Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wachs, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Wachses · Nominativ Plural: Wachse
Aussprache  [vaks]
Wortbildung  mit ›Wachs‹ als Erstglied: Malstift · Wachsabdruck · Wachsbild · Wachsblume · Wachsbohne · Wachsengel · Wachsfackel · Wachsfarbe · Wachsfigur · Wachskerze · Wachsleinen · Wachsleinwand · Wachsmalerei · Wachsmalkreide · Wachsmalstift · Wachsmaske · Wachsmodell · Wachspapier · Wachspuppe · Wachsrose · Wachsschicht · Wachssiegel · Wachstafel · Wachstuch · Wachszelle · Wachszieher · wachsartig · wachsbleich · wachsfarbig · wachsgelb · wachsweich · wachsweiß · wächsern
 ·  mit ›Wachs‹ als Letztglied: Bohnerwachs · Haarwachs · Jungfernwachs · Kerzenwachs · Schiwachs · Skiwachs
 ·  mit ›Wachs‹ als Grundform: wachsen2
eWDG

Bedeutung

fettige, leicht knetbare und schmelzbare Masse, die meist aus dem von den Bienen ausgeschiedenen Stoff für die Waben gewonnen oder auch chemisch erzeugt wird und besonders zur Herstellung von Kerzen dient
Beispiele:
weißes, gelbes, flüssiges Wachs
echtes Wachs (= Bienenwachs)
Kerzen aus Wachs
Wachs schmilzt, wird fest
Wachs formen, kneten, ziehen
etw. in Wachs abdrücken, gießen
etw. mit Wachs bestreichen, einreiben, verkleben
einen Faden mit Wachs glätten
bildlich
Beispiel:
Mein Herz ist weiches Wachs in ihrer Hand (= sie kann mit mir machen, was sie will) [ SchillerJungfr. v. OrleansIII 4]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wachs · wachsen1
Wachs n. von Bienen zum Bau ihrer Waben ausgeschiedener fettiger, leicht schmelzender Stoff, ahd. (9. Jh.), mhd. wahs, (md.) was, asächs. wahs, mnd. mnl. nl. was, aengl. wæx, weax, engl. wax, anord. vax, norw. voks (germ. *wahsa-) sowie (mit sk für ks) lit. vãškas, aslaw. aruss. voskъ, russ. vosk (воск) führen auf ie. *u̯okso- ‘Wachs’, eine ablautende Weiterbildung der Wurzel ie. *u̯eg- ‘weben, knüpfen, Gewebe, Gespinst’ (s. auch wickeln). – wachsen1 Vb. ‘mit Wachs beschmieren, glätten und polieren’ (15. Jh.), ahd. wahsen (10. Jh.), nhd. (mit Umlaut) wächsen (15. Jh., selten wachsen, s. auch wichsen); in neuerer Zeit (unter Anlehnung an das Substantiv) wachsen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kerzenwachs · Wachs

Typische Verbindungen zu ›Wachs‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wachs‹.

Verwendungsbeispiele für ›Wachs‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu sehr war er Wachs in den Händen der Regierungen. [Die Zeit, 29.06.2009, Nr. 26]
Ich kann seine Hände nicht gut ansehen, sie sind wie Wachs. [Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 3]
Oft mußte ich ihm heißes Wachs auf die nackte Haut gießen. [Bild, 16.03.2006]
Aber in der Kapelle muss es kühl sein und nach Wachs und trockenem Steine riechen. [Altenberg, Peter: Was der Tag mir zuträgt. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1901], S. 1024]
Da gräbt bei der Schallaufnahme ein kleiner spitzer Saphir jene geheimnisvollen Rillen in weiches Wachs. [Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 297]
Zitationshilfe
„Wachs“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wachs>.

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