Wald, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Wald(e)s · Nominativ Plural: Wälder
Aussprache
Wortbildung mit ›Wald‹ als Erstglied: ↗Waldameise · ↗Waldarbeiter · ↗Waldbad · ↗Waldbau · ↗Waldbauer · ↗Waldbeere · ↗Waldbestand · ↗Waldboden · ↗Waldbrand · ↗Walddickicht · ↗Waldeinsamkeit · ↗Walderdbeere · ↗Waldesdunkel · ↗Waldeseinsamkeit · ↗Waldesinnere · ↗Waldesrand · ↗Waldesrauschen · ↗Waldessaum · ↗Waldeule · ↗Waldfarn · ↗Waldfläche · ↗Waldfrevel · ↗Waldgebiet · ↗Waldgeist · ↗Waldgenossenschaft · ↗Waldgiraffe · ↗Waldgottesdienst · ↗Waldgrenze · ↗Waldgut · ↗Waldgänger · ↗Waldheini · ↗Waldhorn · ↗Waldhufendorf · ↗Waldhüter · ↗Waldinventur · ↗Waldkapelle · ↗Waldkauz · ↗Waldkobold · ↗Waldkulisse · ↗Waldlauf · ↗Waldlichtung · ↗Waldluft · ↗Waldmaus · ↗Waldmeister · ↗Waldohreule · ↗Waldrain · ↗Waldrand · ↗Waldreichtum · ↗Waldrevier · ↗Waldsaum · ↗Waldschenke · ↗Waldschrat · ↗Waldschratt · ↗Waldschutzgebiet · ↗Waldschänke · ↗Waldsee · ↗Waldspaziergang · ↗Waldsteppe · ↗Waldsterben · ↗Waldstreu · ↗Waldstück · ↗Waldtier · ↗Waldvogel · ↗Waldweg · ↗Waldweide · ↗Waldwiese · ↗Waldzone · ↗Wäldchen · ↗Wäldler · ↗waldarm · ↗waldeinwärts · ↗waldlos · ↗waldreich · ↗waldumkränzt · ↗waldumsäumt · ↗waldwärts
 ·  mit ›Wald‹ als Letztglied: ↗Ampelwald · ↗Anflugwald · ↗Auenwald · ↗Auwald · ↗Bannwald · ↗Bergwald · ↗Birkenwald · ↗Blätterwald · ↗Buchenwald · ↗Buschwald · ↗Dauerwald · ↗Dünenwald · ↗Eichenwald · ↗Eichwald · ↗Eukalyptuswald · ↗Fahnenwald · ↗Flaggenwald · ↗Friedwald · ↗Hochwald · ↗Jungwald · ↗Kiefernwald · ↗Kletterwald · ↗Laubwald · ↗Mastenwald · ↗Mischwald · ↗Mittelwald · ↗Märchenwald · ↗Nadelwald · ↗Niederwald · ↗Regenwald · ↗Schilderwald · ↗Schutzwald · ↗Sekundärwald · ↗Staatswald · ↗Stadtwald · ↗Tannenwald · ↗Trockenwald · ↗Tropenwald · ↗Winterwald
 ·  mit ›Wald‹ als Grundform: ↗waldig
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
größere, dicht mit (hochstämmigen) Bäumen bestandene Fläche
Beispiele:
ein dunkler, finsterer, dichter, schöner, stiller, undurchdringlicher, lichter, kahler, verschneiter Wald
ausgedehnte, weite, tropische Wälder
sie gingen, wanderten durch den tiefen, grünen, bunten, herbstlichen, winterlichen, weißen Wald
durch Wald und Feld, Felder und Wälder, Wald und Flur streifen
der Wald rauscht
gehoben im Dunkel des Waldes
im Dickicht, Schatten des Waldes
die Bäume, Sträucher, Tiere des Waldes
im Wald spazieren gehen, Pilze suchen, Beeren sammeln
in die Wälder flüchten
den Wald pflegen, schützen, abholzen
Polizisten durchkämmten den ganzen Wald nach dem vermissten Kind
der Sturm hatte den Wald stark verwüstet
sprichwörtlich wie man in den Wald hineinruft, wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus (= so wie man jmdn. behandelt, so wird man selbst von ihm behandelt)
Durch die Wälder, durch die Auen [C. M. v. WeberFreischützI 4]
gehoben der Wald steht schwarz und schweiget [M. ClaudiusAbendlied]
die Vöglein schweigen im Walde [GoetheÜber allen Gipfeln]
übertragen
Beispiel:
er sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht (= übersieht das Wichtigste vor unwichtigen Einzelheiten)
bildlich
Beispiel:
salopp einen ganzen Wald absägen (= sehr stark schnarchen)
umgangssprachlich Schweigen im Waldevölliges Schweigen aller anwesenden Personen, obwohl eine Meinungsäußerung erwartet wird
Beispiel:
als die Diskussion beginnen sollte, herrschte (völliges) Schweigen im Walde
2.
