Waldschaden, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Waldschadens · Nominativ Plural: Waldschäden · wird meist im Plural verwendet
Aussprache [ˈvaltʃaːdn̩]
Worttrennung Wald-scha-den
Wortzerlegung Wald Schaden
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutung

Schaden an den Bäumen des Waldes, am Ökosystem Wald
Beispiele:
Trockenheit sei einer der wesentlichen Stressfaktoren für Waldökosysteme und habe in den letzten Jahrzehnten weltweit zahlreiche großflächige Waldschäden verursacht. [Der Standard, 25.11.2012]
Nur noch 28 Prozent der Bäume in Deutschland sind laut dem Bericht noch nicht geschädigt. Für die starken Waldschäden seien vor allem die Spätfolgen des extremen Sommers 2003 verantwortlich, heißt es in dem Waldzustandsbericht. Die lang anhaltende Trockenheit und hohe Ozonwerte hätten Wälder beschädigt, die ohnehin geschädigt seien durch saure Böden und anhaltende Luftverschmutzung. [Der Tagesspiegel, 09.12.2004]
Von schweren Waldschäden spreche man, wenn ein Baum mindestens ein Viertel seiner Blätter oder Nadeln verloren habe. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.12.1998]
Bei fast allen Baumarten habe sich der Kronenzustand verschlechtert, besonders betroffen seien die Laubbäume. Ursachen für die Waldschäden seien neben Trockenheit und Insektenbefall vor allem die Luftverschmutzung. [Süddeutsche Zeitung, 06.09.1996]
Noch ist der Waldschaden, den der Sturm »Paula« angerichtet hat, nicht bekannt, die Wissenschaft weiß aber bereits um die ökologischen Folgen. Als der Orkan »Kyrill« vor ziemlich genau einem Jahr auch über Österreich hinwegfegte, nahmen auch die heimischen Wälder massiven Schaden. Innerhalb weniger Stunden fiel mit insgesamt sechs Millionen Festmetern nahezu ein Drittel der jährlichen Holzerzeugung in Österreich an […]. [Der Standard, 29.01.2008] ungewöhnl. Pl.
DWDS
Grammatik: nur im Plural
Phrasem:
häufig verhüllendneuartige Waldschäden (= durch Menschen verursachte Schäden am Ökosystem Wald)
Synonym zu Waldsterben
Beispiele:
Gerade erst vor zehn Jahren forsteten die Apokalyptiker im Lande die deutsche Sprache mit dem Begriff »Waldsterben« auf. Die Regierung machte sich diese Untergangsvokabel freilich nicht zu eigen, sondern erfand – weil auch sie nicht mehr über die hinsiechenden Forsten hinwegsehen konnte – den Terminus »neuartige Waldschäden«. [Die Zeit, 11.11.1988]
Die Auswirkungen des »Sauren [sic!] Regens« aus Industrie und Verkehr auf den Boden sowie die damit in Verbindung gebrachten neuartigen Waldschäden (Waldsterben) waren seit Anfang der 1980er Jahre schon länger in der Diskussion und im Focus von Politik und Wissenschaft. [Bodenzustandserhebung (BZE), 13.01.2015, aufgerufen am 01.09.2020]
Der Luftschadstoff Schwefeldioxid (SO₂) führte bald auch in Deutschland zum »Waldsterben« […]; die offizielle Umweltpolitik sprach von »neuartigen Waldschäden«. [Süddeutsche Zeitung, 20.06.2009]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Waldschaden‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Waldschaden‹.

Zitationshilfe
„Waldschaden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Waldschaden>.

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