Wahlparty, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wahlparty · Nominativ Plural: Wahlpartys
Aussprache [ˈvaːlpaːɐ̯ti]
Worttrennung Wahl-par-ty
Wortzerlegung Wahl Party
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Themenglossar zur Bundestagswahl.
DWDS-Vollartikel

Bedeutungen

1.
zwanglose Zusammenkunft, die eine Partei am Abend einer Wahl (2) für ihre Kandidaten und Mitglieder organisiert
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine private, zentrale Wahlparty
als Akkusativobjekt: eine Wahlparty feiern
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Stimmung auf, bei der Wahlparty; auf eine Wahlparty geladen werden
mit Genitivattribut: die Wahlparty der Partei
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Wahlparty am Sonntagabend
als Genitivattribut: die Gäste, das Sponsoring der Wahlparty
Beispiele:
Extra für die Wahlnacht richten wir in New York, wo Trump und Clinton auftreten werden, einen Newsroom ein. Unsere US‑Reporter sind bei den Wahlpartys dabei, die Korrespondenten in anderen wichtigen Hauptstädten beobachten die Reaktionen dort. [Der Spiegel, 03.11.2016 (online)]
Die Sozialdemokraten Schwedens kassieren das schlechteste Ergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg. Doch auf ihrer Wahlparty in der alten Farbenfabrik in Stockholm kommt trotzdem Jubel auf, als die Hochrechnung über die Großbildleinwand flimmert. [Die Welt, 11.09.2018]
Während sich die Gäste bei der Wahlparty am Sonntagabend unten im Innenhof Pizza liefern lassen, weil es nichts Gescheites zu essen gibt, haben sich der Geschäftsführer der CSU und sein Team in ihre Büros zurückgezogen. Sie analysieren Zahlen, berechnen Wählerwanderungen. [Süddeutsche Zeitung, 26.09.2017]
Am 10. Oktober wird an den Mienen der Gäste auf den Wahlpartys der Parteien zu erkennen sein, wer die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gewonnen hat. [Die Zeit, 04.03.1999]
allgemeinerEs war ein warmer Frühlingssonntag, heute vor fünf Jahren. Aber abends, bei der Wahlparty im Park des Jagdschlosses Glienicke, war die Stimmung verhagelt. [Die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg] Eberhard Diepgen und Manfred Stolpe schluckten beim Ergebnis der Volksabstimmung: Berlin sagte mehrheitlich ja, Brandenburg mehrheitlich nein zur Volksabstimmung, und damit war das gemeinsame Land 1999 abgelehnt. [Der Tagesspiegel, 04.05.2001]
2.
Wahlkampfveranstaltung im Stil einer Party zur Motivierung der Anhänger einer Partei oder um Spenden für den Wahlkampf einzuwerben
Beispiele:
40 Parteien und für die Wahl werbende Gruppen hatten in aufwendigen Hausbesuchen und lokalen Wahlpartys im ganzen Land [in Thailand] um die rund 47 Millionen Stimmen der Wahlberechtigten geworben. [Die Welt, 04.07.2011]
147 Millionen Mark, so der Steuerzahlerbund, müßten nach dem Vorbild der Bundestagswahlen den Parteien für den Wahlkampf erstattet werden, da könne man einen »Wahlkampf der Argumente« und nicht einen »mit Wahlparties, Filzstiften und Bierdeckeln« erwarten. [Süddeutsche Zeitung, 11.06.1999]
Mit Barbra Streisand im Weißen Haus Abendessen [sic!] ist ja gut und schön. Aber mit Politik hat das nichts zu tun. […] Auf [US-Präsident] Bill Clintons großer Wahlparty am 12. September, für die Eintrittspreise von 2.500 Dollar aufgerufen werden, treten Barbra Streisand und die Eagles auf […]. [die tageszeitung, 22.08.1996]
In Dortmund lassen die Sozialdemokraten auf einer Wahlparty neben Willy Brandt Tonkünstler Roberto Blanco […] auftreten, in Düsseldorf eröffnete die CDU ihren Wahlkampf mit einer holländischen Mädchenkapelle[…]. [Der Spiegel, 08.06.1970]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Wahlparty‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wahlparty‹.

Zitationshilfe
„Wahlparty“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wahlparty>.

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