Wachs, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Wachses · Nominativ Plural: Wachse
Aussprache
Wortbildung mit ›Wachs‹ als Erstglied: ↗Malstift · ↗Wachsabdruck · ↗Wachsbild · ↗Wachsbohne · ↗Wachsfigur · ↗Wachskerze · ↗Wachsleinen · ↗Wachsmalerei · ↗Wachsmalkreide · ↗Wachsmalstift · ↗Wachspapier · ↗Wachspuppe · ↗Wachsschicht · ↗Wachssiegel · ↗Wachstafel · ↗Wachstuch · ↗Wachszelle · ↗Wachszieher · ↗wachsartig · ↗wachsbleich · ↗wachsfarbig · ↗wachsgelb · ↗wachsweich · ↗wachsweiß · ↗wächsern
 ·  mit ›Wachs‹ als Letztglied: ↗Jungfernwachs · ↗Schiwachs · ↗Skiwachs
 ·  mit ›Wachs‹ als Grundform: ↗wachsen2
eWDG, 1977

Bedeutung

fettige, leicht knetbare und schmelzbare Masse, die meist aus dem von den Bienen ausgeschiedenen Stoff für die Waben gewonnen oder auch chemisch erzeugt wird und besonders zur Herstellung von Kerzen dient
Beispiele:
weißes, gelbes, flüssiges Wachs
echtes Wachs (= Bienenwachs)
Kerzen aus Wachs
Wachs schmilzt, wird fest
Wachs formen, kneten, ziehen
etw. in Wachs abdrücken, gießen
etw. mit Wachs bestreichen, einreiben, verkleben
einen Faden mit Wachs glätten
bildlich
Beispiel:
Mein Herz ist weiches Wachs in ihrer Hand (= sie kann mit mir machen, was sie will) [SchillerJungfr. v. OrleansIII 4]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wachs · wachsen1
Wachs n. von Bienen zum Bau ihrer Waben ausgeschiedener fettiger, leicht schmelzender Stoff, ahd. (9. Jh.), mhd. wahs, (md.) was, asächs. wahs, mnd. mnl. nl. was, aengl. wæx, weax, engl. wax, anord. vax, norw. voks (germ. *wahsa-) sowie (mit sk für ks) lit. vãškas, aslaw. aruss. voskъ, russ. vosk (воск) führen auf ie. *u̯okso- ‘Wachs’, eine ablautende Weiterbildung der Wurzel ie. *u̯eg- ‘weben, knüpfen, Gewebe, Gespinst’ (s. auch ↗wickeln). wachsen1 Vb. ‘mit Wachs beschmieren, glätten und polieren’ (15. Jh.), ahd. wahsen (10. Jh.), nhd. (mit Umlaut) wächsen (15. Jh., selten wachsen, s. auch ↗wichsen); in neuerer Zeit (unter Anlehnung an das Substantiv) wachsen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kerzenwachs · Wachs
Assoziationen
  • Wachszinsiger · Wachszinspflichtiger

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blühen Docht Farbpigment Fette Gedeihen Gel Gips Harz Honig Lack Lasur Pappmaché Paraffin Porträtbildnerei Schrumpfen Talg Teer Terpentin Wabe Weihrauch ausgießen flüssig geschmolzen modellieren schmelzen tropfen verkleben versiegeln verstopfen Ölen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wachs‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu sehr war er Wachs in den Händen der Regierungen.
Die Zeit, 29.06.2009, Nr. 26
Irgendwann wird sie es als Meditation bezeichnen müssen, ihnen beim Wachsen zuzusehen.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 44
Auch Sehnsucht braucht Zeit zum Wachsen, und zu einer echten Explosion der Freude fehlt schlicht die Spannung.
Süddeutsche Zeitung, 20.08.2001
Man spürt das Wachsen einer Kunst, die zu größerem berufen ist.
Soden, Wolfram von: Der Nahe Osten im Altertum. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 22379
Ich kann seine Hände nicht gut ansehen, sie sind wie Wachs.
Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 3
Zitationshilfe
„Wachs“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wachs>, abgerufen am 17.11.2019.

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