗Würfelqualle · ↗Würfelspiel · ↗Würfelspieler · ↗Würfelzucker · ↗würfelförmig · ↗würfelig · ↗würflig
 ·  mit ›Würfel‹ als Letztglied: ↗Blitzwürfel · ↗Bouillonwürfel · ↗Brühwürfel · ↗Brüllwürfel · ↗Eiswürfel · ↗Spielwürfel · ↗Suppenwürfel · ↗Zauberwürfel
eWDG

Bedeutungen

1.
Mathematik Körper, der von sechs gleichseitigen, viereckigen Flächen begrenzt wird, Hexaeder
Beispiele:
die Höhe, Kante eines Würfels
der Inhalt, die Oberfläche eines Würfels berechnen
2.
kleiner, oft schwarzer Körper in der Form von 1, dessen Flächen mit Punkten versehen sind, die von eins bis sechs ansteigen, und den der Spieler wirft, wobei er eine möglichst große Zahl von Punkten zu erreichen sucht
Beispiele:
ein hölzerner Würfel
ein Würfel aus Elfenbein
ein Satz Würfel
die Würfel rollen, klappern
Würfel spielen (= würfeln)
[ein Bauer] Der falsche Würfel tät bei sich haben [ SchillerWallenst. Lager9]
bildlich
Beispiel:
gehobendie Würfel sind gefallen (= es ist entschieden)
3.
übertragen Dinge, die einem Würfel äußerlich ähnlich sind
a)
von Nahrungsmitteln
Beispiele:
ein Würfel Zucker, Margarine
Speck in Würfel schneiden
b)
von Bauten
Beispiele:
der weiße Würfel eines Hochhauses
das Gebäude war ein grauer Würfel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Würfel · würfeln
Würfel m. ‘Kubus’, ahd. wirfil (um 1000), wurfil (Hs. 12. Jh.), mhd. würfel, mnd. mnl. worpel, auch ‘Wurfriemen bei der Vogeljagd’, aengl. wyrpel ‘Fußband, Wurfriemen’, anord. verpill ‘Würfel’, mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ila- (vgl. Griffel, Schlüssel, Wirbel, Zügel) zu unterschiedlichen Ablautstufen des unter ↗werfen (s. d.) behandelten Verbs gebildet. Würfel bezeichnet zunächst den Spielwürfel, sodann seit dem 16. Jh. (vom kubisch geformten Spielgerät ausgehend) den geometrischen Körper mit sechs gleichen quadratischen Flächen. würfeln Vb. ‘mit Würfeln spielen’ (Anfang 16. Jh.), ‘in Würfelform bringen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Spielwürfel · Würfel
Mathematik
Synonymgruppe
Kubus · Sechsflächner · Würfel · regelmäßiges Hexaeder
Oberbegriffe
  • platonischer Körper · regulärer Polyeder

Typische Verbindungen zu ›Würfel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Würfel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Würfel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hat er sich gar eine Lösung für den Würfel von ihm erhofft?
Die Zeit, 27.07.2009 (online)
Es gibt dem gläsernen Würfel eine graphische Struktur, ja sogar eine gewisse Tiefe.
Süddeutsche Zeitung, 21.08.1998
Wenn damals ein mächtiger Mann einen anderen beschimpfen wollte, schickte er ihm goldene Würfel.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 41
In Abständen zwischen Gärten soweit man sieht einstöckige weiße regelmäßige steinerne Häuser, elegante Würfel.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1925. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1925], S. 237
Ein Würfel zeigt sechs verschiedene Zahlen; der höchste Wurf ist nur einer von diesen sechs Fällen.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 31631
Zitationshilfe
„Würfel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/W%C3%BCrfel>, abgerufen am 20.01.2021.

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