Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wald, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Wald(e)s · Nominativ Plural: Wälder
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Wald‹ als Erstglied: Waldameise · Waldarbeit · Waldarbeiter · Waldarmut · Waldaufseher · Waldbach · Waldbad · Waldbau · Waldbauer · Waldbaum · Waldbeere · Waldbesitzer · Waldbestand · Waldbiene · Waldblume · Waldboden · Waldbrand · Waldbühne · Waldchampignon · Walddickicht · Waldeidechse · Waldeinsamkeit · Walderdbeere · Waldesdunkel · Waldeseinsamkeit · Waldesgrund · Waldesinnere · Waldesnacht · Waldesrand · Waldesrauschen · Waldessaum · Waldeszauber · Waldeule · Waldfacharbeiter · Waldfarn · Waldfee · Waldflora · Waldfläche · Waldfrevel · Waldfriedhof · Waldgebiet · Waldgebirge · Waldgegend · Waldgeist · Waldgenossenschaft · Waldgiraffe · Waldglas · Waldgott · Waldgottesdienst · Waldgrenze · Waldgut · Waldgänger · Waldhaus · Waldheini · Waldhonig · Waldhorn · Waldhufendorf · Waldhuhn · Waldhöhe · Waldhüter · Waldinventur · Waldkante · Waldkapelle · Waldkauz · Waldkobold · Waldkrug · Waldkulisse · Waldland · Waldlandschaft · Waldlauf · Waldlichtung · Waldluft · Waldläufer · Waldmantel · Waldmaus · Waldmeister · Waldnutzung · Waldohreule · Waldpartie · Waldparzelle · Waldpfad · Waldquelle · Waldrain · Waldrand · Waldregion · Waldreichtum · Waldrevier · Waldsaum · Waldschaden · Waldschenke · Waldschlag · Waldschloss · Waldschlucht · Waldschneise · Waldschnepfe · Waldschrat · Waldschratt · Waldschutzgebiet · Waldschänke · Waldsee · Waldspaziergang · Waldsteppe · Waldsterben · Waldstreifen · Waldstreu · Waldstrich · Waldstück · Waldsäge · Waldtal · Waldtier · Waldungeheuer · Waldvogel · Waldvögelein · Waldwanderung · Waldweg · Waldweide · Waldweiher · Waldwiese · Waldzauber · Waldzone · Wäldchen · Wäldler · waldarm · waldeinwärts · waldlos · waldreich · waldumkränzt · waldumsäumt · waldwärts
 ·  mit ›Wald‹ als Letztglied: Ampelwald · Anflugwald · Antennenwald · Auenwald · Auwald · Bannwald · Bergwald · Birkenwald · Blätterwald · Buchenwald · Buschwald · Dauerwald · Dünenwald · Eichenwald · Eichwald · Eukalyptuswald · Fahnenwald · Fichtenwald · Flaggenwald · Friedwald · Föhrenwald · Galeriewald · Hegewald · Hochwald · Jungwald · Kiefernwald · Kletterwald · Laubwald · Lorbeerwald · Mangrovenwald · Mastenwald · Mischwald · Mittelwald · Monsunwald · Märchenwald · Nadelwald · Nebelwald · Niederwald · Pinienwald · Regenwald · Schilderwald · Schutzwald · Schälwald · Sekundärwald · Staatswald · Stadtwald · Sumpfwald · Tannenwald · Trockenwald · Tropenwald · Urwald · Winterwald
 ·  mit ›Wald‹ als Binnenglied: Hinterwäldler  ·  mit ›Wald‹ als Grundform: waldig
eWDG

