Wake

WorttrennungWa-ke
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

norddeutsch nicht oder nur oberflächlich zugefrorene Stelle in der Eisdecke eines Flusses oder Sees
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wake f. ‘offene Stelle im Eis’, aus dem Nd. (17. Jh.) übernommen, mnd wake, mnl. wack, nl. wask, anord. vǫk, schwed. vak ‘Eisloch’, norw. vok ‘Kielwasser’ (woraus entlehnt engl. wake), aus denen sich germ. *wakwō- erschließen läßt. Als Verwandte gehören hierher anord. vǫkr ‘naß, feucht’, vǫkna ‘feucht werden’, außergerm. wohl lat. ūvēre ‘naß sein’, ūvidus ‘feucht, naß’, griech. hygrós (ὑγρός) ‘naß, feucht, flüssig, fließend’, so daß an die Wurzel ie. *u̯egu̯- *ū̌gu̯- ‘feucht, netzen’ angeknüpft werden kann, Wake daher als ‘nasse (d. i. eisfreie) Stelle’ zu erklären ist.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der erfolgreichste Jockey der Welt verlangte für seinen Ritt auf Sweet Wake 5000 englische Pfund.
Bild, 05.07.2004
Über die Meere kann man derzeit auch mit der Wake Forest University im amerikanischen Winston-Salem ziehen.
o. A.: Forschung live erleben. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Ich habe ziemlich viel von ihm gelesen, bis auf Finnegans Wake, das war mir zu sperrig.
Süddeutsche Zeitung, 25.02.1995
Alles in Finnegans Wake verändert sich ständig, und bevor sich in der Lektüre etwas greifen läßt, ist es schon wieder etwas anderes geworden.
konkret, 1993
Diese Tradition erlebte im 18. Jh. in dem Unionswirken von W. Wake und Jablonski ihre Nachblüte.
Neill, S. C.: Einigungsbestrebungen. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 7407
Zitationshilfe
„Wake“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wake>, abgerufen am 20.11.2019.

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