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Wahlgesetz, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Wahlgesetzes · Nominativ Plural: Wahlgesetze
Aussprache [ˈvaːlgəˌzɛʦ]
Worttrennung Wahl-ge-setz
Wortzerlegung Wahl Gesetz
Wortbildung  mit ›Wahlgesetz‹ als Letztglied: Bundeswahlgesetz
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Themenglossar zur Bundestagswahl.
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Gesetz (1) zur Regelung der Durchführung von (bestimmten) Wahlen (2)
siehe auch Wahlordnung (a)
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: ein Wahlgesetz verabschieden, beschließen, erlassen, ändern, ausarbeiten
in Präpositionalgruppe/-objekt: Verstöße gegen das Wahlgesetz
mit Genitivattribut: das Wahlgesetz des Landes, des Bundesstaates, der Republik
als Aktivsubjekt: das Wahlgesetz sieht etw. vor, schreibt etw. vor, verlangt etw., erlaubt etw., verbietet etw.
als Genitivattribut: die Änderung, die Reform des Wahlgesetzes
Beispiele:
Nach Art. (= Artikel) 39 Abs. (= Absatz) 1 der Verfassung von Berlin – VvB – werden die Abgeordneten in allgemeiner, gleicher, geheimer und direkter Wahl gewählt. Alles Nähere wird durch das Wahlgesetz geregelt (Art. 39 Abs. 5 VvB). [VerfGH Berlin, e CDU 294.026, 2020, aufgerufen am 07.12.2020]
In jüngster Zeit wurde das Hongkonger Wahlgesetz […] radikal umgebaut, wodurch es für das prodemokratische Lager fast unmöglich geworden ist, in Wahlen noch Sitze im Parlament zu erobern. [Neue Zürcher Zeitung, 17.04.2021]
Die Wahl des Bundespräsidenten ist laut Wahlgesetz von der Bundesregierung durch Verordnung im Bundesgesetzblatt auszuschreiben. [Der Standard, 12.01.2016]
Im Wahlgesetz ist die jeweilige Anzahl an Unterstützungsunterschriften geregelt. 120 gilt für Kommunen zwischen 20.000 und 30.000 Einwohnern. Aber es gibt auch einen Trick, das Klinkenputzen bei Wählerinnen und Wählern wegen Unterstützungsunterschriften zu umgehen. Parteien und Gruppierungen, die im Stadtrat vertreten sind, können quasi Kraft Amtes ihren Bewerber direkt ins Rennen schicken. [Allgemeine Zeitung, 01.10.2011]
Über den Kurznachrichtendienst Twitter gaben zwei Nutzer gegen 16.30 Uhr [am Wahltag Umfrage-]Zahlen für das Saarland, Sachsen und Thüringen bekannt. […] Die Wahlgesetze von Bund und Ländern verbieten das ausdrücklich – wer dennoch Umfrageergebnisse verrät, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Darauf steht eine Strafe von bis zu 50.000 Euro. [Der Spiegel, 30.08.2009 (online)]
Nachdem die gesetzgebende Versammlung des Landes [El Salvador] am 11. Februar ein Wahlgesetz verabschiedet hatte, das u.a. die Überwachung der [Präsidentschafts-]Wahl durch einen Zentralen Wahlrat (CCE) aus Vertretern aller Parteien festlegt, erhielt im 1. Wahlgang am 25. März der christdemokratische PDC unter DUARTE mit 43,4 % die meisten Stimmen, konnte jedoch nicht die erforderliche absolute Mehrheit auf sich vereinen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1984]]
Am Morgen dieses Tages hatte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden, die Klage der Bayernpartei gegen die Fünf‑Prozent‑Klausel des Wahlgesetzes sei zurückzuweisen, und man war einigermaßen gespannt, was wohl der Chef dieser Partei[…] nun sagen werde. [Der Spiegel, 13.02.1957]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Wahlgesetz‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wahlgesetz‹.

Zitationshilfe
„Wahlgesetz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wahlgesetz>.

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