Bedeutungen

1.
größere, dicht mit (hochstämmigen) Bäumen bestandene Fläche
Beispiele:
ein dunkler, finsterer, dichter, schöner, stiller, undurchdringlicher, lichter, kahler, verschneiter Wald
ausgedehnte, weite, tropische Wälder
sie gingen, wanderten durch den tiefen, grünen, bunten, herbstlichen, winterlichen, weißen Wald
durch Wald und Feld, Felder und Wälder, Wald und Flur streifen
der Wald rauscht
gehobenim Dunkel des Waldes
im Dickicht, Schatten des Waldes
die Bäume, Sträucher, Tiere des Waldes
im Wald spazieren gehen, Pilze suchen, Beeren sammeln
in die Wälder flüchten
den Wald pflegen, schützen, abholzen
Polizisten durchkämmten den ganzen Wald nach dem vermissten Kind
der Sturm hatte den Wald stark verwüstet
sprichwörtlichwie man in den Wald hineinruft, wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus (= so wie man jmdn. behandelt, so wird man selbst von ihm behandelt)
Durch die Wälder, durch die Auen [ C. M. v. WeberFreischützI 4]
gehobender Wald steht schwarz und schweiget [ M. ClaudiusAbendlied]
die Vöglein schweigen im Walde [ GoetheÜber allen Gipfeln]
übertragen
Beispiel:
er sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht (= übersieht das Wichtigste vor unwichtigen Einzelheiten)
bildlich
Beispiel:
saloppeinen ganzen Wald absägen (= sehr stark schnarchen)
umgangssprachlich Schweigen im Walde (= völliges Schweigen aller anwesenden Personen, obwohl eine Meinungsäußerung erwartet wird)
Beispiel:
als die Diskussion beginnen sollte, herrschte (völliges) Schweigen im Walde
2.
ein Wald von (= eine unübersehbare Menge)
Beispiele:
ein Wald von Fahnen, Lanzen, Masten, Antennen, Schornsteinen
ein schwarzer, wirrer Wald von Haaren, Locken
ein Wald von Zahlen, Paragraphen
Um uns ist ein schwarzer Wald von Menschen, stumm und rauschend [ KeunMitternacht49]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wald · waldig · Waldung · Waldmeister
Wald m. ‘große, dicht mit Bäumen bestandene Fläche, Forst’, ahd. wald (8. Jh.), mhd. walt ‘Wald, Waldgebirge, Baumbestand, Holz, die laubigen Äste und Zweige eines Baumes’, asächs. wald, mnd. wolt, mnl. wout, nl. woud, aengl. (westsächs.) weald, (angl.) wald, engl. wold ‘Ebene, Moor’, älter auch ‘Wald’, anord. vǫllr ‘Ebene, Feld, Wiese’, schwed. vall ‘Rasen, Weide’ setzen einen alten u-Stamm (germ. *walþu-) voraus. Weitere Anschlußmöglichkeiten sind unsicher. Vielleicht (über ie. *u̯oltu-) zu verbinden mit griech. lásios (λάσιος, aus *ϝλατι̯ος, ie. *u̯ḷti̯os) ‘dicht behaart, zottig, wollig, dicht bewachsen’, air. folt (ie. *u̯olto-) ‘Haar’, lit. váltis ‘Haferrispe’, russ. (älter) vólot’ (волоть) ‘Faser, Ähre’ (ie. *u̯olti-), so daß von einer Dentalerweiterung einer Wurzel ie. *u̯el(ə)- ‘Haar, Wolle’, auch ‘Gras, Ähre, Wald’ bzw. *u̯el- ‘reißen, rupfen’ (s. Wolle) ausgegangen werden kann. Aber auch Anschluß an lat. saltus ‘gebirgiger, waldiger Landstrich, Waldschlucht, Engpaß’ (aus *su̯al-) wird erwogen. – waldig Adj. ‘mit Wald bewachsen’ (15. Jh.). Waldung f. ‘Waldgebiet, Waldbestand’ (17. Jh.). Waldmeister m. Name einer aromatischen, im Wald wachsenden Pflanze (15. Jh.), mit unklarem zweiten Kompositionsglied. -meister im Hinblick auf die (angebliche) hervorragende Heilkraft? Oder hervorgegangen aus mlat. *herba Walteri Magistri, in Anlehnung an einen südfranzösischen Arzt Walter Agilon (13. Jh.)? Vgl. Marzell 1, 469 f.

Thesaurus

Synonymgruppe
Forst · Holz · Tann  ●  Wald (Vegetationsform)  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
Wald (Namensbestandteil) [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]

Typische Verbindungen zu ›Wald‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wald‹.

Komposthaufen Skulptur abholzen angrenzend ausgedehnt bayerisch bayrisch betretbar bewirtschaftet brennen dicht dunkel endlos fechenheimer finster heimisch kelsterbacher licht naturnah oberpfälzer pfälzer schwanheimer teutoburger thüringer tropisch umliegend verschneien verschneit vilbeler wiener

Verwendungsbeispiele für ›Wald‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf einmal erblickte er am Rande des Waldes ein kleines Reh. [Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 110]
Wie üblich gingen die Tiere den halben Tag über in den Wald weiden. [Grzimek, Bernhard: Kein Platz für wilde Tiere, Köln: Lingen [1973] [1954], S. 273]
Und abends zogen wir dann genauso durch den Wald wieder zur Kirche zurück. [Runge, Erika (Hg.), Bottroper Protokolle, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1968, S. 37]
Schließlich kehrt er in den Wald zurück, in dem er gefunden wurde. [Die Zeit, 02.03.2000, Nr. 10]
Und mit Wald lässt sich heute auch nichts mehr verdienen. [Die Zeit, 02.09.1999, Nr. 36]
Zitationshilfe
„Wald“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wald>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Walachei
Wal
Wakeboard
Wake
Waka
Wald-und-Wiesen-Ansprache
Wald-und-Wiesen-Bericht
Wald-und-Wiesen-Dichter
Wald-und-Wiesen-Rede
Wald-und-Wiesen-Thema