Wahlanalyse, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wahlanalyse · Nominativ Plural: Wahlanalysen
Aussprache [ˈvaːlʔanaˌlyːzə]
Worttrennung Wahl-ana-ly-se
Wortzerlegung  Wahl Analyse
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Themenglossar zur Bundestagswahl.
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Untersuchung und Auslegung (1) der Ergebnisse einer Wahl bzw. mehrerer Wahlen
Beispiele:
Alle Parteien nehmen heute genaue lokale Wahlanalysen vor. [Die Zeit, 17.09.1965]
Meine Wahlanalyse betrachtet […] nicht die Prozente, sondern die absoluten Zahlen: von den 1.788.900 Wahlberechtigten In Sachsen‑Anhalt haben fast 700.000 nicht gewählt, die CDU erhielt 404.000 Stimmen, die AfD 220.000. Zusammen 1.324.000 Wahlberechtigte, d. h. 3/4 der Bevölkerung, haben konservativ, rechts oder nicht gewählt. [Leserbriefe zu »Sachsen-Anhalt und die Fehler von SPD und Linken«, 11.06.2021, aufgerufen am 12.06.2021]
Am Sonntagnachmittag um 16 Uhr will sich Seehofer mit der engeren Parteiführung zur Wahlanalyse treffen. [Münchner Merkur, 09.11.2018]
Eine 19‑seitige Wahlanalyse aus dem linken Parteiflügel[…] fordert ebenfalls eine klare linke Profilierung der Grünen als Konsequenz aus den Landtagswahlen. [Der Spiegel, 16.04.2011 (online)]
Die Wahlanalyse ist der wichtigste Schritt zur Vorbereitung der nächsten Wahl. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2003]
In seiner bis ins Jahr 1964 zurückreichenden Wahlanalyse hat der Fraktionsvorstand eine »erhebliche Wählerbewegung von der SPD zur CDU« ausgemacht, eine »Umschichtung«, von denen die kleinen Parteien weitgehend unberührt geblieben seien. [Frankfurter Rundschau, 08.03.1997]
Politiker und Publizisten argumentieren etwas differenzierter. Bei den demoskopischen Erhebungen hat die SPD schon oft zwischen den Wahljahren geführt; aber wenn dann der Wahltermin näher rückt und schließlich die Wahlentscheidung schwarz auf weiß getroffen werden muß, wenn es also nicht mehr um unverbindliche Antworten im demoskopischen Interview geht, dann fallen genug mit der SPD sympathisierende Wahlberechtigte auf ihre traditionellen Wahlgewohnheiten zurück, scheuen das Risiko, haben Angst vor dem Unbekannten, erinnern sich, daß die Sozialdemokraten die Roten sind, und wählen wiederum CDU. Diese Interpretation kam zuerst in der Wahlnacht von 1961 auf und wurde dann in zahlreichen Wahlanalysen wiederholt. [Die Zeit, 12.09.1969]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Wahlanalyse‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wahlanalyse‹.

Zitationshilfe
„Wahlanalyse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wahlanalyse>, abgerufen am 06.12.2021.

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