Wadenbeißer, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Worttrennung Wa-den-bei-ßer
Wortzerlegung  Wade Beißer
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

umgangssprachlich jmd., der einen andern, obwohl der ihm eindeutig überlegen ist, dennoch dreist angreift und ihm dadurch Verdruss bereitet

Thesaurus

Synonymgruppe
Hundchen · Hundling · Hündchen  ●  Wadenbeißer  fig., abwertend · Zamperl  bayr., schwäbisch · Fiffi  ugs., salopp
Oberbegriffe
  • Hund · Vierbeiner  ●  Canis lupus familiaris  fachspr., lat. · Fellnase  ugs. · Fiffi  ugs. · Hundevieh  ugs. · Kläffer  ugs. · Köter  ugs., abwertend · Mistvieh  ugs., aggressiv · Töle  derb · Wauwau  ugs., Babysprache · bester Freund des Menschen  ugs.
Assoziationen
  • Hundebaby · Hundejunges  ●  Welpe  Hauptform

Verwendungsbeispiele für ›Wadenbeißer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wadenbeißer - ja, kaum haben sie gebissen, sind sie wieder weg.
Die Welt, 23.09.2004
Am Ende stehen alle demokratischen Kandidaten als geifernde Wadenbeißer da.
Die Zeit, 24.12.2003, Nr. 52
Und deshalb wird "Zauberer" Weißhaupt seinen Platz heute wohl für einen "Wadenbeißer" räumen müssen.
Bild, 18.08.2001
Von sich aus schlägt die SPD solche Antworten kaum vor, auf Druck ihres Wadenbeißers schon eher.
Süddeutsche Zeitung, 20.11.2000
Entsprechend gibt es den Wortführer, den Imponiertyp, den Wadenbeißer, den Besserwisser, den Fanatiker, den Belehrer, den Moralischen, den Empfindlichen und den Aufgeblasenen schlechthin.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 131
Zitationshilfe
„Wadenbeißer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wadenbei%C3%9Fer>, abgerufen am 28.07.2021.

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