Wahlschein, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Wahlschein(e)s · Nominativ Plural: Wahlscheine
Aussprache  [ˈvaːlʃaɪ̯n]
Worttrennung Wahl-schein
Wortzerlegung  Wahl Schein2
Wortbildung  mit ›Wahlschein‹ als Erstglied: Wahlscheinantrag
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Themenglossar zur Bundestagswahl.
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

amtliche Bescheinigung, die zur Wahl in einem anderen als dem für den Wählenden festgelegten Wahllokal des Stimmbezirks oder zur Teilnahme an der Briefwahl berechtigt
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: einen Wahlschein beantragen, bekommen, erhalten
in Koordination: Wahlschein und Briefwahlunterlagen
als Genitivattribut: die Erteilung eines Wahlscheines
Beispiele:
Wer seine Stimme in einem anderen Wahlbüro abgeben will, muß einen Wahlschein beantragen. [Berliner Zeitung, 03.06.1994]
In Ausnahmefällen, wie zum Beispiel bei einer plötzlichen, nachgewiesenen Erkrankung, besteht die Möglichkeit den Wahlschein noch am Wahltag bis 15 Uhr zu beantragen. [Briefwahl nicht abgeschickt: So können Sie im Wahllokal trotzdem wählen, 06.06.2021, aufgerufen am 06.06.2021]
Der Stimmzettel wird ausgefüllt und in den entsprechenden Umschlag gelegt, der Wahlschein unterschrieben und zusammen mit dem Stimmzettelumschlag in den Wahlbriefumschlag gesteckt. [Sachsen-Anhalt: Briefwahl zur Landtagswahl, 05.06.2021, aufgerufen am 05.06.2021]
Voraussetzung für die Teilnahme an der Briefwahl ist die Ausstellung eines Wahlscheins. Der Antrag muß schriftlich glaubhaft begründet werden: Entweder mit einer Abwesenheit vom Wohnort am Wahltag »aus wichtigem Grund« (Umzug, beruflichen Gründen, Krankheit, hohem Alter, körperlichen Gebrechen) oder einem sonstigen körperlichen Zustand, der das Aufsuchen des Wahlraums unzumutbar macht. [Briefwahl. In: Aktuelles Lexikon 1974–2000. München: DIZ 2000 [1976]]
allgemeiner, umgangssprachlich
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein ausgefüllter, ungültiger Wahlschein
in Präpositionalgruppe/-objekt: etw. auf einem Wahlschein ankreuzen
Beispiele:
Zum ersten Mal in meinem Leben weiß ich, wo ich mein Kreuz auf dem Wahlschein machen soll, ohne mich schlecht dabei zu fühlen. [Süddeutsche Zeitung, 20.06.2007]
Zwei Wochen nur blieben, um Millionen Wahlscheine zu drucken und zu verschicken in den 16 Städten und 18 Landkreisen, in denen Oberbürgermeister‑, Bürgermeister‑ und Landtratskandidaten noch einmal antreten müssen. [Süddeutsche Zeitung, 28.03.2020]
An den Ausgabetischen erhalten sie [die Mitglieder der Bundesversammlung zur Bundespräsidentenwahl] gegen Vorlage der zuvor ausgegebenen Wahlausweise ihren Wahlschein, den sie in der Kabine ausfüllen, in einen Umschlag stecken und in die Urne werfen. [Der Spiegel, 30.06.2010 (online)]
[Der palästinensische Präsidentschaftskandidat Mahmud] Abbas warf seinen Wahlschein mit einem siegesgewissen Lächeln in die Wahlurne. [Berliner Zeitung, 10.01.2005]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Wahlschein‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wahlschein‹.

Zitationshilfe
„Wahlschein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wahlschein>, abgerufen am 27.09.2021.

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