ein Wald voneine unübersehbare Menge
Beispiele:
ein Wald von Fahnen, Lanzen, Masten, Antennen, Schornsteinen
ein schwarzer, wirrer Wald von Haaren, Locken
ein Wald von Zahlen, Paragraphen
Um uns ist ein schwarzer Wald von Menschen, stumm und rauschend [KeunMitternacht49]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wald · waldig · Waldung · Waldmeister
Wald m. ‘große, dicht mit Bäumen bestandene Fläche, Forst’, ahd. wald (8. Jh.), mhd. walt ‘Wald, Waldgebirge, Baumbestand, Holz, die laubigen Äste und Zweige eines Baumes’, asächs. wald, mnd. wolt, mnl. wout, nl. woud, aengl. (westsächs.) weald, (angl.) wald, engl. wold ‘Ebene, Moor’, älter auch ‘Wald’, anord. vǫllr ‘Ebene, Feld, Wiese’, schwed. vall ‘Rasen, Weide’ setzen einen alten u-Stamm (germ. *walþu-) voraus. Weitere Anschlußmöglichkeiten sind unsicher. Vielleicht (über ie. *u̯oltu-) zu verbinden mit griech. lásios (λάσιος, aus *ϝλατι̯ος, ie. *u̯ḷti̯os) ‘dicht behaart, zottig, wollig, dicht bewachsen’, air. folt (ie. *u̯olto-) ‘Haar’, lit. váltis ‘Haferrispe’, russ. (älter) vólot’ (волоть) ‘Faser, Ähre’ (ie. *u̯olti-), so daß von einer Dentalerweiterung einer Wurzel ie. *u̯el(ə)- ‘Haar, Wolle’, auch ‘Gras, Ähre, Wald’ bzw. *u̯el- ‘reißen, rupfen’ (s. ↗Wolle) ausgegangen werden kann. Aber auch Anschluß an lat. saltus ‘gebirgiger, waldiger Landstrich, Waldschlucht, Engpaß’ (aus *su̯al-) wird erwogen. waldig Adj. ‘mit Wald bewachsen’ (15. Jh.). Waldung f. ‘Waldgebiet, Waldbestand’ (17. Jh.). Waldmeister m. Name einer aromatischen, im Wald wachsenden Pflanze (15. Jh.), mit unklarem zweiten Kompositionsglied. -meister im Hinblick auf die (angebliche) hervorragende Heilkraft? Oder hervorgegangen aus mlat. *herba Walteri Magistri, in Anlehnung an einen südfranzösischen Arzt Walter Agilon (13. Jh.)? Vgl. Marzell 1, 469 f.

Thesaurus

Synonymgruppe
Forst · ↗Holz · ↗Tann · Wald
Unterbegriffe
  • Weinsberger Forst · Weinsberger Wald
  • Teutoburger Wald  ●  Osning  veraltet · Teuto  ugs.
  • Bayerischer Wald · Bayerwald · Bayrischer Wald
  • Ardennen · Ardenner Wald
  • Nadelwald · ↗Tann
  • Dschungel · grüne Hölle · tropischer Regenwald
  • Busch · ↗Dschungel · ↗Urwald · ↗Wildnis
  • Argonnen · Argonner Wald
  • Staatsforst · ↗Staatswald
  • Dauermischwald · ↗Dauerwald
  • Hudewald · Hutewald · ↗Hutung
  • Nutzwald  ugs. · Wirtschaftswald  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abholzung Acker Baum Berg Feld Flur Fluß Hügel Park Pfeifen See Spaziergang Sumpf Wiese abholzen angrenzend bayerisch bayrisch brennen dicht dunkel finster licht roden streifen tropisch umliegend verirren verschneit verstecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wald‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Rauschen vom Wald kam immer wieder, später tiefer, wie Regen.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 166
Schließlich kehrt er in den Wald zurück, in dem er gefunden wurde.
Die Zeit, 02.03.2000, Nr. 10
Auf einmal erblickte er am Rande des Waldes ein kleines Reh.
Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 110
Dann stieß die Straße in tiefen Wald und bog scharf nach rechts.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 469
Der schlief wahrscheinlich irgendwo da oben, wo die Dörfer waren, im Wald.
Walter, Otto F.: Der Stumme, München: Kösel 1959, S. 103
Zitationshilfe
„Wald“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wald>, abgerufen am 21.07.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Walachei
Wal
Wakeboard
Wake
Waka
wald-und-wiesen-
Wald-und-Wiesen-Ansprache
Wald-und-Wiesen-Bericht
Wald-und-Wiesen-Dichter
Wald-und-Wiesen-Rede